Interview mit Praktikant Markus in Barcelona


10 Fragen an Markus über sein Praktikum in Barcelona: Alles über seine Aufgaben im Praktikum, den Alltag und Freizeit Tipps in der hippen Metropole Barcelona! 


1. Wenn du deine Zeit in Barcelona Revue passieren lässt, mit welchen 3 Worten würdest du sie beschreiben?

  • Spaß – ich habe viele nette Menschen kennengelernt
  • heiß – Die Sommer in Barcelona können sehr heiß sein
  • ökologisch – mein Praktikum in einem Umweltprojekt hat mich sensibilisiert

2. Was ist für dich typisch “Spanisch”?

Zur spanischen Mentalität gehört eine gewisse Flexibilität und Entspanntheit, diese wirkt sich nicht nur auf die Püntklichkeit sondern auf das gesamte Leben aus. Das Leben in vollen Zügen genießen. Spanier wissen genau, wie man es anstellt, wahrscheinlich aufgrund ihrer “Das wird schon”­ Einstellung zu ... eigentlich allem. Manchmal kann diese relaxte Einstellung auch die Nerven strapazieren, zum Beispiel im Restaurant. Es kommt vor, dass du eine ganze Weile am Tisch sitzt und auf einen Kellner wartest und aktiv nach Aufmerksamkeit ringen musst. Nachdem deine Bestellung dann entgegen genommen wurde, wird dir dein Getränk mehr oder weniger zum Tisch geworfen, als freundlich serviert.

3. In welchem Unternehmen und in welchem Bereich absolvierst du dein Praktikum?

Ich arbeite für eine Non-­Profit-­Organisation im Herzen von Barcelona. Wir organisieren sowohl Surf­- und Yogaveranstaltungen, als auch Treffen für “Beachcleanings”. Es geht darum, Spaß zu haben und gleichzeitig etwas gutes für den Planeten zu tun. Unsere Zielgruppe sind vor allem Studenten und Surfer, da sich viel um's Surfen dreht. Da die meisten “Kunden” im selben Alter wie meine Kollegen und ich sind, macht es besonders Spaß.

5 Must-Do's in Barcelona

  • Besuche einen der Stadtstrände in Barcelona, zum Beispiel die Barceloneta.
  • Besuche eine “Cerveseria” und genieße kaltes, spanisches Bier.
  • Probiere viele verschiedene Tapas in einer typischen Tapasbar.
  • Kaufe das günstige Bier von den Strandverkäufern und genieße den Drink am Strand bevor du wieder in einem der luxuriösen Strandclubs tanzen gehst.
  • Klettere auf eines der Klettergerüste am Strand und genieße von dort den Sonnenaufgang.

4. Was sind dort deine bevorzugten Aufgaben?

Ich mag es am meisten, dass mir die Möglichkeit gegeben wird, eigenständig zu arbeiten. Außerdem habe ich große Verantwortung. Meine Hauptaufgaben liegen in der Nachbereitung der Events, zum Beispiel Fotos veröffentlichen und Beiträge schreiben. Außerdem habe ich kleine Events selbstständig organisieren dürfen. Ich bekomme hier Einblicke in alle Phasen des Eventmanagements.

5. Bist du der Meinung, dass dich dieses Praktikum hinsichtlich deiner Karriere fördern wird?

Ja, definitiv. Hier arbeite ich in einem Start­Up. Für mich ist das super interessant, da ich meine eigene Agentur gründen möchte. Ich kann hier alle Basics lernen, wie sowas funktioniert und ich sehe wie sich dieses Start­Up entwickelt.

6. Hast du in Barcelona schnell Leute kennengelernt?

Für mich war es einfach neue Kontakte zu knüpfen, da ich in meiner bisherigen Laufbahn schon öfter umgezogen bin, beispielsweise nach München. In dieser Zeit habe ich gelernt, wie man schnell neue Leute kennenlernt und sich einen Freundeskreis aufbaut. Außerdem bin ich recht extrovertiert und habe keinerlei Probleme mit Fremden zu sprechen.

7. Beschreibe einen für dich typischen Tag in Barcelona!

Unter der Woche klingelt mein Wecker um 08:30 Uhr. Normalerweise schlafe ich dann nochmal 30 Minuten und gehe zum Büro. Mit der Arbeit starte ich gegen 09:30 Uhr. Zum Mittag gehen wir mit den Kollegen immer ins Chinarestaurant nebenan und für mich gibt es die Nummer 30. Feierabend habe ich gegen 18 Uhr, jetzt verbringe ich meine Zeit am Strand mit Volleyball spielen, schwimmen oder in einer Bar.

8. Hast du Spanischunterricht genommen? Hast du andere Möglichkeitennwahrgenommen, dein Spanisch zu verbessern?

Ich habe keinen Spanischunterricht genommen, aber ich treffe mich regelmäßig zum Intercambio, eine Art Sprachtandem, mit zwei Spanierinnen. Wir verbringen die Zeit zusammen und üben gemeinsam, zum Beispiel das Vorstellen in Englisch und Spanisch. Für mich ist es der beste Weg Spanisch zu lernen, da es mehr Spaß macht als reiner Unterricht und nebenbei habe ich zwei sehr nette Spanierinnen kennengelernt.

9. Was wirst du am meisten vermissen, wenn du zurück in deiner Heimat bist?

Zurück in Deutschland werden mich vorallem die Menschen ärgern, die alles exakt planen müssen. Vor der Fülle an Aufgaben und deren Umsetzung graut es mir jetzt schon und dann muss alles auch noch im Büro erledigt werden, während der Regen auf die Erde prasselt. Ich werde besonders die Sonne und die entspannte Atmosphäre vermissen.

10. Welches Ereignis ist dir besonders positiv in Erinnerung geblieben?

Wir haben selbsständig ein Indoboard gebaut. Du benötigst es, um am Strand deine Balance fürs Surfen zu trainieren, bevor du ins Wasser gehst. Es war wirklich toll, etwas allein zu bauen und am Ende das Ergebnis zu sehen, von dem du und andere profitieren, wie einem Indoboard. Ich war sehr stolz auf mich.

Markus' Top Tipps

  • Bewahre nicht zu viel Geld in deiner Geldbörse auf, sie wird möglicherweise gestohlen. Am besten nimm erst gar kein Portmonee mit, wenn du das Haus verlässt. Ich bewahre mein Geld üblicherweise in meiner Telefonhülle auf. Was übrigens auch nicht das wertvollste ist.
  • Kauf dir ein Kickboard (wie ich) oder zumindest ein Fahrrad, damit du dich schnell und flexibel in der Stadt bewegen kannst. Die Metro ist im Sommer zu heiß in den Stationen und eiskalt in den Zügen.
  • Esse außerhalb. Die Restaurants und kleinen Bars sind sehr günstig und das Essen ist super.
  • Sei niemals pünktlich, es sei denn es ist der erste Tag im Praktikum!