Praktikum in einer NGO auf Bali


Als ich meiner Familie erzählte, dass ich für 6 Monate auf eine Indonesische Insel gehen würde, war die Reaktion meist: „Bali. Beaches. Beer“. Doch was ich wirklich in Bali fand war: „“Wise, Wonderful, Wholehearted.“


Die 6 Monate auf Bali würde ich gegen nichts in dieser Welt ersetzen wollen. Ich habe mich glücklicherweise dafür entschieden, diese 6-monatige Praktikum auf Bali zu verbringen, welches perfekt auf mein Studium in Deutschland passte. Die Organisation war genau der richtige Ort, meine Zeit sinnvoll zu gestalten und mich für die Frauen dieser Insel einzusetzen. Frauen, die nie eine Wahl in ihrem Leben hatten, außer sich um Familie und Kultur zu kümmern, und dabei die Aussicht auf eine normale Bildung und ein normales Einkommen zu haben. Die Frauen, die diese Organisation unterstützt sind motiviert sind zu lernen und immer noch an eine bessere Zukunft für sich und ihre Familie glauben. Es war für mich immer höchst inspirierend, durch das Cafe und den Campus zu schlendern.

Ich bin über Studentsgoabroad zu dieser Organisation gelangt. Es ist viel einfacher, sich einen Auslandsaufenthalt mit Hilfe einer Vermittlungsagentur organisieren zu lassen. Sie verfügen über Kontakte im Gastland, die einem vor allem dabei behilflich sind, die ersten Wochen zu meistern und helfen bei der Unterkunftssuche, Transport und Visum. Klar muss man dafür bezahlen, aber ich habe mich einfach viel wohler gefühlt, zu wissen, dass ich jemanden anrufen kann, der mir hilft.  

Ich habe in einem tollen Haus mit Pool und Garten, zusammen mit ganz wunderbaren Menschen gelebt, die ebenfalls für ein Praktikum oder einer Freiwilligenarbeit auf Bali waren. Es war großartig, Ansichten und Erlebtes mit den anderen zu teilen, über die Projekte der anderen zu erfahren und in freien Tagen gemeinsam Ausflüge zu machen.  


Bei einem Praktikum lernt man nur Kaffee zu kochen? Nicht bei Meinem! Bereits von Anfang an wurde ich mit verantwortungsvollen Aufgaben beauftragt, die ich mir vorher nie zugetraut hätte. Meine Aufgaben variierten sehr, so dass es mir nie langweilig wurde. Um nur ein paar davon aufzulisten: ich war für das Knüpfen neuer Kontakte verantwortlich, half bei dem Gestalten von neuen Kampangen, beim Veröffentlichen von Presseberichten und sammelte viele Erfahrungen im Bereich Fundraising und Event Management. Wir haben 2 Fundraising Events geplant und meine Meinung spielte immer eine große Rolle. Mit der Zeit war ich sogar in der Lage, die Organisation zu vertreten und reiste nach Gianyar, um dort mit neuen Sponsoren zu sprechen oder unsere Organisation der Human Ressource Association vorzustellen. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, meine Pädagogikkenntnisse auszubauen, indem ich den Lehrern bei den Lese-und Schreibkursen assistierte oder mit der Kindergruppe spielerisch Englisch unterrichtete. Mein fortgeschrittenes Englisch half den Kindern, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Ich fühlte mich vom ersten Augenblick an respektiert und als ein Teil der Organisation.

Nicht oft in meinem Leben trifft man auf so warmherzige Menschen, die sich so einer Sache hingeben, wie in dieser Organisation. Das gesamte Team arbeitet sehr energisch und fokussiert, um die Ziele umzusetzen und eine Veränderung im Leben der ärmeren Frauen zu bewirken. Ich würde jedem immer wieder empfehlen bei dieser Organisation ein Praktikum zu machen. Natürlich waren die 6 Monate nicht immer nur durch Freude gezeichnet, aber durch die freundliche Unterstützung der Vermittlungsorganisation und die Freunde, die ich auf Bali gemacht habe, gingen auch schlechte Tage mit Magenproblemen, Heimweh, Problemen mit der Polizei oder langweiligen Wochenenden. vorüber. Auch wenn die Arbeitszeiten recht lang waren, verging die Zeit wie im Fluge. Strände und leckeres Bier machen am Ende nur einen vernichtenden Teil von dem aus, was Bali eigentlich zu bieten hat. Ich werde auf jeden Fall zurückkommen, allein schon um zu sehen, wie sich meine Gastorganisation entwickelt hat.