Reiseplanung Work and Travel


Warum für die Reise planen? Gerade das Unbekannte ist doch so spannend, wenn man für einen längeren Zeitraum ins Ausland geht. Wohl wahr! Ob eine Work and Travel Reise gut ist, hängt aber vor allem davon ab, wie gut die Jobs sind, die man entlang der Reiseroute findet. Wenn man also nicht gerade ein volles Portemonnaie mitbringt, ist hier etwas Vorbereitung sinnvoll.

Erste Bürokratiehürde: Das richtige Visum

Je nachdem in welchem Land du als Work and Traveller unterwegs sein möchtest, ist ein entsprechendes Visum vorher zu beschaffen. In den meisten Fällen ist dies das Working Holiday Visum. Auch wenn diese relativ einfach – manchmal sogar online – zu bekommen sind, die Botschaften vergeben oft nur eine begrenzte Menge. Bestes Beispiel ist das Working Holiday Visum in Kanada. 4200 der beliebten Tickets ins wilde Kanada werden für deutsche Bewerber zur Verfügung gestellt. Ist die Visumsvergabe erst einmal offen, dauert es keine 5 Minuten bis alle Visa vergeben sind. Ein Aufenthalt sollte also länger im Voraus geplant werden.

Dies ist auch für ein Work and Travel in den USA der Fall. Denn für bestimmte Jobs, wie zum Beispiel die Betreuung von Kindern in Gastfamilien oder in Sommercamps, gibt es ein zugewiesenes J1-Visumsprogramm. Die Entscheidung, welche Art von Arbeit in den USA annehmen möchte, muss unbedingt vorher schon gefallen sein – als eine der ersten Schritte quasi.

Eine gute Nachricht gibt's hier aber von Australien und Neuseeland. Dieses Visum lässt sich einfach online beantragen und ist weder begrenzt noch zu teuer!

Backpacking – Wo, was, wann

Du weißt also schon in welches Land es dich verschlagen soll, sehr gut. Nun geht es an die grobe Planung deiner Jobs. Vor der Anreise einen ersten Job in der Tasche zu haben ist nicht nur clever, sondern auch sehr beruhigend. Mit der Hilfe einer Reiseorganisation kein Problem, für die Selbstorganisierer allerdings nicht immer so leicht umsetzbar, da einfach die Kontakte vor Ort fehlen. Für diese gilt die Faustregel: Wo, was, wann. Wenn dein erster Aufenthaltsort im Work and Travel Land fest steht, gilt es als nächstes zu schauen, welche Jobs in der Stadt und Umgebung, und vor allem, ob sie zu deiner Reisezeit verfügbar sind. Willst du auf einer Farm arbeiten, stelle sicher, dass es auch einiges zu Ernten gibt. Willst du in einer Schule Englisch unterrichten, prüfe, ob auch keine Ferienzeit ist und so weiter. So kann dir im Vornherein schon die größte Angst, keinen Job zu finden, genommen werden. Schließlich geht es ja beim Work and Travel genau darum: einen gut bezahlten Backpackerjob zu finden.

Und da geht es schon zum nächsten Stichwort: gut bezahlt. Irgendeinen Job zu bekommen, reicht natürlich nicht immer aus. Wer auf eine gute Bezahlung angewiesen ist, sollte noch ein wenig besser planen und sich im Vornherein über die Voraussetzungen der Arbeiten informieren. Sind spezielle Sprachkenntnisse nötig, werden Erfahrungen oder sogar eine Ausbildung vorausgesetzt? Auch für Work and Travel Jobs gibt es Regularien, die du kennen solltest. In Australien muss man für viele Jobs ein Zertifikat vorweisen, welches sich meist vor Ort in wenigen Tagen erwerben lässt. Aber bitte bei den Finanzen mit einplanen, denn kostenfrei sind diese nicht. Zu guter Letzt ist es für jeden Work and Traveller wichtig, eine Ladung Bewerbungsunterlagen inklusive Fotos aus der Heimat mitzubringen. Denn unverhofft, kommt oft!

Plane deine Freizeit!

Da es beim Work and Travel neben dem Arbeiten auch ums Reisen geht, sollte auch die Freizeit etwas vorgeplant werden: Wie lange möchtest du zwischen oder nach dem Arbeiten noch reisen und wieviel Geld solltest du dafür angespart haben? So weißt du auch, ob die Bezahlung eines Jobs ausreichend ist oder du eventuell sogar wechseln solltest.

Bezahlen vor Ort

Was bei der Planung auch nicht vergessen werden darf, ist die Art und Weise, wie das Geld vor Ort verfügbar sein soll. Traveller Checks sind mittlerweile veraltet und recht unflexibel. Wenn du nur mit Geldkarte vereist, ist die Kreditkarte Mittel der Wahl. Hier gibt es oft kostenfreie Angebote für Studenten und im Ausland muss man nicht viel oder zum Teil garnichts für’s Abheben am Automaten bezahlen. Dennoch ist es hilfreich, deine Bank vorher zu kontaktieren um sicher zu stellen, dass es keine Probleme gibt.

Zweite Bürokratiehürde: Versicherungen & Steuernummer

Vor der Abreise muss sich jeder um den richtigen Versicherungsschutz im Ausland kümmern. Dieser sollte zumindest eine Auslandskrankenversicherung beinhalten, die mögliche Arztkosten im Ausland abdeckt. Weitere Formalitäten, um die man sich als Work and Traveller kümmern muss sind die Eröffnung eines Bankkontos vor Ort und die Beantragung einer Steuernummer oder Sozialversicherungsnummer. Denn ohne die darf im Ausland nicht legal gearbeitet werden. Wer mit Hilfe einer Organisation verreist, dem wird hier die größte Arbeit abgenommen.  

Die erste Unterkunft

Um allen Anfang leicht zu machen, muss die erste Unterkunft bereits im Voraus geplant werden. Die erste Woche reicht schon, um sich etwas Puffer für die weitere Planung zu schaffen. Auch dies ist über eine Organisation bereits alles abgeklärt.

Kosten in der Heimat stoppen

Oft vergessen wird die Kosten in der Heimat zu minimieren oder sogar zu stoppen. Mietest du bereits eine Unterkunft oder ein Zimmer in einer WG, dann bieten sich online viele Möglichkeiten, Zwischenmieter zu finden. So kannst du dir noch ein kleines Extra ansparen. Auch Handyverträge lassen sich übrigens pausieren und fortlaufende Kosten vermeiden. Hier gibt es noch weitere Tipps, wie du Kosten bei Work and Travel durch gute Planung einsparen kannst.