Freiwilligenarbeit an einer NGO und privaten Schule in Bali


Das Erlebnis beginnt

Ich Jana, 19 Jahre alt, habe gerade mein Abitur abgeschlossen. Bevor ich mich ins Studium und danach in die Berufswelt stürze, will ich gerne noch etwas erleben und Erfahrungen sammeln. Da ich gerne Im sozialen Bereich studieren möchte und dafür eine solche Freiwilligenarbeit optimal ist, habe ich mich entschieden, einen Monat auf Bali als Volontär zu arbeiten.

Im Vorfeld lief alles etwas chaotisch ab aber am Flughafen wurden wir wie versprochen pünktlich abgeholt und zu unserer Villa nach Canggu gefahren, doch dort angekommen war diese verschlossen und wir musste noch eine weitere Stunde mit dem Fahrer herumfahren. Das war mir nach ca. 30 Stunden ohne Schlaf und den neuen Eindrücken, besonders den Eindrücken bezüglich des Straßenverkehrs, eindeutig zu viel.

Als wir nun endlich die Zimmer beziehen durften, war ich zuerst schockiert, doch im Nachhinein froh dieses Zimmer bekommen zu haben. Es ist eben nicht mit den deutschen Standards zu vergleichen.

Am nächsten Tag bekamen wir von dem Organisationsteam Besuch und somit auch einen Roller und eine Simkarte. Jedoch hätten wir uns das am Vortag schon gewünscht, da wir noch keine Orientierung in der neuen Umgebung hatten. Zu unserem Glück waren die anderen Hausbewohner ebenfalls aus Deutschland und konnten uns somit am Anfang ein wenig helfen.

Jetzt kann die Freiwilligenarbeit starten

Nach dem ersten Wochenende habe ich mich so langsam an das Leben und die Hygiene auf Bali gewöhnt, und wir konnten in unseren ersten Arbeitstag starten.Wir arbeiten in zwei verschiedenen Schulen. Zu einem in der Privatschule Sekolah Kirsten kalam Kudus und zum andere in der Pelangi Kasih Schule. In beiden schulen wurde ich herzlichst begrüßt und aufgenommen. Es hat sehr viel Spaß gemacht mit den Kindern zu arbeiten und deren

Freude über Hilfestellungen beim lernen zu sehen. Es gab Unterschiede zwischen den Schulen. Die Kinder, welche aus ärmeren Familien stammen, waren viel dankbarer und freuten sich sehr über kleine Mitbringsel, wie Süßigkeiten oder Spiele.

In der Privatschule unterrichtete ich Kinder im Alter von 3 Jahren. Diese hatten zwar schon Englisch Unterricht, konnten jedoch nur Wörter wie "sit down" oder ähnliche Aufforderungen verstehen. Ich sprach dann einfach Englisch und sie mit mir Indonesisch, welches trotz völliger Ahnungslosigkeit funktionierte.

Ein Unterschied wie Tag und Nacht

In der anderen Schule waren schon ganz andere Lernbedingungen gegeben. Die Schule war sehr klein und hatte keine Klimaanlage, welches an manchen Tagen unerträglich war. Der Unterricht fand hauptsächlich auf Indonesisch statt. Ich konnte den Kindern trotzdem beim schreiben und rechnen helfen. Eine halbe Stunde der Unterrichtszeit unterrichtete ich dann Englisch, da die Lehrer kaum Englisch sprachen. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei. Obwohl die Kinder in dieser Schule schon 6 Jahre alt waren, waren ihre englisch Kenntnisse auf dem gleichen Stand wie die der 3 Jahre jüngeren Kinder auf der anderen Schule.

Da unsere Arbeitszeiten montags bis Freitags von 8-14 Uhr waren, hatten wir in der restlichen Zeit frei um die Insel zu erkunden.

Montags und Freitags gingen wir noch freiwillig mit ins Waisenhaus, um dort mit den Kindern zu spielen. Trotz Verständigungsproblemen hatten wir eine Menge Spaß.

Jederzeit wieder

Ich würde trotz den anfänglichen Schwierigkeiten jederzeit wieder einen freiwilligen Monat auf Bali machen. Alleine schon die Kultur und die Landschaft, sowie die Erfahrungen die man während eines normalen Urlaubes nicht sammeln kann, sind eine Reise Wert. Gerne wäre ich noch ein paar Wochen länger geblieben. Ich würde jedem so eine Erfahrung weiterempfehlen, der sich gerne mit Kindern beschäftigt und Spaß daran hat ihnen etwas beizubringen.