Mein Praktikum in Irland

Gastfreundschaft pur!

Mein Praktikum in Irland hat mir sehr gut gefallen. Meine Gastfamilie bestand aus Mutter und Sohn, die sogar beide für diese Firma gearbeitet haben. Sie waren stets sehr nett zu mir und wir haben viel gequatscht und gelacht. Ab und zu habe ich sogar mal ein paar Freunde eingeladen, wo wir dann gemeinsam Karten gespielt oder uns Fotos von unseren Ausflügen angeschaut haben. Sehr positiv fiel mir auf jeden Fall bei den Iren auf, dass sie außerordentlich gastfreundlich sind und es einen großen Familienzusammenhalt gibt. 

Mein Praktikum

Der eigentliche Grund für meinen Aufenthalt war natürlich das Praktikum, welches ich bei einem Hostel-Vermittler absolviert habe. Die Firma spezialisiert sich auf Reservierungen für Hostels, Gasthäuser uvm. Man bucht sich ein Zimmer oder ein Bett, tätigt online eine Anzahlung von 10 % (Vermittlungspauschale für die Firma) und die restlichen 90 % werden dann ganz einfach beim Einchecken am Empfang bezahlt. Eine simple und faire Möglichkeit, sich weltweit kostengünstige Unterkünfte zu organisieren.

Meine Aufgabe war die Betreuung der Hostel-Besitzer für Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen, Georgien, Ukraine und Kanada. 

Die Aufgabe an sich war nicht so aufregend und spannend, aber es war okay. Trotzdem muss ich sagen, dass mich die Arbeit dort sehr bereichert hat. Ich arbeitete mit Outlook und einem englischsprachigen Programm. Außerdem telefonierte ich hin und wieder mit unseren Kunden, wo ich meine Englisch-Kenntnisse anwenden konnte. Das Unternehmen war sehr international. Neben Iren arbeiteten auch viele Deutsche, Spanier, Franzosen, Italiener uvm. Von daher konnte ich dort nicht nur mein Englisch anwenden, sondern auch verhindern, dass mein Französisch während der schulfreien Zeit all zu sehr einstaubt.

Ich habe festgestellt, dass sich die Arbeitsmoral in Irland ein klein wenig von der deutschen unterscheidet. Zwar laufen alle Arbeitsprozesse auch in geregelten Bahnen ab und alles hat auch seine Ordnung. Doch die Arbeit in Irland ist weitaus weniger stressig. Ich hatte genügend Zeit für meine Aufgaben, die Kollegen und Vorgesetzten waren nicht so penibel wie in Deutschland und man wurde auch nicht gleich einen Kopf kürzer gemacht, wenn man mal fünf Minuten später zur Arbeit erschien. Alle Kollegen waren sehr freundlich und waren wie eine große Familie für mich. Wir hatten alle viel Spaß während der Arbeit und in den Pausen und den einen oder anderen Freitag kehrten wir auch mal alle zusammen zum Feierabend im benachbarten Pub ein, wo wir die Woche bei einem frisch gezapften Guinness ausklingen ließen.

Durch die Organisation habe ich auch sehr viele Leute kennengelernt. Zum einen bekam ich per E-Mail eine Liste mit den Kontaktdaten von den Leuten, die zurzeit auch über diese Firma ein Praktikum in Dublin absolvieren. So konnte ich mit denen einfach in Kontakt treten und verabreden. Zum anderen hat auch die Firma Ausflüge organisiert. Auch auf diesem Wege lernte man neue Leute kennen, mit denen man sich dann auch öfters mal traf. 

Freizeit in Irland

Wer die irische Kultur mag, der wird Dublin lieben. Es gibt jede Menge Pubs, wo so gut wie jeden Tag irische Live-Musik gespielt wird. Doch nicht das dicke Portmonee vergessen, denn Guinness, Austern, Irish Stew und co. kosten dort nicht gerade wenig. Das Schöne an Dublin ist außerdem, dass man viele Attraktionen einfach zu Fuß erreichen kann. Nach einem Besuch in der Guinness-Brauerei kann man entlang des Flusses „Liffey“ zum Trinity College schlendern, sich mit der Molly-Malone-Statue fotografieren lassen. Zum shoppen laden die Henry Street und die O’Connell Street ein. An jeder Ecke gibt es Souvenir-Shops, wo man alles findet, was das irische Herz begehrt. Wer sich für Kunst und Kultur interessiert, kann sich die Irische Nationalbibliothek ansehen oder in eines der zahlreichen Museen gehen. Lust auf ein bisschen Open-Air-Live-Musik? In der Grafton Street spielen jeden Tag dutzende Straßenmusiker. Und wenn man mal dem Großstadt-Trubel entfliehen will, kann man im St. Stephen’s Green oder im Phoenix Park ein Picknick machen. Oder man fährt mit der DART (Zug) auf Dublins herrliche Halbinsel Howth, um eine Wanderung zu unternehmen.

Natürlich erkundete ich mit meinen Freunden auch die Grüne Insel. In Dublins zentral gelegenen Tourist Office kann man Tagesausflüge mit dem Bus buchen, die gar nicht mal so teuer sind. Es ging u. a. zu den Cliffs of Moher – die atemberaubenden Steilklippen an der Westküste Irlands, nach Glendalough – eine herrliche Landschaft geprägt aus Seen, Wäldern und Wasserfällen, zur Galway Bay usw. Städte wie Limerick und Kilkenny haben wir ebenfalls besucht. Auch eine Wandertour durch die Dublin Mountains haben wir gemacht. Die raue und schöne Natur Irlands ist nicht mit Deutschland zu vergleichen: saftige grüne Wiesen, soweit das Auge reicht, hier und da mal eine Schafherde, alte Steinmauern, Burgruinen und keltische Kreuze zieren das Landschafts-bild. Man kann es nicht in Worte fassen. Man muss die Grüne Insel mit eigenen Augen gesehen haben.

Mein Traum hat sich endlich erfüllt. Ich wollte schon immer mal nach Irland und mir das Land ansehen. Und dass ich neben der irischen Lebensweise auch Einblick in die Arbeitswelt bekam, dafür hat sich die Mühe echt gelohnt. 

Vielen Dank für eure Hilfe, liebe Kollegen von StudentsGoAbroad.com