Christina als Freiwillige im Pinguinprojekt und im Kinderkrankenhaus in Kapstadt


5 Monate lang verbrachte Christina in Südafrika und unterstützte in ihrer Zeit gleich 2 Projekte. Zuerst half sie in einem Schutzzentrum für Pinguine aus. Anschließend unterstützte sie als Play-Volunteer ein Kinderkrankenhaus, indem sie täglich mit den Kindern spielte, um diese von ihrer Krankheit abzulenken.

Für mich stand schon immer fest, dass ich nach meinem Abitur für einige Monate ins Ausland gehen möchte. Südafrika war dabei schon immer ein Land gewesen, das mich sehr interessiert und fasziniert hat, deswegen habe ich beschlossen, dort für 5 Monate Freiwilligendienst zu leisten. 

Die Arbeit im Rehabilitationszentrum für südafrikanische Seevögel

Mein erstes Projekt war bei einem Rehabilitationszentrum, bei dem es um die Rettung und Pflege von Seevögeln aus Südafrika, insbesondere dem afrikanischen Pinguin, geht. Die ersten Tage ist man dort vor allem mit der Reinigung der ganzen Gehege, der Matten, der Transportboxen, der Trennwände und der Pools beschäftigt. Außerdem hilft man bei der Vorbereitung von Darrows und Formulas, spezieller Medizin für die Pinguine, damit diese so schnell wie möglich wieder gesund werden.

Mit der Zeit wird man dann immer wieder trainiert und es wird einem gezeigt, wie man mit den Tieren richtig umgeht. Man lernt wie man sie richtig einfängt, richtig hält, sie mit Fisch füttert und wie man ihnen die Medizin verabreicht. Dabei werden auch immer Listen geführt, in denen alles Wichtige festgehalten wird. Wenn die Seevögel dann wieder fit genug sind, um sich selber zu versorgen, werden sie wieder freigelassen.

Jeder Volunteer darf an mindestens einem Release teilnehmen, und es ist wirklich schön zu sehen, wie die Tiere, um die man sich wochenlang gekümmert hat, wieder in ihre natürliche Umgebung zu ihren Artgenossen zurück dürfen. Obwohl die Arbeit manchmal ziemlich anstrengend war, da wir zwischenzeitlich sogar über 500 Tiere an einem Tag zu versorgen hatten, war es dennoch eine tolle Zeit, in der ich auch sehr viel über die verschiedenen Seevögel lernen konnte.

Als Play-Volunteer im Kinderkrankenhaus

Mein zweites Projekt führte mich zu einem Kinderkrankenhaus. Dabei handelt es sich um eine Initiative innerhalb des Krankenhauses, über die wir als sogenannte Play-Volunteere mit den Kindern gespielt und somit versucht haben, sie von ihrer Krankheit abzulenken. Jeden Morgen haben wir uns eine Station ausgesucht, zu der wir gerne gehen wollen, und haben daraufhin das Spielzeug in einen Trolley gepackt, mit dem wir dann zu den Kindern gegangen sind. Diese haben meist schon auf uns gewartet und sind uns mit einem strahlenenden Lächeln entgegengekommen. Die Krankheiten der Kinder reichten von teilweise ziemlich schweren Verbrennungen bis hin zu Krebserkrankungen oder verschiedenen Transplantationen. In dem Krankenhaus werden außerdem Menschen unabhängig von Einkommen, Herkunft oder Religion behandelt, weshalb man oft mit sehr unterschiedlichen Menschen zu tun hatte.

Ab und zu haben einem die Eltern auch etwas aus ihrem Leben erzählt, wodurch man schon ziemlich viel vom Leben der Einheimischen mitbekommen hat. Auch wenn manche Schicksale der Kinder nicht sehr einfach waren, hatte ich trotzdem eine tolle Zeit dort, in der mir auch einige Kinder sehr ans Herz gewachsen sind.

Meine Freizeit in Kapstadt

In meiner freien Zeit habe ich natürlich auch sehr viel mit den anderen Volunteeren unternommen und dadurch auch viel von Kapstadt und dessen Umgebung gesehen. Wir haben eine Tagestour ans Kap der guten Hoffnung unternommen, waren bei einem typischen südafrikanischen Wine-Tasting, haben uns das Gefängnis auf Robben Island angesehen und waren auf einem Sommer-Konzert im Kirstenbosch Botanical Garden. Natürlich durften auch der Tafelberg und die Waterfront nicht fehlen. Wir haben auch eine geführte Tour durch eines der Townships gemacht und waren bei Mzoli’s, einer Township-Party, auf der Touristen und Einheimische miteinander gefeiert haben.

In der Zeit zwischen meinen Projekten habe ich außerdem eine Garden Route – Tour gemacht und kurz vor meiner Heimreise waren wir noch entlang der Westküste unterwegs. Dabei haben wir auch noch allerlei Dinge wie Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, Elefantenreiten oder eine Safari gemacht. 

Mein Fazit?

Meine Zeit in Südafrika hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Ich habe sehr viele Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen dürfen und dabei sehr viel über mich selbst und über die afrikanische Kultur und Mentalität gelernt. Ich würde es auch sofort wieder machen und dementsprechend auch jedem, der darüber nachdenkt, eine Reise dieser Art zu machen, weiterempfehlen, denn es hat sich auf jeden Fall gelohnt.