Freiwilligenarbeit in einem Waisenhaus in Quito


Ja, nach 3 Monaten nenne ich dieser Kinder schon „meine Kinder“, weil sie es einfach sind. Ich habe 3 Monate Freiwilligenarbeit in der Fundacion Remar in Quito gemacht, ein Waisenhaus, welches gleichzeitig eine Schule für insgesamt 3 Waisenhäuser ist. Ich habe als Lehrer in der 4. Klasse assistiert, in der die Kinder zwischen 8 und 13 Jahren alt waren. Ich habe jeden Tag von 8 bis 1 Uhr nachmittags den Lehrern assistiert und ab und zu Englisch unterrichtet. Mein Hauptjob war es aber einfach nur für die Kinder da zu sein. Jeden Nachmittag bin ich dann zum Waisenhaus zurückgefahren und habe mit den Kindern gespielt. Es gibt kein schöneres Gefühl als am Eingang von 4 Kindern gleichzeitig empfangen und umarmt zu werden, die dir unbedingt erzählen wollen, was sie während meiner Abwesenheit zur Mittagspause so alles gemacht haben.

Die Gastfamilie, bei der ich gewohnt habe, war super. Ich gehörte schon fast zu Familie. Sie haben sich immer um mich gekümmert, mich dazu ermutigt, das Land zu erkunden und sich immer um mich gekümmert, wenn ich Heimweh hatte. Eine bessere Gastfamilie lässt sich kaum finden. Am Wochenende bin zu anderen Orten in Ecuador gereist, um so viel wie möglich vom Land kennenzulernen. Meistens bin ich mit anderen Freiwilligen gereist und ich denke ich kann jetzt sagen, dass ich alles von Ecuador gesehen habe. Ich habe alle Teile der Anden gesehen, habe am Strand den Surfern zugeschaut, habe eine 5 Stunden Wanderung durch den Amazonas und einen 8 Tages Ausflug zu den Galápagos Inseln gemacht.

Insgesamt war ich 4 Monate in Ecuador, habe für einen Monat Spanischunterricht genommen und 3Monate Freiwilligenarbeit geleistet. Das waren die besten 4 Monate meines Lebens, aber auch auch die hartesten. Obwohl ich meine Familie jeden Tag vermisst habe, bereue ich keine Sekunde.

Ecuador ist ein wunderschönes Land. Auf nur sehr kleinem Gebiet befindet sich das Amazonas Areal, die Anden, die Küste und die Galápagos Inseln. Abgesehen von der Zeit, die ich mit den Kindern verbracht habe, war der Besuch der Galápagos Inseln der Höhepunkt der Reise. Mit Seelöwen zu schnorcheln und Albatross Jungtiere aus einem Meter Entfernung zu sehen, ist einfach ein unglaubliches Erlebnis. Ein anderes Erlebnis, was ich nie vergessen werde, ist der Nachmittag, an dem wir einen Film im Waisenhaus angeschaut haben. Die Kinder waren wie hypnotisiert: eines saß auf meinem Schoss und 2 andere lehnten sich an mich. Ich war wie von Liebe umgeben. Sie werden immer meine Kinder bleiben.

Falls du dich fragst, ob du dich wirklich für eine Freiwilligenarbeit in Ecuador bewerben sollst: Tu’s! Du wirst es nicht bereuen.