Barcelona, ich habe mich verliebt!


"Barcelona, ich danke dir für diese unglaublich tollen Momente, ich werde mich immer wieder gerne an sie zurückerinnern, ich habe mich schwer verliebt, in dich, deine Menschen, dein Essen, deine Kunst, deine Märkte und deinen Charme…" Neben diesen schmeichelnden Worten berichtet Kristina, was sie in ihren 7 Monaten Barcelona erlebt hat und gibt uns heiße Insider Tipps aus der katalonischen Küche! 


Wie alles begann

Einige Jahre zuvor hatte ich schon einmal ein paar Tage in Barcelona verbracht und die katalanische Hauptstadt hatte mich damals schon begeistert. Vor allem da ich ein Praktikum im Bereich Kunst angestrebte, bot sich Barcelona natürlich erst recht an: die weltberühmte Architektur des einzigartigen Antoni Gaudí,  die Werke Joan Mirós und zahlreiche Museen und Ausstellungen.

Bis es dann irgendwann soweit war und ich mein 7-monatiges Abenteuer beginnen sollte. Nach einem extrem frühen Flug landete ich nach einigen Stunden auf spanischem Boden. An diesem sonnigen Morgen hatte ich noch absolut keine Ahnung was mich erwarten würde, ich sprach fast kein Wort spanisch, kannte keine Menschenseele und war somit ziemlich aufgeregt.

Angekommen in Barcelona, 7 Monate to go!

Glücklicherweise holte mich Katharina, eine der Mitarbeiterinnen vor Ort, dann bei meiner Ankunft im Stadtzentrum Barcelonas ab und half mir dabei den Weg zu meiner Wohnung zu finden. Das hat auch nur wenige Minuten gedauert, da meine WG eine Traumlage hatte. Plaça Catalunya und Passeig de Gràcia befanden quasi direkt vor der Haustür.

Ich hatte übers Wochenende noch etwas Zeit mich einzuleben und beispielsweise alle meine Mitbewohnerinnen kennenzulernen, und dann ging es gleich montags auch schon mit meinem ersten 4-wöchigen Sprachkurs los. Ich lernte auf einen Schlag unglaublich viele Leute kennen und so verstrich der erste Monat sehr schnell.

Volle Unterstützung bei meinem Praktikum in der Galerie

Daher stand der Beginn meines Praktikums bevor. Ich arbeitete in einer familiären Galerie im schönen Gràcia-Viertel Barcelonas. Dort war ich für das allgemeine Office-Management zuständig, hatte im Empfang direkten Kontakt mit Kundengestaltete die neue Website und war an der Montage sowie Demontage vieler Expositionen beteiligt. Auf diese Weise lernte ich auch super viele Künstler aus allen möglichen Bereichen kennen. Unheimlich interessant! Und natürlich war meine Arbeit auch perfekt, um mein spanisch schnellstmöglich zu verbessern. Anfangs war es mit A1-Spanischkenntnissen nämlich nicht gerade einfach beispielsweise Telefongespräche entgegenzunehmen. Daher war es von den beiden Besitzerinnen der Galerie Alexandra und Cristina auch ganz schön gewagt, mir solche Aufgaben gleich zu Beginn zu übertragen… aber so ist das eben in Spanien, alles etwas mehr „tranquila“. Mit den beiden hatte ich so oder so das große Los gezogen, denn sie unterstützen mich wo es nur ging und obwohl beide halbdeutsch sind, sprachen sie in der Galerie nur spanisch mit mir, somit habe ich es vor allem auch ihnen zu verdanken, dass ich mittlerweile das Niveau B1 abgeschlossen habe.

Eine unvergessliche Zeit

Auch in meiner Freizeit verlebte ich eine unvergessliche Zeit in Barcelona. Wenn man sich erst einmal an den völlig anderen Tagesrhythmus gewöhnt hat (morgens geht’s erst um 10 Uhr los, die Mittagspause dauert von 14 Uhr bis fast 17 Uhr und da die meisten bis 20 Uhr arbeiten, kommt keiner auf die Idee, vor 21 Uhr Essen zu gehen), wird man super schnell Teil von Land und Leute und somit ebenfalls süchtig nach dem lockerleichten Lebensstil der Barcelonesen.

Sonnenaufgang am Strand, Flamenco-Shows, Ausflüge nach Sitges oder Tarragona, die Handball-WM, Tapas essen auf dem Plaça del Sol, die Ramblas bis zum Hafen hinunter bummeln, ein Wochenendtrip nach Madrid und viele lustige Abende in etlichen Bars und Restaurants im Born, Gòtico oder auch im Gràcia.


Das alles sind nur ein paar Bestandteile einer unvergesslichen Zeit, die ich in Barcelona verbrachte. Und da Barcelona auch nicht gerade aus der Welt liegt, hatte ich sogar die Möglichkeit, über Weihnachten ein paar Tage in Deutschland zu verbringen oder bekam auch einmal Besuch von Freunden oder Familie.

Danke, Barcelona!

Alles in allem war es definitiv eine sehr gute Entscheidung dieses Auslandspraktikum zu machen. Ich habe Leute aus gefühlt 100 verschiedenen Nationen kennengelernt, ein super interessantes Praktikum absolviert und eine neue Sprache gelernt. Ich kann es daher nur jedem empfehlen, längere Zeit in dieser wundervollen Stadt zu verbringen.

Barcelona, ich danke dir für diese unglaublich tollen Momente, ich werde mich immer wieder gerne an sie zurückerinnern, ich habe mich schwer verliebt, in dich, deine Menschen, dein Essen, deine Kunst, deine Märkte und deinen Charme…

Hier die versprochenen Restaurant/Bar/Café –Tipps:

  • Super toll zum Brunchen: Hotel Villa Emilia, Calàbria 115-117, 08015 - Barcelona
  • Eins meiner Lieblingscafés mit unglaublich leckeren Torten & Kuchen: WePudding, Calle Pau Claris 90, 08010 Barcelona
  • Tolles vegetarisches Restaurant: Teresa Carles, C/Jovellanos 2, 08001 Barcelona
  • Meine zwei liebsten Granjas: Granja Viader, C/ Xucla, 4 – 6, 08001 Barcelona, Granja Dulcinea, Carrer Petritxol número 2, Barcelona
  • …und noch ein kleiner Tipp: beide Granjas haben eine typisch spanische Mittagspause & machen nachmittags dann erst wieder ab 17 Uhr auf, da sollte man auch pünktlich dort sein, weil ebenfalls viele Einheimische dorthin gehen und es sich superschnell füllt, trotz beide sehr «versteckt» liegen.