Freiwilligenarbeit in einer Grundschule und Surfprojekt in Kapstadt


Ich habe mich mit einer Freundin zusammen für die Freiwilligenarbeit in Kapstadt beworben. Für mich als angehende Grundschullehrerin kam das Projekt in der Schule wie gerufen. Freiwilligenarbeit in einer südafrikanischen Grundschule und passend dazu: Unsere Gastfamilie hatte ihr Haus zwei Gehminuten von der Grundschule entfernt. Also konnte unsere Südafrikareise starten.

Nach einem langen Flug wurden wir am Flughafen von einem netten Taxifahrer abgeholt. Er hat uns sicher zu unserer Gastfamilie gebracht und uns auf der Fahrt auch schon viel über Kapstadt erzählt. Die Familie hat einen netten Eindruck gemacht und uns am ersten Tag mit in das Einkaufszentrum der Waterfront genommen. Da bis zu unserem ersten Schultag noch ein bisschen Zeit war, konnten wir vorher schon die Stadt ein bisschen erkunden.

Der Sohn der Gastfamilie ist in die Grundschule gegangen in der wir die nächsten Wochen verbringen sollten. Das war sehr praktisch, da er uns am ersten Tag den Einstieg erleichtert hat. Ich wurde in eine siebte Klasse (55 Schüler) eingeteilt und habe am ersten Tag den Unterricht angeschaut und musste feststellen, dass sich der Unterricht in dieser Klasse sehr stark von dem Unterricht, wie ich in aus Deutschland kenne, unterscheidet. Ausschließlich Frontalunterricht. Insgesamt war es auch in der Klasse sehr laut. Ich habe gleich am ersten Tag festgestellt, dass das nicht mein gewünschtes Projekt ist und ich als Freiwillige noch mehr in der Community helfen wollte. Auch meiner Freundin erging es so. Wir haben uns daher an die Koordinatorin gewandt.

Am Freitag unserer ersten Woche wurde uns das neue Projekt vorgestellt. Die Arbeitsstelle lag außerhalb von Kapstadt, das wir jedoch gerne in Kauf nahmen. Letztendlich war das ein richtiger Glücksgriff. Die „neue“ Organisation arbeitet mit den Kindern aus dem Township Dunoon. Hier hatten wir auch das Gefühl, dass wir wirklich gebraucht werden und die Arbeit ohne die Volunteers nicht stattfinden kann. Der erste Teil bestand darin, dass wir Kinder in einer Grundschule Mathenachhilfe gaben. In diese Grundschule gingen nur Kinder aus dem Township. Es war sehr schön, den Lernerfolg der Kinder in dieser kurzen Zeit zu beobachten. Gleichzeitig aber auch sehr erschreckend auf welchem Leistungsstand manche Kinder waren.

Als Belohnung für besondere Leistungen durften die besten Schüler und Schülerinnen nachmittags zum Surfen und zum Schwimmunterricht gehen. Bei gutem Wetter konnte das Programm am Strand stattfinden und bei schlechtem Wetter fand ein Alternativprogramm statt. Zum Beispiel haben wir einen Nachmittag Pizza gebacken.

Wir haben auch noch Einblicke in die Kindergärten erhalten und haben dort versucht den Kindern die grundlegenden Dinge im Zählen oder das Wetter beizubringen. Die Kids haben sich jedesmal sehr gefreut, wenn wir gekommen sind und uns mit ihnen beschäftigt haben.

Es war eine wunderbare Erfahrung, die ich nicht mehr missen möchte.