Im Reich der Kinder der Sonne


Die Religion der Inka war sehr komplex. Sie verehrten Götter, die alle Naturgewalten repräsentierten, denen sie Tiere oder sogar Menschen zu Opfer brachten. Der wohl bedeutendste Gott war Inti, der Sonnengott, von dem ihrem Glaube nach die königliche Familie abstammte. Somit hatte die Sonne einen ganz besonderen Einfluss auf ihr tägliches Leben, Zeremonien und die Architektur. Die Inkas selbst betrachteten sich sogar als “Kinder der Sonne”.

In dem streng organisiertem Staatswesen fand jeder Bürger eine Arbeit – dem Alter, Geschlecht und der Klasse entsprechend versteht sich. Als der Spanische Erkunder Francisco Pizarro das Reich 1532 zuerst betrat, war er erstaunt von der Pracht, die er da zu Augen bekam. In nur wenigen Jahren zerstörte die Gier der Spanier nicht nur ein einst pompöses Reich, sondern beraubte die Inkas ihrer einzigartigen Kultur. 

Und was ist geblieben?

Es sind zum einen die Überreste der Städte und Tempel, die heute noch vereinzelt auf den Höhen der Anden bestaunt werden können. Zum anderen darf nicht vergessen werden, dass über die Hälfte der Peruaner “Kinder der Sonne” sind, also von den Inkas abstammen.

Was macht Machu Picchu also so besonders?

Die alte Inka-Stadt ist der berühmteste Beweis dafür, mit welchen einfachen Hilfsmitteln die Inkas damals auskamen. In über 2.700 Metern, mitten im tropischen Regenwald, und aus riesigen Steinblöcken erbaut, eröffnet sich heute ein Blick auf alte Tempelruinen, Paläste, Wege und Wassersysteme. Klar ist, dass man nicht als einziger den Inka-Trail zum Machu Picchu als Top-of-my-travel-bucketlist auserwählt hat. Die Region ist sehr touristisch und auch verhältnismäßig teuer. Es gibt weitaus weniger besuchte Inka Ruinen, die ebenfalls in eine Reise in die goldene Geschichte Perus einladen. Laut vielen Besuchern hat Macchu Picchu allerdings eine ganz eigene magische Wirkung auf ihren Betrachter, die man doch nicht missen sollte. Ein kleiner Tipp: das Eintrittsticket kann online erworben werden.