Länderinfo Peru

  • Hauptstadt: Lima
  • Fläche: ca. 1,285,215 km²
  • Bevölkerung: 30.147.935 Einwohner (2014)
  • Bevölkerungsdichte: 23 Einwohner pro km²
  • Religion: etwa 94% Christen
  • Landessprache: Spanisch, Ketschua und Aymara
  • Regierungsform: semipräsidiale Republik
  • Klima: sehr unterschiedlich
  • Arbeitslosigkeit: 6 % (2014)

Größe des Landes

Peru ist mehr als 3-mal größer als Deutschland und liegt an der Westküste Südamerikas. Peru hat eine Vielzahl an Nationalparks, welche die Schönheit der Natur und den Artenreichtum der Tierwelt sowie die Kultur bewahren sollen. Peru grenzt an Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Bolivien und Chile und der restliche, große Anteil an die Küste.

Bevölkerung Peru

In Peru lebt etwa ein Drittel der Bevölkerung in Lima, der Hauptstadt Perus. Die Bevölkerung in Peru besteht größenteils aus der „Urbevölkerung“ , welche die Nachkommen von der Bevölkerung vor der Kolonialisierung darstellen. Das Durchschnittsalter in Peru ist mit 24,60 Jahren sehr jung.

  •  Etwas mehr als 40% sind Mestizen
  • Rund 30% Menschen indianischer Abstammung (Quechua und Aymará sprechend)
  • Ungefähr 15% europäischer Abstammung
  • Ca. 7% Afroperuanischer Abstammung
  • Unter 5% Menschen asiatischer Abstammung

Interessant sind ebenfalls einige Indianergruppen, welche an der Grenze zu Ecuador angesiedelt sind und sehr isoliert leben. Das hat unter anderem den Grund, dass diese Volksgruppen eine geringe Resistenz gegenüber Krankheiten wie Grippe aufweisen.

Landessprache Peru

Die Landessprache in Peru ist Spanisch. 80% der Bevölkerung sprechen Spanisch als Muttersprache. Des Weiteren sind indigene Sprachen, wie Quechua und das Aymara noch recht verbreitet.

Religionen in Peru

Mehr als 90% der Einwohner Perus gehören dem Christentum an, davon sind etwa 12% evangelisch. In den städtischen Gebieten ist der Anteil an Christen ein wenig höher als in den ländlichen. In ländlichen Gebieten gibt es mehr Atheisten bzw. Angehörige von weniger verbreiteten und unbekannteren Religionen.

Der hohe Anteil an Christen lässt sich auf die spanische Eroberung und Missionierung Perus zurückführen. Dennoch ist die Kultur vergangener Tage, aus Zeiten des Inkareiches, lebendig geblieben. So werden oftmals christliche Feste mit alten Bräuchen gemischt, zum Beispiel das Sonnenfest in Cusco.

Klima in Peru

Die geografische Beschaffenheit Perus ist sehr vielfältig und weist 28 Klimazonen auf. Die Beschaffenheit des Landes lässt sich in drei Gruppen einteilen: Die Küste, wo auch die meisten peruanischen Städte angesiedelt sind; das Hochland mit atemberaubenden Berglandschaften und malerischen Dörfern und der Urwald mit einer großen Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren.

Wirtschaft und Politik

Die peruanische Wirtschaft wird mehr oder weniger von nordamerikanischen und europäischen Unternehmen beherrscht. Peru ist reich an Bodenschätzen, insbesondere an Kupfer und Gold. Neben Rohstoffen werden vor allem Kaffee, aber auch andere landwirtschaftliche Erzeugnisse, exportiert. Die wichtigsten Handelspartner sind mit Abstand USA und China.

Politische Situation

Die Staatsform Perus ist eine semipräsidiale Republik. Das bedeutet, dass neben parlamentarischen auch präsidiale Elemente gültig sind. Frankreichs Staatsform ist beispielsweise ebenfalls eine semipräsidiale Republik.

Die Regierung in Peru wird dezentralisiert geführt, das Prinzip der Gewaltenteilung ist verwirklicht und zudem repräsentativ. Die Staatsinteressen lassen sich wie folgt benennen: Verteidigung der Souveränität, Schutz der Bevölkerung, Förderung des Allgemeinwohls.

Tourismus Peru

Peru wird auch für Touristen immer beliebter. Das Land bietet mit den Anden eine faszinierende Landschaft und Bergwelt und hat mit Relikten aus der Zeit der Inkas noch kulturelle Besonderheiten im Repertoire. Allen voran Machu Picchu, eine gut erhaltene Ruinenstadt der Inkas auf über 2000 Metern Höhe. Sehr beliebt ist zudem der Titicaca-See.

Geschichte

  • 20.000 bis 10.000 v. Chr. Erste Spuren einer Besiedelung (Pyramiden, Prozessionsstraßen und Höfe)
  • 1700 v. Chr. Ritzzeichnungen wahrscheinlich von in den Anden lebenden Kultur
  • 800 v. Chr. bis 300 v. Chr. Hochkultur der Chavín de Huántar, Aufbau von Städten
  • 1200 n. Chr. bis 1532 n Chr. Das Inkareich mit der Hauptstadt Cusco (damals Cuzco)
  • 1532 n. Chr. Spanische Eroberung
  • 1780 n. Chr. Wiederstand gegen Besetzer 1824 Erfolgreiche Revolte und Eigenständigkeit Perus
  • 1879 - 1883 Salpeterkrieg Peru, Chile, Bolivien Beginn 20Jh. Radikale, national bedachte Regierung mit vielen Wechseln
  • 1945 Kriegseintritt, Unterstützung der Alliierten
  • 1968 Militärregierung Perus
  • 1980er Jahre bis 90er bewaffneter Kampf der Guerillaorganisation „Sendero Luminoso“ („Leuchtender Pfad“)
  • 1980 Machtübernahme von gewähltem Präsidenten