Freiwilligenarbeit in einer Schule in Quito


Ich habe 8 Wochen Freiwilligenarbeit in Ecuador gemacht. Ich wollte eigentlich an der Küste in einem Naturschutzprojekt arbeiten, aber als ich ankam und die Organisatorin vor Ort gemerkt hat, dass ich kein Wort Spanisch spreche, hat sie mir vorgeschlagen dass ich auch in einem Projekt in Quito arbeiten könnte, da zu der Zeit noch ein anderer Freiwilliger aus Deutschland da war der mir dann Spanischunterricht gegeben hat. So habe ich dann in einer Schule in Quito gearbeitet.

Die Arbeit in der Schule

Ich habe bei einer Gastfamilie gelebt, mit dem anderen Freiwilligen aus Deutschland und zwei Freiwilligen aus den USA. Insgesamt waren wir zu acht in der Wohnung, da die Gastfamilie auch noch 2 Kinder hat. Es hat aber sehr viel Spaß gemacht da zu wohnen, wir haben viel im Haushalt mitgeholfen, also auch mal gekocht oder beim Putzen geholfen. Der andere Freiwillige aus Deutschland hat in der Schule wo ich dann auch gearbeitet habe Englisch unterrichtet. Das wollte ich aber nicht so gerne machen, da ich so gut wie kein Spanisch konnte. Es war auch sehr schade, es gibt sehr viel zu tun in dieser Schule, aber es ist kein Geld da um etwas zu tun. Ich habe z.B. mit dem anderen Deutschen die Spielgeräte auf dem Schuleigenen Spielplatz neu gestrichen. Und ich habe auch an der Schaukel, wie es hier in Deutschland ist, Reifen vergraben um beim Schaukeln den Rückstoß abzufedern. Die Kinder haben sich darüber auch sehr gefreut. Sie haben dann alle erstmal nur noch davon gesprochen, wie viel schöner es jetzt wäre zu schaukeln, da es nicht mehr weh tut wenn man auf dem Boden aufkommt. Da habe ich dann gemerkt, dass man nicht immer große Dinge ändern muss, sondern dass es manchmal reicht, wenn man Kleinigkeiten ändert. Ansonsten hat es wirklich Spaß gemacht mit den Kindern zu arbeiten und zu spielen, auch wenn es teilweise anstrengend war. Aber die Kinder waren sehr aufgeweckt und auch interessiert neuen Sachen gegenüber. Ich habe auch einen Ausflug mit der Schule auf den El Panecillo, einen Hügel mitten in Quito, gemacht. Auf diesem Hügel steht die „Virgin of Quito“, eine Engelsstatue, von der man fast komplett über die Stadt schauen kann.

In meiner Freizeit habe ich Ecuador erkundet

Ich habe auch sehr viel unternommen in Ecuador, es gibt sehr viele sehenswerte Sachen in und um Quito verteilt, z.B. ist knapp eine halbe Stunde von Quito entfernt der Äquator, wo es auch ein sehr sehenswertes Museum gibt. Man kommt in Ecuador mit dem Bus fast überall hin und die Bustickets kosten nicht viel. Vor allem bei den Bussen in Quito ist es ein sehr großer Unterschied zu den Bussen in Deutschland, aber man gewöhnt sich recht schnell dran. Und wenn Sie Bedenken wegen der Sicherheit haben sollten dort in Ecuador, also zumindest in Quito ist das gar kein Problem. Ich war nicht in Guayaquil, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Aber in Quito ist sehr viel Polizei unterwegs und man sieht generell recht viel Sicherheitspersonal. Zwar sollte man sich speziell vor Taschendieben in den meist überfüllten Bussen in Acht nehmen, da kann es schnell mal passieren dass das Geld oder die Kamera weg sind.

Ecuador ist aber wirklich sehr sehenswert, ich war an der Küste und wenn man von Quito an die Küste fährt, kommt man quasi durch drei Vegetationszonen durch, zum einen um Quito rum mit Graswiesen und kleinen Wäldern, also wie hier in Deutschland, dann kommt man durch den Regenwald, wo alles bewaldet ist und es auch um einiges heißer als in Quito ist und dann in die Küstenregion, wo es nochmal heißer wird und die Landschaft ist nur noch karg.

Fazit

Ich kann jedem nur empfehlen nach Ecuador zu reisen, da das Land wirklich sehenswert ist, die Leute sind sehr nett, das Essen ist nach meinem Geschmack wirklich lecker. Und die Kultur dort ist auch sehr sehenswert. In Quito gibt es auch wirklich schöne Parks und auch sehr schöne Einkaufszentren, aber ich empfehle auch jedem einen der traditionellen Märkte zu besuchen. Märkte wo man traditionelle Waren und anderes kaufen kann gibt es fast überall. Einer der bekanntesten ist in Otavalo, außerdem gibt es auch in Quito große Märkte, wo man so ziemlich alles kaufen kann. Man sollte allerdings bedenken, dass in Ecuador kaum jemand Englisch spricht, also man kommt vor allem in Quito auch mit Englisch weiter, aber ansonsten ist es sinnvoller mit Spanischkenntnissen dorthin zu reisen.