5 Wochen als Freiwilliger in der Dominikanischen Republik


Zusammengefasst waren diese fünf Wochen wegweisend, spannend und eine tolle Erfahrung, die ich jedem frisch gebackenen Abiturienten, der sein Horizont erweitern möchte und voll Tatendrang sprudelt, mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

Warum ich in nach Lateinamerika wollte

Meine Schwächen, Stärken und Ziele für mein zukünftiges Leben herausfinden, das war die große Ambition meiner Lateinamerikareise. Nach dem Abitur wollte ich raus, mich selber und die Welt entdecken. Ich wollte meinen Horizont erweitern, aus vorgegeben Strukturen fliehen und wie es so schön heißt „out of the box“ denken. All dies habe ich in Samana in der Dominikanischen Republik in meinen fünf Wochen als Freiwilliger erleben können.

Die Sicherheit in Samana und Freundlichkeit zu Touristen ist mir besonders aufgefallen und ist hier besonders hervorzuheben, da dies nicht überall in Lateinamerika der Fall ist.

Karibik pur erleben in Samana 

Samana ist ein toller Ort um der dominikanischen Kultur näher zu kommen und meiner Meinung nach auch ein guter Platz, um eine gemeinnützige Organisation zu gründen. Dies begründe ich mit einer guten Lage, die das ganz besondere karibische Lebensfeeling mit endlosen weißen Sandstränden auf der Halbinsel Samana nicht vermissen lässt. Samana ist ein ca. 40 000 Seelenort, wo das aufbrausende und immer sehr energiegeladene Leben Oberhand nimmt. Ich musste mich daran in der ersten Woche gewöhnen, doch man lernt sehr schnell mit der neuen Kultur umzugehen und sich auch dieser anzuvertrauen, danach würdigt man diese umso mehr. Mein Chef und meine „Mitfreiwilligen“ haben mir bei diesem Schritt sehr geholfen.

Allein Reisen in die Karibik

Das Gefühl, dass ich alleine wäre, ist bei mir nie aufgekommen, da jederzeit jemand griffbereit war, wenn Probleme aufgekommen sind. Die Sicherheit in Samana und Freundlichkeit zu Touristen ist mir besonders aufgefallen und ist hier besonders hervorzuheben, da dies nicht überall in Lateinamerika der Fall ist. Ich habe mit drei weiteren Freiwilligen ein Apartment, das mitten in einer Wohnsiedlung lag, geteilt. Dort besaß ich mein eigenes Zimmer, was als Rückzugsort von einem lauten Leben fungierte, und ich musste mit zwei weiteren Freiwilligen das Bad bzw. mit allen die Küche teilen. Dies ließ das Gefühl von Gemeinschaft aufkommen und einem richtigem WG Leben, also auch von vielen Kompromissen und Diskussionen.

Jeder Freiwillige konnte sich deshalb so einbringen, wie er es am besten konnte und wollte. [...] Mein Aufgabenfeld ging von IT über Social Media Marketing bis hin zum Unterrichten lernschwacher Kinder.


Die Freiwilligenorganisation vor Ort

Die Organisation befindet sich gerade in der Dominikanischen Republik im Aufbau, da sie wegen der kritischen politischen Situation Venezuelas umstationieren musste. Dies kam mir aber gerade Recht, da ich dadurch umso mehr Freiheiten für meinen Freiwilligendienst und auch meinen Aufgabenbereich hatte. Deshalb wurde ich nicht in eine vorgebeben Struktur gesteckt. Das Gefühl des freien Arbeitens wird durch ein horizontales Managements verstärkt, das sehr bewusst von meinem Chef ausgeübt wurde. Jeder Freiwillige konnte sich deshalb so einbringen, wie er es am besten konnte und wollte. Dies gab mir auch das Gefühl, mich selber zu verwirklichen, etwas zu bewegen, mich zu entwickeln und an den neuen Aufgaben zu wachsen.

Meine Aufgaben

Meine Arbeit wurde zu keiner Zeit langweilig, da sich nie eine bemerkbare Routine eingeschlichen hat. Mein Aufgabenfeld ging von IT über Social Media Marketing bis hin zum Unterrichten lernschwacher Kinder. Mein Chef bot mir anfangs die verschiedensten Bereiche auf, in denen ich arbeiten konnte, um damit auch meine Stärken ausspielen zu können und das zu machen worauf ich Lust habe. Ich würde dies als eine Art Bausteinprinzip bezeichnen, wonach jeder Freiwilliger seine Woche individuell gestalten durfte. Beispielweise habe ich Montag bis Donnerstag im Bereich IT und Social Media Marketing gearbeitet, wobei Dienstag-, bis Donnerstagsnachmittag der Unterricht für die lernschwachen Kinder stattgefunden hat, wo ich je nach Zeit und Lust teilnehmen konnte.

Natürlich konnte ich nicht erwarten, dass man sehr große Fortschritte macht, da es bei der Arbeit von einem Freiwilligen oft um etwas geht, wo ein langer Prozess zuerst geschehen muss, damit man diesen sieht und aktiv wahrnehmen kann. Auch ich musste das zuerst lernen.

Ausflüge rund um die Halbinsel Samana

Am Wochenende haben wir Freiwillige oft Ausflüge rund um die Halbinsel Samana gemacht, um Abstand zur Arbeit zu bekommen, aber auch um etwas Neues zu sehen und zu erleben. Boots-, und Segelausflüge um die berühmte Bacardiinsel oder nach Los Haitises, einer der berühmtesten dominikanischen Nationalparks, standen meist wöchentlich auf dem Plan. Ich kann sagen, dass ich viel in meinen paar Wochen dort gesehen und erlebt habe, doch das war auch dadurch bedingt, dass ich eben in kurzer Zeit so viel wie möglich mitnehmen wollte. Tauchen war außerdem schon immer ein großer Traum von mir, deswegen habe ich in Samana während meines Projektes einen offiziellen Tauchschein bei einem Deutschen gemacht. Unglaublich was die dominikanische Unterwasserwelt für einen bereithält. Einen Probetauchgang würde ich auf jeden Fall jedem ans Herz legen. Samana bietet außerdem ein Fitnessstudio und ein traditionelles Nachtleben an. Damit meine ich, ein Nachtleben, das durch den dominikanischen Paartanz und den dominikanischen Sitten ohne amerikanischen Einfluss geprägt ist.


Zusammengefasst waren diese fünf Wochen wegweisend, spannend und eine tolle Erfahrung, die ich jedem frisch gebackenen Abiturienten, der sein Horizont erweitern möchte und voll Tatendrang sprudelt, mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.