Praktikumsbericht von der wunderschönen Insel Bali: Teil 5


Nachdem der Regen endlich aufhörte, konnten wir unseren Trip zu den Wasserfällen fortführen. Der Weg führte an schmalen Straßen und sehr steilen Abhängen vorbei. Aufgrund meiner Höhenangst, hatte ich die Fahrt über etwas Panik. Schlussendlich hat es sich aber - für das was ich im Nachhinein zu sehen bekam - gelohnt.

Die drei versteckten Wasserfälle

Zuerst ging es zu Fuß wieder an verschiedenen Reisterrassen vorbei, dann ein paar steile Treppen hinunter und schließlich durch das Gewässer. Hierbei musste man echt aufpassen, dass man nicht ausrutscht. Denn durch die Strömung und den glitschigen Steinen, war das nicht so einfach. Ich war zuvor noch nie an einem Wasserfall gewesen und jetzt sah ich gleich drei auf einmal. Tipp: Das Beste war, dass wir die Einzigen dort waren. Denn die Sekumpul Wasserfälle, sind bei Touristen recht unbekannt. Also hieß es: ausziehen, Badesachen an und rein ging es. Somit sah ich nicht nur zum ersten Mal einen Wasserfall, sondern ich war auch in einem schwimmen.

Eine Übernachtung in den Bergen

Als wir von den Wasserfällen wieder kamen, wurde es langsam dunkel. Natürlich wollte keiner mehr diesen langen Weg zurückfahren. Also entschlossen wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit zu suchen. Als wir recht schnell eine fanden, saßen wir noch ein wenig beisammen, bevor es zu Bett ging.

Am nächsten Morgen wurden wir mit einer Kaffeeverkostung und einem kleinen Frühstück empfangen. Und das alles mit einer traumhaften Aussicht. Tipp: Zudem wurde von der Inhaberin der berühmte Luwak Kaffee (Kopi Luwak - Katzenkaffee) verkauft. Dieser gilt als teuerste Kaffeesorte der Welt und stammt einzig und allein aus Indonesien. Das besondere oder vielleicht auch bizarre daran ist, dass dieser Kaffee aus den ausgeschiedenen Kaffeekirschen der sogenannten Schleichkatze entstehen, die diese zuvor futterte. Das verleiht dem Kaffee den wohl einzigartigen Geschmack. Ich habe dort ein paar kleine Päckchen gekauft, um diese dann an meine Kaffeeliebhaber in Deutschland zu verschenken.

Die Nordküste

Nach unserem Frühstück folgten wir wieder unserem persönlichen Reiseführer. Dieser fuhr mit uns durch Singaraja. Das ist die alte Hauptstadt von Bali und liegt an der Nordküste. Nach Denpasar, der heutigen Hauptstadt, ist Singaraja die zweitgrößte Stadt von Bali.

Im Anschluss ging es weiter zum Lovina Beach. Der Ort bietet für Urlauber Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten. Zudem besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, vor allem bei einer Bootstour in den Morgenstunden, Delfine zu beobachten. Wir machten allerdings nur eine kurze Schwimmpause.

Die Rückfahrt

Nach der Entspannung in den heißen Quellen, war es nun auch schon wieder fast Nachmittag, sodass wir den Rückweg ansteuerten. Zunächst sind wir Straßen entlang gefahren, die eigentlich keine waren. Vielleicht sollte man nicht immer ganz auf Google Maps vertrauen. Als wir uns wieder auf richtigen Straßen befanden, sind wir an verschiedenen Seen vorbei gekommen, an denen wir kurz hielten, um die Aussicht zu genießen.

Eigentlich stand auch ein Besuch im Ulun Danu Batur Temple mit auf der Liste. Da wir aber wieder komplett in den Süden mussten und recht spät aus dem Norden losfuhren, schafften wir es natürlich nicht mehr rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit da zu sein. Wir hielten auf dem Rückweg trotzdem kurz an und hatten einen kurzen Einblick von draußen. Gegen 21 Uhr war ich dann in meiner Unterkunft. Ich glaube innerhalb eines Wochenendes, kann man kaum mehr von der Insel gesehen haben.