Investment Banking in New York – Eine unbezahlbare Erfahrung!


Der nachfolgende Bericht schildert meine Erfahrungen, die ich bei einem – durch studentsgoabroad.com vermittelten – Praktikum in New York City gemacht habe.

Wie alles began

Im Sommer 2014 war ein Auslandspraktikum von meiner Hochschule vorgesehen und ich war (wie regelmäßig) spät dran mit einer Bewerbung. Erst Mitte Mai 2015 bin ich in Kontakt mit studentsgoabroad getreten. Man muss dazu sagen, dass ich eine Greencard besitze, die mich von anliegenden Visaangelegenheiten befreit. Schülern oder Studenten, die sich um ein Visum für die USA kümmern müssen, würde ich generell empfehlen, sich früher um den Bewerbungsprozess zu kümmern.

Das erste Interview

Nichtsdestotrotz bin ich bereits eine Woche später mit Andrey, dem Koordinator für Praktika in den USA, ins Gespräch gekommen. Der Emailverkehr verlief reibungslos und in einem ersten Skype-Interview hat er mich nach meinen Präferenzen für eine mögliche Praktikumsstelle gefragt. Eine weitere Woche später hatte ich mein erstes Jobinterview mit einer Investmentbank in San Francisco. Ich war ziemlich aufgeregt, aber durch die gute Vorbereitung durch Andrey war das Interview gut zu managen. Leider wurde aus diesem Praktikum nichts aber die nächste Einladung zu einem Interview sollte nicht lange auf sich warten.

Interview bei einer Investmentbank in New York City

In der Zwischenzeit war ich bereits an die Ostküste geflogen, da ich für weitere Interviews persönlich vor Ort sein wollte. Das nächste Interview verschaffte mir Andrey bei einer Investmentbank in New York City. Der Wahnsinn! Vor Ort in Midtown traf ich das erste Mal auf das Team der Bank. Alle waren wirklich sehr nett und das Interview war mehr oder weniger ein Kennenlernen, natürlich wurden Fragen zum universitären Hintergrund gestellt etc. Keinesfalls aber wurden irgendwelche Fangfragen oder dergleichen eingebaut. Schon beim Verlassen des Wolkenkratzers an der Avenue of the Americas hatte ich ein gutes Gefühl. Fünf Tage später hatte ich tatsächlich die Zusage für ein viermonatiges Praktikum, beginnend Anfang August.

Ein kleiner Nachteil war, dass das Praktikum unbezahlt war. Aber so viel kann ich vorwegnehmen, diese Erfahrung, die ich bei dieser Bank in der Projektfinanzierung gemacht habe, lässt das entgangene Gehalt schnell vergessen. Ein kleiner Wehrmutstropfen: Bei der „Gehaltsverhandlung“ kann man eine kleine Aufwandsentschädigung, z.B. für ein Monatsticket, herausholen.

Manhattan – das ist Big Business, Rush-Hour und spektakulär

Das Büro liegt einen Block vom Times Square entfernt und kann – wie fast alles auf Manhattan – schnellstmöglich und unkompliziert erreicht werden. Manchmal ist es natürlich nervig, aber für mich jedes Mal ein Highlight, die Rush-Hour! Gewaltige Menschenmassen drücken sich Tag für Tag durch die Subway und die Straßen. Big Business in New York City! Spektakulär!

Darüber hinaus muss man über die Stadt nicht viele Worte verlieren, es ist halt New York City! Falls man die Stadt doch in Worte fassen möchte, würde dieser Bericht vermutlich aufgrund seiner Länge jeglichen Leser verschrecken. Kurz gesagt, in dieser pulsierenden Weltmetropole gibt es jeden Tag etwas Neues zu entdecken! Man kommt schnell mit anderen Menschen in Kontakt, von denen man Ratschläge erhält, was heute oder morgen zu erledigen oder zu tun ist. Freundschaften entstehen, die wahrscheinlich ein Leben lang halten werden.

Mein Praktikum, ein typischer "Nine-to-five-Job"

Ein paar Worte möchte ich noch zu dem Praktikum verlieren. Typischer Nine to Five Job, obwohl man im Investmentbanking selten um 17 Uhr aus dem Büro kommt bzw. überhaupt will. Es gibt immer was zu tun, bzw. speziell bei diesem Investmenthaus, gehen die Chefs davon aus, dass man von sich aus kommt und Fragen stellt und auch Aufgaben fordert. Hier wird nicht klassisch gesagt, „Mach das, mach jenes!“. Man genießt viele Freiräume aber gleichzeitig wird der Wissensdurst, vorausgesetzt dieser ist vorhanden, von den Chefs gestillt. Die Chefs haben (fast) immer eine Minute (ab und an auch eine Stunde) zeit um Fragen zu beantworten. Im Vorfeld habe ich mir Gedanken gemacht, ob mein Englisch für einen Job in den USA ausreicht, vergesst diese Gedanken! Klar muss man etwas mehr als „Hello“ oder „Goodbye“ draufhaben, aber Fachvokabular kommt mit der Zeit ganz von allein. No Worries! Ich wäre gerne länger bei der Bank geblieben, aber leider hatte das neue Trimester in Deutschland bereits begonnen und ich natürlich wieder anderthalb Monate zu spät zu den Vorlesungen gekommen…