Freiwilligenarbeit in einem Waisenhaus in Karangasem


"Die ganze Waisenhausfamilie und die Dorfbewohner sind mir ans Herz gewachsen. So freundliche Menschen wie in Bali auf dem Land findet man ich glaube nirgends auf der Welt" Tschako war für zwei Monate als Volunteer in einem Waisenhaus in Karangasem im Nordosten Balis. Hier erzählt er von seinen Erfahrungen und seinem Alltag im Projekt.

Guter Start ins Projekt

Nachdem ich pünktlich vom Airport abgeholt wurde und kurz im Office von Bali-Internships war, wurde ich zusammen mit einer Mitvolunteerin (Steffi) zum Waisenhaus gefahren. Den Weg habe ich die ganze Zeit geschlafen, aber der Aiport Pick-up lief perfekt. Angekommen am Waisenhaus wurden mir die 15 Kinder und Tina, die Waisenhausmutter, durch Laura und Angie vorgestellt. Danach zeigte man Steffi und mir unsere Unterkunft, die direkt neben dem Waisenhaus liegt, was einen guten Start ins Projekt bedeutete.

Mit Eigeninitiative an die Arbeit

Der entscheidende Punkt beim Arbeiten im Waisenhaus ist, dass es an einem selbst liegt seine Arbeitskraft anzubieten oder sich seine Nische zu suchen, da es überall genügend zu tun gibt: Sei es beim Kochen zu helfen, die Wäsche zu waschen, im Garten zu arbeiten, Bananenstauden und Papaya Blätter für die Schweine kleinzuhacken, die Hühner zu füttern, die Kinder zur Schule zu bringen und abzuholen oder die Kinder in Englisch und Mathematik zu unterrichten.

Meine persönliches Erfolgserlebnis

Die nächsten 2 Monate hatte ich es mir zur Hauptaufgabe gemacht im mindestens zwei Fußballfelder großen Garten zu arbeiten. Ich habe insgesamt ca. 40 Löcher mit 1 Meter breite und 1,5 Meter tiefe mit Spaten und Schaufel gegraben, damit hier neue Papayabäume und Bananenstauden gepflanzt werden können. Anschließend habe ich diese Löcher zur Hälfte mit einer Mischung aus alten Kuhdung, Asche und Laub gefüllt, um den Bäumen guten Dünger zu bieten. Außerdem habe ich täglich 2 Kinder mit meinem Roller von der Schule abgeholt nachdem ich zu Mittag gegessen habe.

Lokaler Hochgenuss

Das Essen im Waisenhaus ist fantastisch. Jeden Morgen frische Papaya oder frittierte Bananen aus dem eigenen Garten. Am Mittag, wie könnte es anders sein, Reis mit verschiedensten Gemüsen von denen ich die Meisten noch nie zuvor gesehen habe. Dazu entweder Hühnchen, Fisch oder Tofu. Zum Abendessen gab es wieder Reis. Übrigens hatte ich keinerlei Probleme mit meinem Magen obwohl sich das Essen zu 100% von deutscher 

Kost unterscheidet. Außerdem haben Steffi und ich alle Warungs ( so nennt man die einheimischen Restaurants) in der Nähe durchprobiert. Die Kosten für eine Mahlzeit liegen bei 70 Cent- 1,50 Euro.

Quer durch Bali

Unsere Nachmittage haben Steffi und ich meist am Strand oder einem kleinen Hotel (Iriens Homestay) verbracht, indem man den Pool und das Wifi umsonst nutzen konnte, wenn man sich etwas zu trinken bestellt oder eine Kleinigkeit isst. Einmal pro Woche haben wir nachmittags einen Beach Day mit den Kindern gemacht, was uns allen viel Spaß gebracht hat und dich den Kindern am Anfang auch näher bringt.

An den Wochenenden sind wir nach Ahmed schnorcheln, in Klungkung in den wilden Flüssen geraftet oder in Kuta surfen gewesen.

Außerdem sind wir oft nach Jimbaran in das Studentenhaus gefahren, um dort das Wochenende mit anderen Voluntären zu verbringen. Ein weiteres Wochenende haben wir auf einer Insel (Nusa Lembongan) mit einer Gruppe von 12 Voluntären Urlaub vom Urlaub gemacht und waren dort unter anderem mit Manta Rochen schnorcheln. Am besten setzt man sich einfach auf seinen Roller und erkundet die Insel auf eigene Faust!

Mein balinesischer Name "Made Cheko"

Alles in allem waren meine 2 Monte Aufenthalt sehr entspannt und lehrreich, da man danach echt weiß wie gut man es in Deutschland hat und wie einfach uns das Leben gemacht wird.

Die ganze Waisenhausfamilie und die Dorfbewohner sind mir ans Herz gewachsen. So freundliche Menschen wie in Bali auf dem Land findet man ich glaube nirgends auf der Welt!!!


Meine Zeit hier ist wie im Flug vergangen und ich kann es kaum glauben, dass es in 4 Tagen schon wieder nach Hause geht. Meine Integration ging sogar soweit, dass mich das halbe Dorf am Ende kannte und ich „Made Cheko“ getauft wurde. Ich kann jedem nur empfehlen sich so viel Zeit wie möglich für eine solche Erfahrung zu nehmen um auch wirklich Teil des Ganzen zu werden, denn die Zeit vergeht einfach zu schnell !