Umfassende Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt


Das Studium ist die optimale Möglichkeit für junge Menschen, Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Während auf der einen Seite die persönliche Entwicklung durch den Auslandsaufenthalt vorangetrieben wird, wirkt sich diese zusätzliche Erfahrung im Lebenslauf absolut positiv aus. Viele Arbeitgeber wissen es zu schätzen, wenn Bewerber sich nicht nur in ihrem Heimatland auf das Berufsleben vorbereitet, sondern auch den Weg ins Ausland gewagt haben. In welchem Land die Maßnahme stattfinden soll, obliegt zumeist den Studenten selbst. Hier gibt es kaum Grenzen, die nicht überschritten werden könnten. In jedem Fall aber braucht es eine gründliche und sorgsame Vorbereitung, damit der Auslandsaufenthalt zu einer gewinnbringenden Erinnerung wird. Auch der Zeitpunkt der Reise will wohlüberlegt sein. Laut Focus empfehlen sich im Bachelorstudium die Semester drei, vier oder fünf und bei Master-Studiengängen die Semester zwei oder drei, um das Studium ohne Stress und Zeitdruck absolvieren zu können.

Finanzplanung und Dokumente 

Ohne die nötigen finanziellen Mittel ist ein Auslandsaufenthalt zwar ebenfalls zu bewerkstelligen, gestaltet sich jedoch etwas schwieriger. Studenten tun daher gut daran, schon frühzeitig Geld für Praktikum oder Auslandssemester zurückzulegen. In der Regel helfen auch Familienmitglieder gerne bei der finanziellen Planung des Auslandsaufenthaltes. Steht die Reise dann kurz bevor, sollte auch an die Währung des Ziellandes gedacht werden. Mit Umrechnungstabellen für die entsprechenden Währungen sind Reisende gut beraten. Auch ist es nützlich, Bargeld mitzunehmen. Ob es sinnvoller ist, Euro oder die Zielwährung mitzunehmen, sollte individuell entschieden werden. Laut Wallstreet-Online ist es jedoch zu empfehlen, erst im Zielland Geld zu wechseln, da sich so recht hohe Gebühren umgehen lassen. Wer im Ausland mit der Karte zahlen will, sollte ein Konto eröffnen, bei dem keine Zusatzkosten für Zahlungen und Abhebungen anfallen. Oft ist das bei Kreditkarten der Fall, die international genutzt werden können. 

Damit die erforderlichen Dokumente nicht kurz vor der Reise unter großem Zeitdruck beschafft werden müssen, sollten Studenten sich frühzeitig um eventuelle Anträge kümmern. Der Reisepass, ein entsprechendes Visum (falls notwendig) und auch ein Krankenschein für das Ausland sind essenziell. Von allen wichtigen Dokumenten sollten Kopien angefertigt werden, um im Falle eines Verlustes gut vorbereitet zu sein. Im Vorhinein sollte mit der Krankenkasse besprochen werden, welcher Schutz im Ausland geboten wird. Mögliche Zusatzversicherungen garantieren dann einen lückenlosen Gesundheitsschutz. Der eigene Impfpass gehört ebenfalls zu den wichtigen Reisedokumenten. Über mögliche Impfungen, die im Zielland erforderlich sind, sollten sich Studenten rechtzeitig informieren und entsprechende Maßnahmen durchführen lassen. Die WHO bietet in diesem Zusammenhang einen Überblick über Impfungen, die auch im Ausland relevant sein können. Ein letzter Check-Up beim Haus- und Zahnarzt vor dem Reisebeginn gibt zusätzliche Sicherheit. Außerdem sollten alle Medikamente, die regelmäßig benötigt werden, in angemessener Menge besorgt und mitgenommen werden. Nicht immer ist es im Gastland möglich, die richtige Medizin zu bekommen. Soll ein Auto im Ausland genutzt werden, brauchen Studenten außerdem einen international gültigen Führerschein.

Zurechtfinden im Ausland 

Die vielen Eindrücke, die Studenten im Ausland gewinnen, sind besonders in der ersten Zeit sehr zahlreich. Ein Leben im Ausland, wenn auch nur kurzfristig, birgt daher immer auch das Risiko einer Überforderung. Um auch in der ungewohnten Umgebung gut zurechtzukommen, sollten sich Studenten also unbedingt mit der Sprache des Gastlandes auseinandersetzen. Oft ist es jedoch schwer, einen zeitintensiven Sprachkurs vor der Reise zu besuchen, weswegen sich Kurse an der Uni oder bei Fernlehrinstituten anbieten. So bietet das Humboldt Fernlehr-Institut Sprachkurse an, die auch von Zuhause aus absolviert werden können. Der Vorteil hieran ist, dass der Sprachkurs, sofern er erst kurz vor der Reise begonnen wird, auch im Ausland fortgeführt werden kann. In Kombination mit dem alltäglichen Leben im Gastland ergibt sich hier in der Regel ein besonders schneller Lernerfolg und die Kommunikation fällt leichter.

Was die Stadt und die Region betrifft, in der der Student während des Auslandsaufenthaltes leben wird, helfen Landkarten und auch Stadtpläne bei der ersten Orientierung weiter. Wer ganz sicher gehen will, kann sich auch ein elektronisches Navigationsgerät besorgen und mit aktuellen Daten des Ziellandes bespielen. Das gelingt auch mit dem Smartphone oder Tablet und entsprechenden Navigations-Apps. Sollen diese genutzt werden, ist jedoch oft eine Internetverbindung nötig. Studenten sollten daher rechtzeitig einen entsprechenden Mobilfunk-Vertrag abschließen, der auch im Ausland mobiles Netz bereitstellt. Ein Reiseführer und auch andere Literatur bezüglich der Kultur und der Gepflogenheiten im Gastland sind sehr hilfreich. So vermeiden Studenten ein mögliches Fehlverhalten vor Ort und wissen schon vor der Reise viel über die Gewohnheiten und Bräuche des Gastlandes.

Verpflichtungen in der Heimat 

Wenn das eigene Zuhause für einen längeren Zeitraum verlassen wird, ist die Planung möglicher Verpflichtungen und Verbindlichkeiten besonders wichtig. Studenten, die bereits in einer eigenen Wohnung leben, brauchen eine Person, die sich während ihrer Abwesenheit um die Sicherheit der eigenen vier Wände kümmert. Für elektronische Geräte lohnt es sich außerdem, Zeitschaltuhren zu verwenden. Gerade für den Schutz vor Einbrechern empfiehlt es sich, Stehlampen an Zeitschaltuhren anzuschließen, sodass diese während der Abendstunden leuchten. Die Wohnung wirkt dann nicht verlassen und Verbrecher bleiben fern. Damit die finanziellen Verpflichtungen während eines längeren Auslandsaufenthaltes möglichst gering bleiben, lohnt sich auch die Zwischenvermietung an einen anderen Studenten. Das gilt ebenso für WG-Zimmer, die während der Abwesenheit des Studenten nicht leer stehen sollen. In den meisten Städten findet sich schnell ein Mieter, der das Zimmer für die Dauer der Auslandsreise übernimmt. Für die Lagerung der eigenen Post lohnt sich die Beauftragung der Post. Über einen Lagerservice bleibt die eigene Post dann während der Zeit des Auslandsaufenthaltes an einem zentralen Ort und wird nach der Rückkehr an den Studenten übergeben.

Die eigenen Finanzen in Form von regelmäßigen Rechnungen und Überweisungen können vor dem Auslandsaufenthalt sinnvoll geregelt werden. Für alle fixen Kosten, die auch während der Auslandsreise anfallen, lohnt sich das Einrichten eines Dauerauftrages. Damit auch spontan auf mögliche Veränderungen und Verbindlichkeiten reagiert werden kann, lohnt sich das Einrichten von Online Banking, falls im Gastland ein Internetanschluss zur Verfügung steht. Überweisungen können dann auch aus dem Ausland getätigt werden.