Praktikum bei einer Reiseagentur in Kapstadt


In Kapstadt angekommen wurde ich vom Flughafen abgeholt und sofort zu meiner Gastfamilie in das Viertel Bo Kaap gebracht. Die Fahrt war sehr angenehm und ich habe bereits erste Geschichten von diesem wunderschönen Land und dessen Geschichte erfahren.

Bo Kaap ist auch bekannt als das Viertel der Kapmalayen. In diesem Teil Kapstadts wohnen fast ausschließlich Muslime, so auch meine Gastfamilie. Meine Gastfamilie ist ein wichtigster Faktor, warum meine Zeit so unbeschreiblich war. Von der ersten Sekunde an habe ich mich in dieser Familie gefühlt, als ob ich zu Hause angekommen wäre. Ich wurde dort sofort herzlich aufgenommen. Es war sehr interessant eine neue Kultur und Religion kennen zu lernen. Meine Gastfamilie war immer um mein Wohlergehen und meine Sicherheit besorgt. Auch jetzt habe ich noch Kontakt zu ihnen und ich vermisse sie sehr.

Sobald man in Kapstadt angekommen ist, merkt man, wie freundlich die Bewohner Südafrikas sind und dass ihre Kultur sehr offen ist. Schnell wurde es zu meiner Gewohnheit mit Kassiererinnen im Supermarkt oder Busfahrern einen Small Talk zu halten. Viele Kulturen und Nationen kommen hier zusammen und trotzdem oder grade dadurch verspürt man sehr viel Herzlichkeit und Wärme und lernt immer neue Menschen kennen die pure Lebenslust versprühen und durch ihre ansteckende Freundlichkeit in Erinnerung bleiben. 

Besonders faszinierend war für mich die Vielseitigkeit dieser Stadt. Man kann am Wochenende oder nach der Arbeit am Strand oder bei einem Konzert im botanischen Karten entspannen. Für die sportlich Aktiven gibt es mehrere Berge auf die es sich definitiv hochzuwandern. Der Tafelberg und der Lions Head waren meine Favoriten. Von dort oben hat man eine unglaubliche Aussicht auf die Stadt. Auch die Adrenalin Junkies kommen hier nicht zu kurz. Ich habe eine 3 Tages Safari entlang der Garden Route mitgemacht. Innerhalb dieser 3 Tage kommt man den großen 5 (Elefanten, Nashörnern, Büffel, Löwen und Leopard) hautnah erleben. Das Highlight dieser Tour war der Adrenalinstoß beim Bungeesprung von der Bloukrans Brücke.

Während meiner Zeit in Kapstadt habe ich in einer Tourismusagentur gearbeitet. Dort habe ich zusammen mit meinen 5 Kollegen Safaris und Tagesausflüge gebucht und organisiert. In den ersten Wochen habe ich mit kleineren Arbeiten angefangen, um das Unternehmen und die Angebote kennenzulernen.

Nach einer Eingewöhnungszeit habe ich den Job der jetzigen Managerin übernommen. Dadurch habe ich viele neue, interessante Aufgaben bekommen. Zum einen habe ich mich um den Kontakt mit Kunden und Agenten gekümmert. Ich musste Aktivitäten bei verschiedenen Veranstaltern buchen und die Guides die unsere Touren begleiten organisieren. Mein Fazit 6 Monate Kapstadt? Die beste Entscheidung meines Lebens! Ich habe diese Reise nicht eine Sekunde bereut und würde es immer wieder tun. Kapstadt ist zu meiner zweiten Heimat geworden. Sogar an die afrikanische Gelassenheit kann man sich gewöhnen. Ich habe dort so viel Neues kennengelernt und habe mich selbst weiterentwickelt. Ich werde definitiv zurückkehren.