Arbeiten in Südafrika
Die atemberaubende landschaftliche Schönheit Südafrikas zieht jährlich Tausende von Touristen aus aller Welt an. Viele reizt die Vorstellung am anderen Ende der Welt zu arbeiten und zu leben. Doch die Hürden dafür sind hoch, denn Südafrika hat strenge Arbeitsbestimmungen für Ausländer bzw. Einwanderer. Chancen haben nur jene, die über eine sehr gute Ausbildung und handfeste berufliche Qualifikationen verfügen und bestimmte Auflagen erfüllen können, wie zum Beispiel, dass kein Südafrikaner die ausgeschriebenen Anforderungen für die Arbeitsstelle erfüllen kann. Nur dann erhält man eine sogenannte "Working Permit" für den Zeitraum von zwei Jahren. Außerdem sollte man die englische Sprache ausreichend beherrschen, um im Arbeitsleben Fuß zu fassen.
Südafrikas Metropolen bieten viele Möglichkeiten eine passende Arbeitsstelle zu finden. Das wirtschaftliche Zentrum ist nach wie vor Johannesburg, wobei in Kapstadt eher Kreativität gefragt ist. In Kapstadt gibt es überdurschnittliche viele Webdesign, Marketing sowie PR Unternehmen. Bedeutenster Wirtschaftszweig ist jedoch der Tourismus. Neben dem Bergbau machen auch der Weinbau und die verarbeitende Industrie Südafrika zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort. Auch der Dienstleistungssektor und dort insbesondere die Tourismusbranche sind wachsende Wirtschaftsbereiche in Südafrika.
Die Lebensqualität in Südafrika ist sehr unterschiedlich und die Lebenshaltungskosten sind deutlich geringer als in Deutschland. Leben und Wohnraum ist vor allem in den ländlichen Gebieten preiswert. Allerdings begegnet man dort oft einer Einsamkeit, die man von Europa nicht kennt. Nicht zuletzt deshalb wird den Südafrikanern eine gewisse Gelassenheit und Ruhe nachgesagt, die viele Auswanderer suchen. Gerade die Kapstädter haben die Capetonian-Zeit entwickelt, bei der Pünktlichkeit - ähnlich wie in Spanien - nicht die oberste Priorität hat. Doch in den quirligen Wirtschaftszentren des Landes herrschen engagierte Arbeitsbedingungen.
Einreise und Aufenthalt
Egal mit welchem Ziel Sie nach Südafrika reisen, an der Beantragung eines Visums kommen Sie nicht vorbei. Eine gute Planung Ihres Aufenthaltes zahlt sich aus, denn je nachdem, was Sie machen möchten, sind unterschiedliche Formalitäten zu erledigen. Vor allem bei der Beantragung Ihrer Aufenthaltsgenehmigung sollten Sie wissen, ob Sie ein Touristenvisum oder ein "Work Permit" beantragen müssen. Sollten Sie in Südafrika eine Existenz gründen oder einen Betrieb übernehmen wollen, so benötigen Sie hierfür eine "Business Permit", die Ihnen vorerst eine Arbeitserlaubnis für 24 Monate sichert. Später dann, sofern man bestimmte Voraussetzungen erfüllt hat, kann diese permit beliebig verlängert werden.
Baut Ihre Firma eine Zweigstelle in Südafrika auf, so brauchen Sie ein spezielles Visum, das Ihnen vorerst eine Arbeitserlaubnis für 24 Monate gewährt.
Falls dies nicht auf Sie zutrifft und Sie auch kein Investor sind, der mindestens 2,5 Millionen Rand (250 000 Euro) zur Verfügung hat, gibt es Möglichkeiten der Reduzierung des Investmentkapitals. Allerdings ist die Ausstellung eines Arbeitsvisums in Südafrika an viele Bedingungen geknüpft. So müssen Sie als Antragsteller ein Jobangebot von einem südafrikanischen Arbeitgeber vorweisen, der seinerseits alles ihm Mögliche versucht haben muss, um einen geeigneten südafrikanischen Mitarbeiter zu finden. Ob Sie eines der begehrten Arbeitsvisa für Südafrika bekommen oder nicht, wird vom "Department of Home Affairs" entschieden, bei dem berufliche Qualifikation und Erfahrung, Englischkenntnisse und der gesundheitliche Zustand des Antragstellers wesentliche Kriterien sind. Außerdem ist es wichtig welche Arbeitskräfte gerade im Land gesucht werden. Das können mal medizinische Fachkräfte sein, mal Handwerker oder IT-Spezialisten, die sogenannte "Quota Permit".
Wenn Sie diese Hürde erfolgreich genommen haben und sich zu den glücklichen Inhabern eines Arbeitsvisums zählen können, dann dürfen Sie mit diesem Arbeitsvisum für längstens zwei Jahre wohnen und arbeiten. Wenn diese zwei Jahre vorbei sind und das Heimweh Sie noch nicht gepackt hat, können Sie ein neues Visum beantragen - grundsätzlich gibt es keine Begrenzung wie viele Anträge gestellt werden dürfen.
Jobsuche und Bewerbung
Wie gut die Chancen sind einen Job zu finden, hängt vor allem von ihrer beruflichen Qualifikation ab. Die südafrikansche Regierung sammelt die Anträge und bewertet diese nach bestimmten Kriterien, die vor allem die aktuellen Belange der südafrikanschen Wirtschaft berücksichtigt. Daneben spielen auch familiäre Verbindungen nach Südafrika, Sprachkenntnisse und anderes eine Rolle. Mitunter haben Handwerker und IT-Spezialisten gute Aussichten, aber auch Fachkräfte für die wachsende Dienstleistungsbranche.
Zur lückenlosen Planung Ihres Arbeitsaufenthaltes in Südafrika gehört auch, dass Sie möglichst schon vor Ihrer Abreise eine Immigrationsfirma kontaktieren.
Personalvermittlung
Eine sehr gute Personalvermittlung in Südafrika ist Arbeiten in Kapstadt.
Arbeiten in Kapstadt ist eine Personalvermittlung für Deutschsprachige. Zu unseren Kunden zählen lokale wie auch internationale Firmen mit Sitz in Kapstadt. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, speziell deutschsprachiges Personal zu akquirieren und erfolgreich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu vermitteln. http://www.arbeiteninkapstadt.com
Arbeitsbedingungen
Auch wenn sonniges Badewetter und tolle Strände in Südafrika geradezu zum Faulenzen einladen, sind die Südafrikaner durchaus karriereorientiert. Hier besteht ein recht kompetetiver Arbeitsmarkt, auf dem man sich behaupten muss. Sehr gute Englischkenntnisse sind deshalb ein "must", um mit den einheimischen Mitbewerbern konkurrieren zu können.
In Südafrika gibt es gesetzliche Bestimmungen darüber, wie viel ein Arbeitgeber seinen Angestellten mindestens zahlen muss. Jeder Arbeitnehmer hat, wenn er 12 Monate lang für denselben Arbeitgeber gearbeitet hat, das Recht auf 3 Wochen bezahlten Urlaub im Jahr. Aufgrund des BEE (Black Economic Empowerment) Gesetz werden verstärkt die sogenannten "Previously Disadvantaged People" bei der Bewerberauswahl bevorzugt.
Krankenversicherung
Im Hinblick auf das südafrikanische Gesundheitssystem wird oft von einer "Zweiklassengesellschaft" gesprochen. Hiermit meint man auf der einen Seite die Leute mit privater Krankenversicherung, auf der anderen Seite diejenigen ohne Krankenversicherung. Die Mitgliedschaft in einer privaten Krankenkasse macht sich in erster Linie durch die deutliche Verkürzung von Wartezeiten bezahlt. So kann es Patienten ohne Krankenversicherung passieren, dass sie in weniger dringenden Fällen wochenlang auf einen Untersuchungstermin im öffentlichen Krankenhaus warten müssen während sich Privatpatienten schon nach wenigen Tagen bei dem entsprechenden Privatlabor melden dürfen. Da die Beiträge für eine private Krankenversicherung durchaus erschwinglich sind, haben sich viele Südafrikaner für diese Möglichkeit entschieden.






