Länderinfo Kenia


  • Hauptstadt: Nairobi
  • Fläche: ca. 582.646 km²
  • Bevölkerung: 48.462.000 (2017)
  • Bevölkerungsdichte: 65,1 Einwohner pro km²
  • Religion: Christen: 70%, Naturreligionen 10%, Muslime 20%
  • Landessprache: Kiswahili und Englisch (Amtssprachen)
  • Währung: Kenia-Schilling (KES)
  • Regierungsform: Präsidialdemokratie
  • Nationaltag: 12. Dezember (Unabhängigkeit)
  • Klima: tropisch, subtropisch


Geschichte

Auf dem heutigen Staatsgebiet Kenias haben schon vor mehr als vier Millionen Jahren frühe Menschen gelebt, auch der Homo Erectus soll unter anderem hier entstanden sein. Um etwa 2000 v. Chr. wanderten Völker aus Nordafrika nach Kenia, im ersten Jahrtausend nach Christus kamen Nilotisch- und Bantusprachige Völker sowie arabische und römische Händler in das Küstengebiet des heutigen Staatsgebiet Kenias. Dort entstanden viele Handelsstädte, es entwickelte sich eine afrikanisch-arabische Mischkultur, in der viele Bewohner von den Naturreligionen zum Islam konvertierten.

  • 1885 Beginn des deutschen Protektorates über die Küstengebiete des Sultans von Zanzibar. Im Zuge des Helgoland-Sansibar-Vertrags von 1890 geht die Kolonie an Großbritannien.
  • 1888 bis 1895 Verwaltung von Britisch-Ostafrika durch die Imperial British East Africa Company.
  • 1895 Beginn des britischen Protektorates über das heutige Kenia.
  • 1898 Übergabe der deutschen küstennahen Gebiete an Großbritannien.
  • 1920 Kenia wird offiziell zur Kronkolonie.
  • 1952 bis1960 Ausnahmezustand aufgrund des Aufstands der Mau Mau.
  • 1957 Die ersten direkten Wahlen, an denen auch Afrikaner teilnehmen konnten.
  • 12. Dezember 1963 Unabhängigkeit Kenias.
  • 1964 Jomo Kenyatta von der Kenya African National Union (KANU) wird erster Präsident der Republik Kenia.
  • 22. August 1978 Tod Kenyattas: Neuer Präsident wird der damalige Vizepräsident Daniel arap Moi.
  • Seit März 2013 ist Uhuru Kenyatta, ein Sohn des ersten kenianischen Präsidenten, gewähltes Staatsoberhaupt. Seine Wiederwahl im August 2017 ist jedoch umstritten, in Folge der Manipulationsvorwürfe kam es zu Ausschreitungen.


Wirtschaft

In Kenia lebt mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der Landwirtschaft, obwohl nur ca. 20% der Fläche des Landes für Kaffee, Tee, Sisal und Pyrethrum nutzbar ist. Die Kenianer bauen vor allem auch Mais, Weizen, Gerste, Zuckerrohr, Bohnen, Bananen, Reis, Ananas und Baumwolle für den Eigenbedarf an. Bodenschätze gibt es nur wenige. Am häufigsten wird Natriumcarbonat und Salz gewonnen und zum Teil auch Gips, Blei, Gold, Silber, Kupfer, Asbest, Kalkstein und Graphit. Der Kaffee- und Tee-Export stellt die wichtigste wirtschaftliche Grundlage des Landes dar. Darüber hinaus leben die Kenianer von Maschinen- und Fahrzeugbauindustrie sowie der Textil- und Genussmittelindustrie. Der Tourismus ist ebenfalls von großer Bedeutung. Kaffee verlor in den letzten Jahren an Bedeutung. Dafür ist die Blumenindustrie stark gewachsen. Seit 2003 ist Kenia der größte Blumenexporteur der Welt.