Länderinfo Irland


  • Hauptstadt: Dublin
  • Einwohnerzahl: 4,7 Mio.
  • Fläche: 70.282 qkm
  • Klima: gemäßigtes Hochseeklima bei häufigen Wetterwechseln und häufigem Regen
  • Landessprache: Irisch, Englisch
  • Religion: etwa 87% Katholiken, 3% Anglikaner (Church of Ireland), 0,8 % Muslime und sonstige andere kleine Gruppen
  • Regierungsform: parlamentarisch-demokratische Republik


Geographie

Die Insel Irland ist die westlichste der beiden großen britischen Inseln. Irland umfasst in etwa die Fläche Bayerns, jedoch liegt kein Ort weiter als 110 km von der Küste entfernt. Die irische Küstenlinie ist geprägt durch Gebirgszüge, im ebenen Landesinneren finden sich viele Moore, Seen und das Flusssystem des Shannon. 

Bevölkerung

Dublin ist die Hauptstadt Irlands, insgesamt leben rund 4,2 Millionen Menschen in dem Land. Die Bevölkerung wächst jährlich um circa 1,1 %, Männer werden durchschnittlich 75 Jahre, Frauen rund 80 Jahre alt. Etwa 60 % der Bevölkerung lebt in Städten, der übrige Teil der Einwohner in kleineren Stadtgemeinden oder in Dörfern im ländlichen Gebiet. Dublin ist mit rund einer Million Einwohnern die größte Stadt des Landes. Die zweitgrößte Stadt Irlands ist Cork, mit knapp 190.000 Einwohnern, größere Städte Irlands sind darüber hinaus Limerick und Galway. Mit gerade einmal 60 Einwohnern pro km² zählt Irland zu den am dünnsten besiedelten Ländern der EU. 

Klima

Das irische Klima zeichnet sich vor allem durch milde Winter und kühle Sommer aus. Grundsätzlich herrscht in Irland auf Grund der durchziehenden Tiefdrucksysteme und der Westwindzone ein wechselhaftes und windiges Wetter. In Irland kann es häufig zu Niederschlägen kommen, diese dauern allerdings an den Küstengebieten nicht sehr lange an, im Landesinneren gibt es aber deutlich größere Jahresniederschläge.

Geschichte

  • Bis 6000 v.Chr.: Ansiedlung der ersten Stämme auf irischem Gebiet
  • ab ca. 300 v.Chr.: Kelten wandern in Irland ein
  • ab 9.Jhd.: Städtegründung durch Wikinger
  • Mitte des 15.Jhd.: der englische Machtbereich verkleinert sich
  • 1541: Der englische König ruft sich selbst zum König Irlands aus
  • 1801: Vereinigung Irlands mit England
  • 1845-1849: größte Hungersnot in der irischen Geschichte
  • 1916: Dubliner Osteraufstand
  • 1919-1921: Irischer Unabhängigkeitskrieg der IRA gegen die Briten
  • 1945: Proklamation der Republik Irland
  • 30.1.1972: Bloody Sunday - Briten erschießen unbewaffnete Iren
  • 1981: Hungerstreik von IRA- & INLA-Häftlingen
  • 1985: Anglo-Irisches Abkommen
  • 1999: Autonomie Irlands durch die Northern Irland Assembly
  • 2007: Starker Einbruch der irischen Wirtschaft durch die Finanzkrise

Wirtschaft und Politik

Trotz des positiven Einfluss, welchen die Globalisierung auf Irlands Volkswirtschaft nahm, hat die irische Wirtschaft durch die internationale Finanzkrise starke Verluste hinnehmen müssen. Seit 2008 befindet sich das Land in der Rezession.

Insbesondere in der Baubranche, sowie im Handel ist es zu straken Auftragsrückgängen gekommen. Darüber hinaus hat die Krise stark negative Einflüsse auf die Arbeitslosenzahlen, diese lag 2009 bei rund 12 Prozent. Die vorerst stark ansteigenden Einwanderungszahlen in Irland nahmen ab. Die irische Regierung reagierte auf die wirtschaftlichen Einbrüche mit einer umfassenden Garantieerklärung für Einlagen und Verbindlichkeiten irischer Geldinstitute.

Politische Situation

Irland ist ein parlamentarisch-demokratischer Verfassungsstaat, welcher auf der Verfassung von 1937 basiert. Der irische Präsident hat, ähnlich dem deutschen, nur repräsentative Aufgaben. Er wird vertreten durch eine Verfassungskommission, bestehend aus dem Präsidenten des Obersten Gerichtes (Chief Justice) sowie den Präsidenten des Abgeordnetenhauses und des Senats.

Das irische Parlament (Oireachtas) bildet sich aus zwei Kammern, dem Unterhaus (Dáil Éireann) und dem Senat (Seanad Éireann). Über eine Kommission aus Persönlichkeits- und Verhältniswahlrecht in 41 Wahlkreisen werden die Abgeordneten mindestens alle fünf Jahre neu gewählt. Insgesamt hat der irische Senat 60 Sitze. Der Premierminister nominiert 11 Mitglieder für den Senat, 43 Standesvertreter werden durch ein Wahlgremium aus fünf gesellschaftlichen Gruppen ausgewählt, die restlichen Sechs kommen aus dem Hochschulbereich.

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Irland sind traditionell sehr freundlich. Irland ist seit den frühen Zeiten der Europäischen Union Mitglied und arbeitet daher auch auf politischer Ebene mit Deutschland zusammen.