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Clara und ihre freiwillige Reise in Kapstadt: eine bessere Lehrerin

Als angehende Grundschullehrerin kam Clara der Projektwechsel sehr gelegen: Sie ging nach Kapstadt, um an einer Grundschule Englisch zu unterrichten. Clara ist hier, um ihre Geschichte zu erzählen.

Zusammen mit einem Freund habe ich mich für eine freiwillige Arbeit in einem Waisenhaus in Kapstadt beworben. Nach einer Weile bekamen wir schließlich die Bestätigung, und wir waren sehr aufgeregt und glücklich über diese Möglichkeit. Endlich konnten wir unser Projekt in Südafrika beginnen.

Leider konnten wir dort nicht arbeiten, da wir kurz nach der Bestätigung die Absage erhielten. Das Waisenhaus hatte bereits genügend Freiwillige, die ihnen in dieser Zeitspanne aushelfen konnten. Deshalb gab es dort keinen Platz mehr für uns. Was nun? Unser Projektkoordinator für Kapstadt versprach uns, ein ähnliches Projekt zu finden.

Da ich bald Lehrer sein werde, passte das Projekt, das uns dann zugeteilt wurde, perfekt. Wir arbeiteten in einer Grundschule und wohnten in einer Gastfamilie, deren Haus nur zwei Gehminuten vom Schulgebäude entfernt war. Das passte perfekt!

Nach einem langen Flug kamen wir schließlich in Südafrika an und wurden von einem wirklich netten Taxifahrer abgeholt. Er brachte uns sicher zu unserer Gastfamilie und versorgte uns bereits während der Fahrt mit Informationen über Kapstadt. Die Familie machte einen freundlichen ersten Eindruck und brachte uns an unserem ersten Tag in das Einkaufszentrum an der Waterfront. Da wir vor Schulbeginn noch einige Tage Zeit hatten, nutzten wir die Zeit, um die Stadt zu erkunden.

Der Sohn der Familie besuchte auch die Schule, in der wir unterrichten würden, und das war sehr praktisch, da es unseren Start erleichterte. Ich war für die siebte Klasse verantwortlich, und als ich den ersten Unterrichtstag beobachtete, wurde mir klar, dass sich ihre Methoden wirklich von denen unterscheiden, die wir in Deutschland kennen. Nur die Vorträge waren konfrontativ, und außerdem war es während des Unterrichts sehr laut.

Ich hatte das Gefühl, dass es nicht das richtige Projekt für mich war. Die Schule vermittelte mir nicht den Eindruck, als ob sie Hilfe bräuchte. Mein Freund hatte das gleiche Gefühl. Also wandten wir uns an unsere Projektkoordinatorin und erklärten ihr, dass wir wirklich helfen und etwas verändern wollten.

Am selben Freitag wurde uns unser neues Projekt vorgestellt. Der Arbeitsplatz befand sich außerhalb der Stadt, was für uns in Ordnung war. Wir wollten fünf Wochen als Freiwillige arbeiten, aber da Studentsgoabroad nur die Kosten für weitere drei Wochen übernahm, hatten wir eine Woche Zeit, um zu reisen.

Unser neues Projekt war sehr schön. Die neue Organisation arbeitete mit Kindern aus dem Township Dunoon. Wir hatten wirklich das Gefühl, dass wir hier gebraucht werden und dass eine Arbeit ohne Freiwillige nicht möglich wäre. Zuerst mussten wir den Kindern bei ihren Mathe-Hausaufgaben helfen. Nur Kinder aus dem Township gingen in diese Grundschule. Es war erstaunlich, zu sehen, wie sich die Lage der Kinder verbesserte, aber es war auch erschreckend zu sehen, wie wenig einige Kinder wussten.

Als Belohnung für die besten Schüler nahmen wir sie am Nachmittag zum Surfen mit und schickten sie auch zum Schwimmkurs. Leider war das Wetter nur eine Woche lang gut, so dass wir diese Zeit nur zum Surfen nutzen konnten. Wenn es regnete, fanden wir andere lustige Dinge zu tun, wie zum Beispiel an einem Nachmittag Pizza zu backen. Wir waren auch in einem Kindergarten und haben versucht, den Kindern grundlegende englische Vokabeln wie das Wetter und Zahlen beizubringen. Die Kinder haben sich immer sehr gefreut, uns zu sehen und mit uns zu spielen.

Alles in allem war die Freiwilligenarbeit eine wertvolle Erfahrung, die ich nicht missen möchte.

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