Freiwilligenarbeit im Township und Surfprojekt in Kapstadt


Nach dem Abitur im Juli ging es für meinen Freund und mich im November für 3 Monate nach Kapstadt. Ich konnte mir garnicht vorstellen, was mich dort erwarten würde und habe es einfach voller Vorfreude auf mich zukommen lassen.

Die ersten Tage in Kapstadt

Nach einem langen Flug wurden wir sehr herzlich begrüßt und am Abend gab es das nationale Gericht Braai als Dinner im Volunteerhaus, wo wir direkt auch andere Freiwillige aus der ganzen Welt kennenlernten. Am nächsten Tag bekamen wir eine Stadtrundführung durch Kapstadt, um die Stadt ein bisschen näher kennen zu lernen.

Direkt am Montag ging es dann schon los mit dem sogenannten „Teacher-Training“. Dort wurde uns erklärt, wie der Tagesablauf in den Schulen aussehen würde und wir bekamen Tipps, wie wir mit den Kindern am besten umgehen sollten und wie die Kinder uns, und sich gegenseitig behandeln würden.

Das Projekt

Ziemlich gespannt, was uns erwarten wird, sind wir dann am nächsten Morgen in die Schule des Townships Dunoon gefahren. Die Kinder sind sofort freudestrahlend und glücklich schreiend auf uns zugerannt. Das war ein echt schönes Gefühl! Wir haben dann mit verschiedenen Altersgruppen jeweils eine Stunde Spiele gespielt, Lieder gesungen, getanzt etc.

Kurz vor Weihnachten gab es eine Aktion, für die Spenden gesammelt wurden, um den Kindern Weihnachtsgeschenke zu geben. Mit dem Geld wurde für jedes Kind eine Tüte zusammengestellt mit Spielsachen, etwas zum Anziehen, Zahnbürste und ein paar anderen Kleinigkeiten. Es war sehr schön zu sehen, wie sich die Kinder über ihre Geschenke gefreut haben.

Wir waren jeden Vormittag für die Kindern im Alter von zwei bis acht Jahren in der Schule zuständig. Außerdem gab es am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ein Nachmittagsprogramm, welches aus Skaten, Schwimmen, Surfen, Fußball oder Netball bestand. Man wurde jeden Tag einer Sportart zugeteilt und übte diese mit den Kindern und Jugendlichen im Alter von 13 bis 17 Jahren aus. Insgesamt waren die Kinder sehr herzlich, jedoch nicht mit europäischen Jugendlichen zu vergleichen. Sie sind anders erzogen und haben eine ganz andere Wertvorstellung. Es war jedoch jeden Tag aufs Neue schön und interessant, mit den Kindern etwas zu unternehmen und ihre Lebensfreude zu sehen und zu teilen.

Das Leben in Südafrika

Außerhalb des Projekts gab es in Südafrika natürlich auch viel zu sehen. Wir haben uns, zum Beispiel, ein Auto gemietet, um die Garden Route bis Port Elizabeth zu befahren, haben Shark Cage Diving und eine dreitägige Safari gemacht, welche mein persönlicher Höhepunkt der ganzen Reise war. Es war etwas ganz Besonderes die Big Five zu sehen, sowie Leoparden in einer Auffangstation zu streicheln, und den Bungee- Sprung von der höchsten Bungee-Brücke der Welt zu machen - einfach unvergesslich!

Auch sehr sehenswert ist es, den Lions Head vor Sonnenaufgang zu besteigen, um die aufgehende Sonne über Kapstadt zu sehen.

Fazit

Alles in allem war der dreimonatige Aufenthalt in Südafrika ein Erlebnis, das ich nie wieder vergessen werde und welches mich positiv beeinflusst hat, weil ich so viel Neues erlebt habe, was außerhalb des normalen Horizontes liegt.