Länderinfo China


  • Hauptstadt: Peking (Beijing)
  • Fläche: ca. 9.571.302 km²
  • Bevölkerung: 1,367 Mrd. Einwohner
  • Bevölkerungsdichte: 143 Einwohner pro km²
  • Religion: Buddhismus, Daoismus, Islam und Christentum. Konfuzianismus beeinflusst als Lebensweisheit das Verhalten der Chinesen.
  • Landessprache: Hochchinesisch (Mandarin)
  • Regierungsform: Autoritäres, sozialistisches Ein-Parteiensystem
  • Klima: sehr vielseitig, reicht von Kontinentalklima bis subtropisch über tropisch, mit speziellem Hochgebirgsklima in Tibet
  • Arbeitslosigkeit: 4,1 %


Größe des Landes

China hat eine Fläche von 9,5 Millionen km² (= in etwa der Fläche der USA). Mit 22,133 Kilometern Gesamtlänge findet man hier auch die größte Landesgrenze der Welt. China besitzt gemeinsam mit Russland mit 14 Ländern die größte Anzahl an angrenzenden Nachbarstaaten.  Angrenzende Länder sind: Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei sowie Nordkorea. 

Bevölkerung

Mit einer Einwohnerzahl von 1,367 Mrd. (2014) ist China das bevölkerungsreichste Land der Erde. Es gibt kaum ein Land der Welt, das so eine hohe Bevölkerungszahl aufweist. Überbevölkerung und Hungersnöte gehören von jeher zur Geschichte Chinas. Aufgrund verschärfter Gesetze, konnte das Bevölkerungswachstum auf 0,6 % pro Jahr reduziert werden. Es sollte an dieser Stelle erwähnt werden, dass es sich hierbei um drastische Methoden handelt und zum Teil unmenschliche Strafen verhängt werden, wenn Ehepaare mehr als ein Kind gebären. Der größte Bevölkerungsanteil besteht zu 91,5% aus Han-Chinesen. Weitere Bevölkerungsgruppen sind u.a. Mandschu, Mongolen, Evenken, Daur, Uiguren, Kasachen, Kirgisen, Zhuang, Miao,Yi, Dong,Yao,Bai,Hani,Naxi,Tujia.

Religion

In China handelt es sich um einen laizistischen Staat, das heißt man findet eine strenge Trennung zwischen Staat und Religion vor und die Mehrheit aller Chinesen gehört offiziell keiner Konfession an. Offiziell werden in China fünf Religionen anerkannt: Daoismus, Buddhismus, Islam, evangelisches sowie katholisches Christentum. Parallel zu diesen existiert noch der chinesisch Volksglaube, wobei dieser jedoch nicht von der Regierung anerkannt wird, da es sich um einen Glauben ohne Organisation oder Theologie handelt. 

Landessprache

Hierbei wird unterschieden zwischen geschriebener und gesprochener Sprache, wobei die geschriebene Sprache bis auf Hongkong im ganzen Land gleich ist. Die gesprochene Sprache wiederum ist sehr vielfältig und bekannt unter dem Namen ‚Puthongua‘, Hochchinesisch. Es handelt sich hierbei um einen Mandarin Dialekt. Dieser wurde von der Regierung als offizielles Chinesisch festgelegt. Es existieren 5 weitere Dialekte, nach Anzahl der Verbreitung genannt: Wu, Yue, Min, Jinyu, Xiang.

Klima

Das Klima in China ist sehr unterschiedlich: Es variiert von trockenem Wüstenklima bis zu kontinentalem über tropisches Klima. Im Nordosten, an der Grenze zu Russland findet man sonnige, trockene aber sehr kalte Winter, auch‚ Nadelwald‘ Klima genannt. Von der Wüste Takla Makan über die mongolische Grenze bis hin zu den Toren der Hauptstadt findet man ‚Trockenes Wüsten und Steppenklima‘, das durch kalte, frostige und schneearme Winter sowie sehr heiße Sommer gekennzeichnet ist. Im Osten des Landes findet man überwiegend gemäßigtes, kontinental geprägtes Monsunklima. Insgesamt sind variieren die Temperaturen ganzjährig von -13° - 33 °C Tagestemperatur.

Geschichte

In 2000 Jahren chinesischen Kaiserreiches wechselten stabile Phasen mit Einfällen nomadischer Völker, daraus ergaben sich zum Teil heftige Verwerfungen zwischen den Dynastien.

  • 221–207 v. Chr.Zeitalter der Qin-Dynastie: Effektive Verwaltung, restriktive Gesetzgebung mit der das Leben der Bauern geregelt wurde
  • 206 v. Chr.–220 n. Chr. Han-Dynastie: Desolate Zustände im Land wurden durch niedrige Steuern und großzügige Landverteilung gepuscht. Diese Periode war so erfolgreich, dass man Chinesen noch heute Han-Chinesen nennt
  • 220-280 Zeit der Drei Reiche: Herrschen einzelner, regionaler Kriegsfürsten, Wechsel zwischen kurzfristigen Bündnissen sowie darauf folgender Kämpfe. Am Ende blieben drei regionale Mächte, die Wei-Dynastie, Wu-Dynastie sowie Kanzler Shu
  • 265-420 Jin-Dynastie: Als unter den Brüdern des Kaisers der Jin-Dynastie die Kämpfe ausbrachen, nutzten dies Nomaden aus dem Norden und richteten den Kaiser hin. Damit endete die westliche Jin-Dynastie
  • 420-581 Südliche und Nördlichen Dynastien: Diese hatten sich zum Ende der Jin-Dynastie herausgebildet. Beide kämpften abwechselnd ums Land, keines konnte es jedoch auf sich vereinen. In dieser Periode hielt der Buddhismus Einzug ins Land
  • 581-618 Sui-Dynastie: Eine kurze Vereinigung in der Sui-Dynastie wurde herbeigeführt. Zu hohe Steuern und schlechte Bedingungen führten zu Aufständen und ebneten den Weg für die Tang-Dynastie
  • 618-907 Tang Dynastie: Gekennzeichnet von angriffslustigen Eroberungsfeldzügen stellte die Tang Dynastie eine erfolgreiche Periode in der chinesischen Geschichte dar
  • 907 -960 Fünf Dynastien und zehn Königreiche: Ein schneller Wechsel von fünf Dynastien in fünfzig Jahren
  • 960–1279 Song-Dynastie: Wiedervereinigung Chinas, Wirtschaft und Gesellschaft florierten. Durch neue Erfindungen und hohe Exporte kam es zu einem Wirtschaftswachstum sowie einem Anstieg der Bevölkerung
  • 1279 - 1368 Yuan-Dynastie: Geprägt vom mongolischen Heer dem eine Vielzahl an Dynastien zum Opfer fielen
  • 1368 - 1644 Ming-Dynastie: Durch die Ming-Dynastie wurde die Fremdherrschaft beendet. Das chinesische Volk erlebte eine neue Blüte, diese machte sich auch kulturell bemerkbar. Aus dieser Zeit stammen die heute bekannten Ming-Vasen
  • 1644 - 1911 Qing-Dynastie: Dies war die letzte chinesische Dynastie nach dem Sturz der Ming-Dynastie. Durch Druck ausländischer Mächte China in Weltwirtschaft zu integrieren, brach schließlich Chinas Weltwirtschaft zusammen
  • 1917: China wurde in den ersten Weltkrieg einbezogen, Krieg wurde Deutschland sowie Österreich-Ungarn erklärt (aus Angst vor Japan sollte Beistand von Amerikanischen sowie Europäischen Alliierten gewonnen werden)
  • 1912-1949 Republik China: Ende der Qing Dynastie und des letzten Kaisers Pu Yi (3 Jahre alt)
  • 1949-1958: Gründung der Volksrepublik China 1958 Industrialisierung: Neues Wirtschaftsprogramm von Mao Zedong (Der Große Sprung nach vorne)
  • 1966-1976 Kulturrevolution: Inszeniert von Mao Zedong, stürzte das Land in eine große Krise, Chaos und Hungersnot
  • 1976 wirtschaftliche Modernisierung: Nach dem Tod von Mao Zedong und der Übernahme Deng Xiaoping entwickelte sich dieser bald zum wichtigsten Politiker Chinas
  • 1989: gewaltsame Beendung der Demokratisierungsbewegung durch die Volksbefreiungsarmee auf dem Platz des himmlischen Friedens
  • 1997: Tod von Deng Xiaoping und seitdem der Versuch, Marktwirtschaft sowie kommunistische Staatsform zu vereinen.

Wirtschaft und Politik

Seitdem im Jahr 1949 die Volksrepublik China ausgerufen wurde, gehörte die Bevölkerung Chinas zu den am schnellsten wachsenden der Welt. Die Frage, welche sich hieraus erschloss war, wie sollte man eine so große Bevölkerung ernähren?

Mao Zedong führte eine chinesische Planwirtschaft in Anlehnung an das sowjetische Vorbild ein. Regionen sollten sich selbst versorgen können. Infolge dessen wurde diesen eine gewisse Selbständigkeit gewährt. Somit isolierte sich China von anderen Ländern. Massenkampagnen sowie ‚der große Sprung nach vorne‘ oder die Kulturrevolution warfen das Land um viele Jahre zurück. Von 1952-1975 betrug das Wirtschaftswachstum ca. 6,7 % pro Jahr. Jedoch verzeichnete das Wirtschaftswachstum alsbald einen Rückgang. Trotz aller Hürden denen China in den letzten Jahrzehnten gegenüber stand, ist China seit dem Tod Mao Zedongs das Land mit der am schnellsten wachsenden Volkswirtschaft der Welt. 

Politische Situation

  • Geführt wird China von der KPCh (Kommunistischen Partei Chinas)
  • Die eigentliche Führung übernehmen Politbüro und Militärführer
  • Gründung von Gewerkschaften und anderen Parteien ist verboten und strafbar
  • Es wurden demokratische Wahlen für alle 5 Jahre durch die Nationalversammlung angelegt. 

Probleme

  • Massive Umweltzerstörung     
  • Große und immer noch wachsende Schere zwischen Arm und Reich ·
  • fehlende Rechte der arbeitenden Bevölkerung ·     
  • zu viele Bauern und zu wenig Land für diese ·     
  • Landflucht     
  • fehlendes Wissen in den Verwaltungsbereichen     
  • Kriminalität      
  • Oppositionelle werden in Psychatrien eingewiesen     
  • Freie Meinungsäußerung kann zu Gewahrsam führen     
  • Laut Amnesty International werden Gefangene gefoltert