Praktikum im Surfmagazin mit eigener Fotoausstellung

Praktikum

Während meines Praktikums arbeitete ich hauptsächlich als Fotografin. Ich machte Bilder von verschiedenen Events über die die Zeitung, bei der ich gearbeitet habe, berichtet hat. Diese Bilder habe ich dann einschließlich editiert. Außerdem dürfte ich auch viele Artikel schreiben z.B. interviewte ich unter anderem einen Kitesurfer und schrieb Reviews über sehr leckere Restaurants.

Überall sehr leckeres Essen

Und da wir schon beim Essen sind: Ja das Essen in Indonesien ist wirklich sehr lecker! Am liebsten hab ich “Sate Ayam” (also gegrilltes Hänchenfleich mit einer Erdnusssoße) und “Sticky Rice” gegessen. Außerdem habe ich oft frische leckere Früchte wie Papaya, Ananas und Bananen gegessen. Die Bananenpfannkuchen, die ich auf Lombok (einer Nachbarinsel von Bali) probierte, waren unvergesslich!

Unterkunft

Was die Unterkunft betrifft, wohnte ich einen Monat in einem Apartment in Denpasar, welches mir die balinesische Ansprechpartnerin von Studentsgoabroad ausgesucht hatte. Nach einem Monat zog ich dann in eine Studentenvilla nach Kerobokan und wohnte dort mit einem Deutschen und Tschechen zusammen. Die Villa hatte unter anderem ein Pool im Garten ;).

Kultur

Was die Kultur betrifft, davon bekommt man eher weniger mit, wenn man in den Touristengebieten bleibt. Um die balinesische Kultur zu erkunden, muss man mit dem Scooter nach Norden fahren, wo es weniger Touristen gibt. Dort kann man durch Dörfer fahren, in denen es nur Einheimische gibt, die von weißen Europäern wie mir sehr fasziniert waren. Das größte Erlebnis war allerdings als ich den “Mount Rinjani” (3,726 m) in drei Tagen bestieg. Es waren zwar wahrscheinlich die drei anstrengendsten Tage in meinem Leben, aber ich weiß, dass ich mich noch in vielen Jahren an diese Tour erinnern werde! 

Meine eigene Fotoausstellung

„Was hältst du deiner eigenen Fotoausstellung am Ende deines Praktikums, Viki?!“

Mit seiner typischen Entspanntheit schlug mir Piping, der Chef des Surfmagazins, nach einer Ausstellungs-eröffnung vor, auch meine eigenen Fotos ausstellen zu können.

Am Anfang war ich ziemlich unsicher, ob ich allein so ein großes Projekt stämmen könnte, aber Piping mit seiner für Bali typisch positiv- relaxten Einstellung überzeugte mich und ich vergaß schnell meine Zweifel. 

Er gab mir eine Woche Bedenkzeit, dann hatte ich mich entschieden! Noch am selben Tag stellte er mich den Fotografen der PhotoArt Community vor.

Der erste Schritt meiner Ausstellung

war die Planung meines „previews“, was schon eine Woche später stattfand. Dort habe ich meine besten Fotos den Fotografen in der PhotoArt Community vorgestellt. Die Reaktion auf meine Fotos war leider nicht der pure Enthusiasmus. Sie fanden die Fotos sogar langweilig. Sie hatten einfach schon zu viele Fotos von balinesischer Landschaft und balinesischen Stränden gesehen. Ich war sehr stolz auf diese Bilder! Mein Fotografenherz war geknickt nach dieser harten Kritik. Die Fotografen haben mich daraufhin ermutigt, ein spezielles Thema für die Ausstellung zu finden.

Von nun an sollten balinesische Kinder im Fokus meiner Linse stehen, denn sie können am besten die balinesische Lebensart repräsentieren, beeinflusst und unbeeinflusst Kontrast vom Massentourisumus. Die PhotoArt Community hat zwei weitere Fotografinnen zur Fotoausstellung eingeladen. Vanessa aus Neuseeland und Eva aus Ungarn, die beide sofort einverstanden waren. Drei Travellerinnen aus drei verschiedenen Ländern/Kulturen zeigten aus ihrem Blickwinkel bzw. aus ihrer Linse, was sie auf Bali entdeckten.

Während des ersten großen Treffens

wurde der Termin und die Kosten der Ausstellung diskutiert. Wir drei Fotografinnen bekamen drei Wochen Zeit für die Erstellung der Fotos für die Ausstellung. Das gab mir die Chance, quer über die Insel zu reisen, um die Vielfältigkeit der Kinder in diesen Orten festzuhalten. Ich war in Tabanan, Tenganan, im Waisenhaus in Denpasar und am Strand von Kuta. Popo, ein Fotograf der Fotografen-Community hat mich sogar nach Kintamani begleitet, wo ich Kinder an steilen Hängen mitten in den Bergen beim Gras schneiden fotografieren konnte. Das Gras sollte die Rinder der Familie sein. Ich konnte viele Unterschiede entdecken und auf meinen Fotos festhalten, wie Kinder auf der Insel leben. Einige Kinder verkaufen Armbänder am Strand, andere arbeiten in den Bergen oder helfen ihren Eltern, andere spielen einfach mit Müll. Ich durfte erfahren, dass balinesische Kinder nicht viel benötigen, um glücklich zu sein. Das wichtigste für Balinesen ist die Familie und treue Freunde.

Die Fotoauswahl

Mit der Hilfe von der Foto-Community trafen wir die Fotoauswahl, bearbeiteten die Fotos und einigten uns auf die Größe und das Format, in dem wir die Fotos ausdrucken wollten. Ich entschied mich für zwei Themenbereiche mit jeweils sieben Bildern: arbeitende und spielende Kinder. Ich wollte verdeutlichen, dass Kinder eigentlich Spielen statt arbeiten sollten. Dazu habe ich die Fotos auf drei riesige Würfel aufgeklebt.

Ich verbrachte viele Abende und Nächte in der Community. Wir sprachen über Fotografie, aßen, lachten und tranken zusammen – ich fühlte mich als Teil einer großen Familie. Von Anfang an bis zum letzten Tag war ich verantwortlich für verschiedenste Aufgaben: Fotos drucken, Banner und Kataloge designen und auch mal für die Verpflegung des gesamten Teams sorgen. Dabei unterstützte mich das Team in allen Belangen, wofür ich ihnen sehr dankbar bin. Für uns wäre es fast unmöglich gewesen, ohne die professionelle und mentale Hilfe der Fotografen eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen.

Die Eröffnung der Ausstellung

Die Eröffnung war im August 2014 und der Abend war ein einziger Erfolg! Mehr als Hundert Menschen kamen, um unsere Fotos anzuschauen. Es war ein unglaubliches Gefühl, zu sehen, wie die Leute sich meine Fotos anschauten. Die familäre Atmosphäre wurde abgerundet durch einen Auftritt von Rizal & Rasendriya. Ich weiß, diesen Abend werde ich in meinem Leben nie vergessen!

Als ich nach Bali flog, konnte ich mir nicht vorstellen, meine eigene Ausstellung zu organisieren. Es war eine komplett neue und bereichernde Erfahrung. Ich schätze die großartige Zusammenarbeit und bedanke mich für die Hilfe in den letzten Wochen.