Ich in Neuseeland!


Auf Students Go Abroad bin ich zufällig im Internet gestoßen und hab auch gleich in deren Datenbank herumgestöbert. Wie die meisten, war ich auf der Suche nach einem Praktikum im Ausland. Für mich kam immer nur ein englischsprachiger Arbeitsplatz in Frage. Bald habe ich auch Kontakt mit ihnen aufgenommen und meine Wünsche angegeben. Nach der Auswahl des Landes wurde ich Monique, einer Mitarbeiterin aus Neuseeland, per E-Mail vorgestellt. Sie ist sehr nett und hat sich in den folgenden Monaten auch richtig angestrengt ein Praktikum für mich zu finden, dass mir und meinem Studium auch gerecht wird. Nachdem ich sehr wählerisch bin und eine recht eigenwillige Studiumskombination habe war das sicher nicht immer leicht. Schließlich einigten wir uns auf eine Stelle bei einem Hop On, Hop Off Busunternehmen in Neuseeland und ich sollte diese Wahl auch nicht bereuen.

Ende Februar war es dann soweit. Ich kam in Neuseeland an, ohne fixe Unterkunft, ohne Handy und ohne Bankkonto. Zum Glück ist es auf der Insel recht einfach, an all das zu kommen. So fand ich am ersten Tag gleich eine Wohnung, eröffnete in den folgenden Tagen auch ein Bankkonto und besorgte mir ein Wertkarten Handy. Too easy, wie man hier sagt! Monique unterstützte mich mit den Formularen der Steuernummer, damit ich wusste, was ich auszufüllen habe. Außerdem hat sie mich mit dem Bussystem vertraut gemacht hat, und so kam ich auch sicher bei meinem Arbeitsplatz an.

An meinem ersten Arbeitstag wurde ich sehr freundlich von allen Mitarbeitern bei dem Busunternehmen empfangen. Nachdem ich nun schon einige Zeit in Neuseeland bin, kann ich mit Sicherheit sagen, dass man mit allen sehr gut zusammenarbeiten kann und sie sogar zu richtigen Freunden werden mit denen man die eine oder andere Party bis spät in die Nacht feiert.

Gleich zu Beginn wurde ich auf eine 6 Tages Nordinseltour geschickt, um das Produkt kennen zu lernen. Auf dieser Reise hatte ich sehr viel Spaß und auch einiges erlebt. Unterkunft und Aktivitäten waren für Interns gratis. Deswegen habe ich auch so viele Dinge wie möglich gemacht wie z.B. Bungeejumping, Höhlenforschen, Speedboat fahren und Abseilen um nur manche zu nennen! Außerdem kam ich genau zur richtigen Gezeit an, wo es möglich ist, sich im „Hot Water Beach“ seine eigene warme Quelle zu graben und von dieser aus das Meer zu beobachten.  Nachdem das Management netter nicht sein könnte, bekommt man die Busreisen kostenlos. Somit ermöglicht dieses Praktikum, möglichst viel von Neuseeland zu sehen! Ausserdem lernt man das Produkt vor und hinter den Kulissen kennen, was eine wichtige Erfahrung für jeden ist, der gerne einmal im Tourismus oder Marketingbereich beschäftigt sein will.

Am Wochenende hat man Zeit, Auckland und Umgebung zu erkunden und hier gibt es auch einiges zu entdecken. Das beste Erlebnis hatte ich über Ostern, wo ich mit dem STRAY-Bus hinauf an die Nordspitze zum 90 Mile Beach gefahren bin. Hier durfte ich günstiger Skydiven und eine Bootsfahrt mit Übernachtung mitmachen. Jeder der zumindest schon mal Bilder von der Bay Of Island gesehen hat, weiß was für eine fantastische Aussicht mich hier während meines Sprungs erwartet hat. Auf dem Boot wurde gefischt, gegrillt und in der Nacht gekajakt und gebadet. Ein unvergessliches Ereignis, im Mondschein in Neuseeland von einem Boot zu springen, umgeben von vielen Inseln, glitzerndem Wasser und sternenklarem Himmel.

Die Arbeit an sich ist meistens recht abwechslungsreich, die Betreuung kompetent und dann zur Stelle, wenn explizit nachgefragt wird. Dadurch hat man sehr viele Freiheiten und kann Vorgänge selbst herausfinden. Ausserdem wird ein Praktikumshandbuch zur Verfügung gestellt, indem man bei Unsicherheiten immer nachlesen kann. Generell  kann ich in vielen Bereichen mitwirken und habe das Gefühl dass ich gebraucht werde und Teil des Systems bin.

Abschließend kann ich sagen, dass ich es nicht bereut habe, dass mir Students Go Abroad dieses Praktikum vermittelt haben, und das meine Erwartungen von der Arbeit noch übertroffen wurden. Am Anfang hatte ich die Befürchtung, dass ich sowieso nicht viel von Neuseeland sehen werde und nur Auckland und Umgebung zu sehen bekomme. Das Busunternehmen ermöglicht mir jedoch sowohl während als auch nach der Arbeitszeit, günstig, bequem und in netter Gesellschaft, das Land zu erkunden und unvergessliche Aktivitäten zu machen.