FAQ - Häufige Fragen zu einem Auslandspraktikum in Südafrika


Hier haben wir für Dich die am häufigsten aufkommenden Fragen mit den passenden Antworten zusammengestellt. Wenn noch nicht alle Unklarheiten gelöst werden konnten kannst du uns gern jederzeit kontaktieren.


1. Werden Praktika in Südafrika vergütet?

Aufgrund der Visumsbestimmungen werden Praktika in Südafrika nicht vergütet. Die Visaerteilung beruht auf einer nicht bezahlten Tätigkeit. Deshalb dürfen Unternehmen ihren Praktikanten also offiziell kein Gehalt zahlen. Ansonsten müsste man in Südafrika ein offizielles Work-Permit beim Department of Home Affairs beantragen. Aufgrund der Änderung der Immigrationsgesetze im Juli 2005 ist es momentan aber sehr schwierig, eine solche Arbeitsgenehmigung zu erhalten.

2. Was versteht man unter dem Black Economic Empowerment Law (BEE)?

Seit dem Ende des Apartheidregimes 1994, wächst die Wirtschaft Südafrikas stetig. Doch nicht alle Bevölkerungsgruppen genießen die Vorteile dieses ökonomischen Aufschwungs in gleichem Maße. Ein Großteil der schwarzen Bevölkerung Südafrikas lebt bis heute in bitterer Armut. Um die wirtschaftliche Gleichstellung der schwarzen Bevölkerung zu fördern und zu beschleunigen, hat sich die südafrikanische Regierung für die Politik des Black Economic Empowerment Laws (BEE) ausgesprochen. Es zielt unter anderem auf die gezielte Ausbildung der schwarzen Bevölkerung, die bevorzugte Vermittlung von schwarzen Arbeitskräften, die Sozio-ökonomische Entwicklung schwarzer Bevölkerungssegmente und die vermehrte Übergabe von Führungspositionen an Schwarze. Das Rahmenprogramm des BEE ist eine langfristig angelegte Wirtschaftspolitik, die bereits große Auswirkung auf die Umgestaltung der südafrikanischen Wirtschaft hat und noch haben wird. Alle Wirtschaftsbereiche werden langfristig in das BEE eingebunden werden.

3. Funktionieren meine deutschen Elektrogeräte in Südafrika?

Die 220 Volt aus den südafrikanischen Steckdosen reichen definitiv aus, um Ihren deutschen Föhn oder Rasierer in Schwung zu bringen. Doch aufgepasst: die Steckdosen in Afrika haben eine andere Form als die in Deutschland. Das heißt die Stecker der deutschen Elektrogeräte passen nicht in die Steckdosen Südafrikas. Doch keine Sorge. Mit Hilfe eines Adapters (Teil unseres Starterpackages) funktionieren alle Ihre Geräte ohne Probleme.

4. Kann ich in Südafrika Geld abheben?

In Südafrika können Sie problemlos Geld mit Ihrer deutschen EC-Karte abheben. Geldautomaten (ATM`s) finden Sie flächendeckend im ganzen Land. Die durchschnittlichen Abhebungsgebühren von Ihrem deutschen Konto liegen zwischen 0 und 5 Euro je Transaktion. Über genaue Gebühren informieren Sie sich am besten bei Ihrer Bank in Deutschland. Die Eröffnung eines südafrikanischen Bankkontos ist für einen begrenzten Zeitraum, wie maximal 6 Monate, nur schwer möglich.

Die Währungseinheit Südafrikas ist der südafrikanische Rand:

  • Banknoten sind im Wert von 200, 100, 50, 20, und 10 Rand im Umlauf
  • Münzen in den Nennbeträgen 5, 2 und 1 Rand sowie 50, 20, 10, 5, 2 und 1 C
  • Kreditkarten: Eurocard, MasterCard, American Express, Diners Club und Visa sind fast überall gebräuchlich
  • Reisechecks werden ebenfalls akzeptiert

5. Muss ich mich während meines Praktikums krankenversichern?

Für die Dauer Ihres Praktikums in Südafrika müssen Sie eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Wir helfen Ihnen gerne bei der Suche. Zu empfehlen ist die ADAC - Auslandskrankenversicherung oder die Auslandskrankenversicherung von STAtravel.

6. Welche Impfungen werden für Südafrika empfohlen?

In Südafrika gibt es im Bezug auf Impfungen keine Einreisebestimmungen. Trotzdem wird dazu geraten seine Impfungen aufgefrischt zu haben und bei der Einreise auch gegen Hepatitis A und B sowie gegen Polio geimpft zu sein. Bei geplanten Reisen in andere afrikanische Länder, wie beispielsweise Mozambique oder Namibia, ist eine Gelbfieberimpfung erforderlich. Des Weiteren besteht in manchen Teilen Südafrikas ein Malaria-Risiko, was die Einnahme von Tabletten erfordert.

7. Kann ich mein deutsches Handy in Südafrika benutzen?

Natürlich. Um rund um die Uhr erreichbar zu sein raten wir Ihnen dazu, einfach Ihr deutsches Handy mitzubringen. Dieses statten Sie dann mit der südafrikanischen SIM-Karte aus, die Sie von uns bei Ihrer Ankunft in Kapstadt erhalten. Aufladen können Sie die Prepaidkarte in jedem Supermarkt. Um mit den Lieben im fernen Deutschland zu telefonieren, ist es ratsam, sich eine „WorldCallCard“ kaufen (ebenfalls im Supermarkt erhältlich). 

- Vorwahl nach Deutschland: 0049

- Vorwahl nach Südafrika: 0027

8. Wie hoch sind die Lebenserhaltungskosten?

Die Lebenserhaltungskosten hängen natürlich stark von Ihrem Lebensstil ab. Man kann jedoch sagen, dass Kapstadt kostengünstiger ist als europäische Großstädte. Sehr gut und vor allem kostengünstig sind Kapstadts Restaurants. Im Durschnitt sind mit ca. 600 Euro Lebenserhaltungskosten pro Monat zu rechnen.

9. Kann ich mit dem Bus zur Arbeit fahren?

Im Allgemeinen raten wir aus Sicherheitsgründen dazu, sich für den Aufenthalt in Kapstadt einen Mietwagen zuzulegen und so weit es geht auf öffentliche Verkehrsmittel zu verzichten.

Trotz alledem hier ein paar Infos zum öffentlichen Nahverkehr in Kapstadt:

Mini-Bus

Mini-Busse finden Sie in ganz Kapstadt und Umgebung. Einen Fahrplan gibt es allerdings nicht. Sobald Sie einen Mini-Bus sichten winken Sie ihn einfach per Handzeichen heran. Erst einmal gestoppt fragen Sie den Fahrer wohin die Fahrt denn geht. Eindeutiger Vorteil der Mini-Busse: unschlagbaren Preise. Großer Nachteil: riskante Fahrweise und schlechte Wartung der Busse. Also: lieber drauf verzichten. Zu hohes Sicherheitsrisiko.

Rikkis

Wer lieber vor der Tür abgeholt werden möchte und sich ein teures Taxi sparen will, für den ist "Rikkis" die beste Alternative. Auch hierbei handelt es ich um ein Sammeltaxi, allerdings ein zuverlässigeres. Per Telefon bestellen Sie Rikkis zum gewünschten Abholort. Sie können sich also durchaus vor Ihrer Haustür aufsammeln lassen. Auf dem Weg zum Zielort werden dann andere Leute eingesammelt, so dass es z. T. zu einer längeren Fahrt kommt. Die verlängerte Fahrtzeit zahlt sich aber wieder dadurch aus, dass man lustige Leute kennenlernt und immer wieder Überraschungen erleben kann. Eine Praktikantin ist durch eine Bekanntschaft aus dem Rikki-Taxi beispielsweise mal zu einer kostenlosen Museeumstour gekommen. 

Taxis

Neben den Mini-Bussen und Rikkis gibt es in Kapstadt natürlich auch reguläre Taxis. Diese berechnen pro km zwischen 8-10 Rand , sind aber nachts die einzige Alternative zum eigenen Auto.

10. Was für Freizeitmöglichkeiten gibt es in Kapstadt?

Kapstadt zählt zu den schönsten Städten der Welt und bietet aufgrund der einmaligen Lage die vielfältigsten Möglichkeiten seine Freizeit zu gestalten.

Die Waterfront oder die Long Street bieten zahlreiche Einkaufs- und Shoppingmöglichkeiten. Für kulturell Interessierte gibt es Galerien und Museen. Sportbegeisterte kommen auf keinen Fall zu kurz: surfen, tauchen, schwimmen, klettern, wandern, reiten, Tennis, Golf – es gibt in Kapstadt eigentlich alles was das Sportlerherz begehrt. Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen Strände, die zum Sonnenbaden einladen.