Praktikum bei einem Surfmagazin auf Bali


Dass ich nach der Schule ein Jahr Auszeit im Ausland nehmen werde, stand schon sehr früh fest. Da ich zudem nach meinem Abitur im Frühjahr nicht genau wusste, was ich studieren sollte, entschied ich mich für ein Praktikum im Ausland.

Beim Durchstöbern des Internets nach meinen Interessen (Sportjournalismus) fand ich schließlich die passende Möglichkeit: Sportjournalismus-Praktikum in einem Surfmagazin auf Bali. Als Snowboarder klang ein Surfmagazin natürlich verlockend weshalb ich mich direkt bewarb. Die Vermittlung war nach kurzer Zeit erfolgreich und mir wurde auch bei allen weiteren organisatorischen Vorbereitungen für Bali wie der Visumsbeantragung geholfen. Zudem wurden mir alle, teilweise auch überflüssigen, Fragen sofort beantwortet.

Auf Bali war die Betreuung, wie zuvor in Deutschland, sehr gut. Die Flughafenabholung klappte anstandslos, ich wurde an meinem ersten Tag zur Arbeitsstelle gebracht und die Verantwortlichen waren jederzeit hilfsbereit zur Stelle. Auch deshalb konnte man die Zeit auf Bali unbeschwert genießen.

Die ersten Arbeitstage auf Bali

Auch die Arbeit war hervorragend. Ich lernte nicht nur einiges über den Beruf als Sportjournalist, sondern sehr viel über Land und Leute, was man als normaler Urlauber niemals zu Gesicht bekommt, kennen. Somit lernte ich auch gleich in meiner ersten Woche das Surfen und einen Surfboardshaper kennen. In den folgenden Wochen konnte ich zudem mehr und mehr zum Surfmagazin beitragen. So schrieb ich diverse Artikel, nahm Photos auf, lernte die balinesische Motocross-Gemeinschaft Bali MX und Skateboard-Profi Pedro Baros kennen oder führte meine ersten Interviews mit einem brasilianischen Surf und Kite-Surf Profi oder einem sehr engagierten Surfer aus dem Ort Canggu.

Und nach dem Praktikum...

Um die Insel zu erkunden blieb dabei allerdings ebenfalls genug Zeit, ich konnte beides sogar oft verbinden. So unternahmen wir an den Wochenenden Ausflüge, wie zum Beispiel zum Schnorcheln nach Amed, zum Relaxen und Schnorcheln auf die Nachbarinsel Lombok und die Gilis oder zur Delphinbesichtigung nach Lovina. Auch in zahlreichen Tagestouren konnte man viel von der Insel der Götter entdecken, so waren wir in der Künstlergemeinde Ubud, an verschiedenen Stränden wie Padang-Padang oder Balangan, am Tempel im Meer Tanah Lot, Rafting in den Bergen, im bekannten Surferort Uluwatu oder zur Vulkanbesteigung des Gunung Batur.

Ich shapte mein eigenes Surfboard

Wesentlich interessanter als all diese Dinge, die quasi als Langzeittourist Pflicht sind, empfand ich Land und Leute, die ich über mein Praktikum kennen lernen durfte. Ich ergatterte einen tiefen Einblick in die lokale Surf-Industrie in dem ich die Möglichkeit hatte gleich zwei Surfboards mit zwei verschiedenen Surfboardshapern zu bauen, ich konnte aktives Mitglied in der Planung und Durchführung der Charity Party der Bali Green Surf Surfschool sein, die zu Gunsten von Waisen- und Straßenkindern in Zukunft monatlich organisiert werden soll oder ich durfte Gast des Internationalen Vision Image Festivals sein, das mehrere Photoausstellungen und eine Filmpremiere über eine balinesische Musiklegende beinhaltete.

Nicht mein letzter Aufenthalt

Ich empfand meine Zeit auf Bali als sehr interessant und spannend, kein Tag glich dem Anderen und ich lernte nicht nur viele neue Freunde kennen oder vieles über den Beruf als Sportjournalist, sondern auch über mich selbst und über das Leben im Allgemeinen. Auch die balinesische Mentalität trug zu meinem unvergesslichen Aufenthalt auf Bali bei. Meine äußerst freundlichen und hilfsbereiten balinesischen Freunde halfen mir bei meiner Abschiedsparty für die ich keinen Finger rühren musste, meine Freunde organisierten Getränke, Location, Musik und kochten sogar selbst das Essen. Es war ein gebührender Abschluss für diese wirklich extrem gelungene Zeit auf Bali.

Somit kann ich jedem nur empfehlen ins Ausland zu gehen und Neues zu entdecken, Bali war für mich dabei das perfekte Ziel und mit Sicherheit nicht mein letzter Aufenthalt dort.