Praktikum in einem Kulturmagazin in Barcelona


"Ich würde gerne sagen dass alles nach meiner Ankunft in Barcelona einfach perfekt war, aber das wäre gelogen." Oh, wenn der Bericht so beginnt, könnte man meinen, dass das Praktikum ein Schuss in den Ofen war. Doch Glück gehabt, Midori spricht hier nur von ihrer Grippe, die sie sich vor dem Flug nach Barcelona eingehandelt hat. Und ihr Praktikum im Kulturmagazin? Das war ein Volltreffer – perfekt um ihre redaktionellen Fähigkeiten zu üben und das Leben in der Metropole besser kennenzulernen. 


Ich wollte meinen letzten Sommer als Student produktiv nutzen

... zufällig hat meine Universität genau diesen Sommer eine Bezuschussung für Auslandspraktika angeboten. Also habe ich die Chance genutzt. Allerdings hatte ich echte Schwierigkeiten zusätzlich zu meinem Studium noch einen Praktikumsplatz und eine Wohnung zu finden und gleichzeitig die Bezuschussung zu beantragen. Glücklicherweise hab ich dann die Website von studentsgoabroad entdeckt! Ich hatte ja keine Ahnung, wo ich überhaupt bei meiner Praktikumssuche anfangen soll. Wahrscheinlich hätte ich es im Endeffekt gar nicht geschafft mir ein Praktikum zu organisieren und meine Pläne hätten sich in Luft aufgelöst. Aber nicht so mit studentsgoabroad. Langsam begann alles eine Form anzunehmen: Ich bekam die Förderung meiner Uni und studentsgoabroad machte mir Praktikumsvorschläge, ich entschied mich für den Ort (Barcelona!) und mein Pratkikumsplatz und eine Wohnung waren super schnell organisiert.

Der Anfang war nicht perfekt

Ich würde gerne sagen dass alles nach meiner Ankunft in Barcelona einfach perfekt war, aber das wäre gelogen. Versteht mich nicht falsch, es wurde irgendwann schon besser, aber der Start war schwierig. Einen Tag bevor ich in Barcelona ankam zog ich mir nämlich eine Grippe zu, ich glaub der lange Flug hat die Symptome auch noch verschlimmert! Ich kam in Barcelona in meiner Wohnung an und wollte einfach nur noch schlafen. Am nächsten Morgen hab ich mich dann mit ausreichend Medikamenten eingedeckt und dank der guten Beratung der Apothekerin muss wohl das richtige dabei gewesen sein, denn nach ein paar Tagen ging es mir dann endlich wieder besser.

Das Büro vom Partner in Barcelona

... befindet sich zufällig im selben Gebäude wie das Unternehmen in dem ich tätig war. Ich bin also meinen Helfern öfters über den Weg gelaufen, die meine tausend „wie funktioniert das?“ und „was kann ich machen?“ - Fragen geduldig beantwortet haben. Katharina und Sabine waren immer super nett und haben sich wirklich um mich gekümmert. Sie wollten immer wissen wie es mir geht und wie ich mir das Praktikum gefällt. Wenn man in einer fremden Stadt, in einem fremden Land und sogar auf einem fremden Kontinent ist, ist es immer schön zu wissen dass es Leute gibt, die sich um einen sorgen.

Ich hab zwei Monate für ein Kulturmagazin gearbeitet

... mit circa zwanzig Wochenstunden. Die Firma veröffentlicht jahrlich circa zehn Maganzine über aktuelle Events und die schönsten Plätze in Barcelona. Sie haben auch eine Website und eine Smartphone App. Mein Chef war sehr nett und total flexibel was die Arbeitsstunden betraf. 

Ich hatte genau so viel zu tun, dass mir nicht langweilig wurde. Ich konnte jeden Tag circa sieben Artikel schreiben und auf diese Weise das Leben in der Metropole besser kennenlernen.


Ich war auch für die Recherche, das Kontaktieren von Veranstaltern und das Updaten der Website mitverantwortlich. Durch das Praktikum wollte ich die Chance haben Barcelona kennenzulernen – aber nicht nur. Ich wollte auch mein Wissen über die Verlagsarbeit erweitern und meine redaktionelle Schreibfertigkeit üben.

Etwas, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe

... ist der Nationalstolz der Katalanen. Die Kutlur und Sprache sind teilweise immer noch im Alltag präsent. Manche Leute dort sehen Katalonien sogar als eine eigene Nation an. Ich fand das ein bisschen absurd, aber kann es natürlich nicht verurteilen, weil mir dazu das Hintergrundwissen fehlt. Abgesehen davon zeichnet Barcelona vor allen Dingen seine Lebendigkeit aus. Man kann 24 Stunden am Tag machen worauf man gerade Lust hat, Barcelona bietet alles: Strand, Meer, Parks, Märkte und dazu noch ein super Netzwerk an öffentlichen Verkehrsmitteln. Das Wetter ist fast immer schön und sonnig (manchmal auch ein bisschen zu warm, aber perfekt für den Strand!). Am liebsten hab ich mich einfach mit einem kleinen Snack und einem Buch in einen der Parks gesetzt. Meine anderen Lieblingsplätze in der Stadt wurden: der Montjuic, der Parc de la Cuitaella, Plaza Espaya, Las Ramblas, Maremagnum, La Sagrada Familia, Casa Batllo und der Parc del Laberint d´Horta.

In meinen letzten Woche in Barcelona

... entschied ich mich dafür, Europa zu erkundigen, weil ich noch nie zuvor auf diesem Kontinent war und es auch nicht sicher ist, dass ich zurückkommen kann. Also bin ich mit dem Bus/Flugzeug nach Paris, Rom und Amsterdam gereist. Ich wünschte ich hätte mehr Zeit gehabt andere spanische Städte kennenzulernen, aber leider war ich ja nur für zwei Monate insgesamt da. Wenn ich gewusst hätte wie einfach es ist in Europa herumzureisen,hätte ich mein Praktikum mindestens drei Monate gemacht, statt nur zwei.

Insgesamt war es eine einzigartige Gelegenheit mein Praktikum in Barcelona absolvieren zu können und zwei Monate lang die Dinge zu machen, die ich am liebsten mache: Schreiben und Erkunden.


ch glaub nicht dass ich vorher jemals so viel zu Fuß gegangen bin wie in dieser Stadt. In Barcelona sind mir ausgiebigen Nachmittagsspaziergänge einfach nie langweilig geworden.

PS: Ich bin hier auch nie das Opfer von Taschendieben geworden. Ich glaube so lange man sich nicht wie ein blauäugiger Tourist benimmt, läuft man nicht wirklich Gefahr beklaut zu werden.