Ervaringen

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TIA – This is Africa
Bericht von Christin (Juni 2007)
Es gibt Tage, an denen läuft einfach alles schief. Man hat sie nicht oft, aber wenn sie einen treffen, dann richtig. Solch ein Tag, den man am liebsten aus seiner Erinnerung streichen möchte, war meine Anreise nach Kapstadt. Erst ein ersatzlos gestrichener Hinflug, dann eine Nacht im Hotel am Flughafen, ein verspäteter Abflug, ein verpasster Anschlussflug, ein fehlender Koffer und schlussendlich ein gestohlener Laptop. Alles in allem: Mein Praktikum in Südafrika begann alles andere als reibungslos.
Trotzdem habe ich meine Wahl, nach Kapstadt zu kommen, keine Sekunde bereut. Es kann eben nicht immer alles perfekt sein. Trotzdem ein Hinweis an alle Nachfolger: Wertvolle Sachen niemals in Reisetaschen oder Koffern verstauen sondern mit ins Handgepäck nehmen! Ich habe aus meinem Fehler gelernt!
Den Osterfeiertagen sei Dank, konnte ich die erste Woche in vollen Zügen genießen, urlaubsmäßig versteht sich. Rauf auf den Tafelberg, ab ans Kap der Guten Hoffnung, erste Begegnungen mit dem afrikanischen Wildlife und dazu Sonne, Sonne und nochmals Sonne. Völlig ausgeruht habe ich dann meine Praktikumsstelle angetreten. Eine kleine Firma mit einem äußerst netten, verständnisvollen Chef und super Kollegen. Was will man eigentlich mehr. Bei meiner Praktikumsstelle hatte ich also voll ins Schwarze getroffen, bei meinem Mietwagen hat mein Zielwasser jedoch kläglich versagt. Ein alter VW-Käfer. Einerseits sehr billig, andererseits aber alles andere als zuverlässig, leider. Um euch einen kleinen Eindruck zu geben, die angefallenen Schäden in chronologischer Reihenfolge: kaputter Vergaser, Motorschaden, defektes Tacho, nicht funktionierendes Autoschloss, wieder Probleme mit dem Vergaser. Ihr seht also, lasst lieber die Finger davon. Damit erspart ihr euch eine Menge Stress. Andere Mietwagen sind zwar teurer, lassen euch dafür aber nicht im Regen stehen. Außerdem sind die Käfer nicht wirklich für längere Fahrten gemacht. Dabei gibt es Ziele in der näheren Umgebung Kapstadts, die ihr nicht verpassen solltet. Zum Beispiel kann ich jedem Spiers empfehlen. Dieses Weingut liegt auf dem Weg nach Stellenbosch, ungefähr eine Stunde von Kapstadt entfernt. Hier locken neben einer Weinverkostung und einem Restaurant, wo man in Baumkronen isst, auch eine Aufzuchtstation für Geparden. Eine einmalige Chance den Raubkatzen wirklich ganz, ganz nahe zu kommen.
Ein weiteres Event ist das South African Cheese Festival. Dort könnt ihr Käse, Wein, Schokolade und andere Köstlichkeiten verkosten, bis der Arzt kommt. Yummy!!! Haltet also Ausschau nach dem Termin des Festivals im nächsten Jahr. Ende April 2008 dürfte es wieder soweit sein, auf dem Gut Bien Donné, in der Nähe von Franschhoek. Aktuelle Veranstaltungen findet ihr übrigens im Cape ETC. Dieses Magazin hält für jeden Geschmack etwas bereit. Im Großen und Ganzen Daumen hoch für Südafrika. Es ist die Reise wert.
Fast immer Wellen
Bericht von Hauke (Juni 2007)
Meine Praktikumszeit war eine verdammt gute Zeit und ich kann nur jedem weiterempfehlen mal nach Kapstadt zu kommen! Die Stadt hat sehr viele Seiten und Facetten. Speziell zum Surfen ist es in Kapstadt ein kleiner Traum. Es gab in der ganzen Zeit nur eine handvoll Tage an denen man nicht surfen konnte. Während des Praktikums konnte ich immer noch Zeit finden in der Woche jeden Tag eine Abendsession mit meinem Chef und meinem Arbeitskollegen zu machen. Die Wochenenden waren dann dementsprechend verplant und ich hatte kaum Zeit mir mal eine von den vielen Sehenswürdigkeiten wie den Tafelberg angucken zu können. In den ersten 4 Monaten hab ich es nicht geschafft auf den Tafelberg zu kommen. Aber man muss ja Prioritäten setzen im Leben.
Abends konnte ich noch zu Konzerten gehen und einige von den lokalen Größen begutachten. Sowieso in der Longstreet ist eigentlich jeden Abend die Hölle los. Eins der großen Vorteile hier ist, dass Essengehen ziemlich billig ist und daraufhin war ich so viel in Restaurants unterwegs wie noch nie. Das Restaurant mit den besten Lamm Spare Ribs ist das Manhattan. Wenn man mal raus aus der Stadt will ist das in 10 Minuten getan und man hat sowieso zahlreiche Stadtstrände, die alle ein Besuch wert sind. Zum Surfen kann ich nur Derdesteen empfehlen mit fast immer Wellen. Man sollte unbedingt Zeit vor oder nach dem Praktikum mitbringen um die anderen Gegenden in Südafrika abzuklappern. Ganz wichtig ist die Garden Route und vielleicht noch ein Stück weiter die Transkei, die schon das wilde Afrika verkörpert.
Also es lohnt sich...
Eine GENIALE Erfahrung
Sebastian (01.06.2006)
Also mein Praktikum in Kapstadt war eine totale Sensation und - im Nachhinein muß ich sagen - es hat mich menschlich, wie auch beruflich, sehr viel weitergebracht. Nachdem ich um 5 Uhr morgens nach einem 12Std Flug in Kapstadt angekommen bin, hat mich eine sehr nette Mitarbeiterin meiner Praktikumsvermittlung abgeholt und mir die erste Scheu vor der neuen Umgebung genommen. Sie gab mir die ersten Tipps, wie die Dinge in Kapstadt so laufen, denn es ist schon ein wenig anders wie in Europa. Das war jedoch auch der Grund, weswegen ich mir schließlich auch ein afrikanisches Land ausgesucht habe. Am darauffolgenden Tag ging es auch schon mit meinem Praktikum los. Auch hier waren die Leute von Anfang an sehr aufgeschlossen und überaus freundlich, und ich habe meine ersten Erfahrungen in der südafrikanischen Businesswelt sammeln können. Allgemein ist einfach zu sagen, daß das Land unglaublich schön ist und die Menschen sehr aufgeschlossen auf Ausländer zugehen. Mein Tipp wäre, auf jeden Fall nach dem Praktikum noch zwei Wochen durch Südafrika zu reisen, da man sonst was verpaßt.
Hab` ne schöne Zeit in Südafrika und genieß es! Ich komme auf jeden Fall wieder. Yebo, yes!
Neues ERLEBEN
Karl, Referendar (24.07.2006)
Während der Schulzeit, aber noch mehr während des Studiums, trat mehrfach die Möglichkeit und die Frage eines Auslandsaufenthaltes auf, doch ich nahm diesen heute eigentlich notwendigen Schritt nie richtig in Angriff.
Während meines Referendariats trat diese Möglichkeit dann wieder auf und da das Referendariat nicht gerade zu den spannendsten Episoden eines Juristenlebens gehört, zog ich einen Auslandsaufenthalt während meiner Wahlstation erstmals ernsthaft in Betracht.
Nachdem ich also mit mir klar geworden war, stellte sich die Frage nach dem wohin. Durch zwei Kollegen, die in Kapstadt ihren LL.M. gemacht hatten, stiess ich auf Südafrika und freundete mich schnell mit dem Gedanken an, in Afrika meinen Auslandseinsatz zu absolvieren. Und wenn man soweit ist, dann ist ja wohl klar, dass es dort eigentlich nur nach Kapstadt geht - eine der schönsten Städte der Welt. Die Würfel waren gefallen.
Nun kam die nächste Hürde, welche es zu meistern gab; die Bewerbungsunterlagen. Meine erste Bewerbung überhaupt und dann auch noch eine in englisch. Aber mit der Hilfe meiner Freundin und einem schlauen Buch habe ich das dann auch hingekriegt. Eine der angebotenen Stellen nahm ich dann auch an. studentsgoabroad.com organisierte mir dann auch eine Unterkunft. Es lief alles sehr gut und unkompliziert an; klar, wenn die wichtigsten Dinge von anderen für einen organisiert werden. Und es lief immer besser. Durch die Kanzlei erfuhr ich dann auch, dass mit mir 3 weitere Referendare und ein Praktikant zur gleichen Zeit zusammenarbeiten werden. Was will man eigentlich mehr? Nun war ich in der Fremde nicht allein und über den Mailkontakt zu denen, war ich mir sicher, dass die ganz nett waren.
Also, soweit alles im Lack. Arbeitsstelle in einer geilen Stadt, Unterkunft dort und Kontakt zu anderen, die mein Schicksal teilen sollten. Ich war ganz guter Dinge.
Zwischendurch wurde noch schnell alles Notwendige geregelt, wie Impfungen, Einreisebestimmungen, etc. Aber all das war wirklich kein grosses Ding und so startete ich von Frankfurt Richtung Kapstadt mit grossen Vorsätzen: Den Lebenslauf zu frisieren, mein Englisch zu verbessern (und das hatte es dringend nötig) und einfach eine gute Zeit zu verbringen.
Am Flughafen in Kapstadt wurde ich dann von einem Kollegen aus Bochum, welcher seine Station beim Konsulat absolvierte, abgeholt (ich wäre aber auch von studentsgoabroad.com abgeholt worden) und direkt auf eine Tour durch die Wine-Lands in der Umgebung von Kapstadt mitgenommen. Tag darauf war ich dann mit anderen jungen Leuten auf einem Trip zum wale-watching an der Küste. Kapstadt und Umgebung sind einfach unschlagbar - traumhaft.
Und in der Stadt geht einiges. Dadurch, dass man direkt einen Haufen Leute kennenlernt, die schon einige Zeit da sind und wissen, wo was geht, lernt man die Stadt und die Clubs schnell kennen. Es ist bisher eine Riesenzeit. Viele neue und nette Menschen, Parties und viele Touren. Es ist echt cool.
Was die allgemeinen Bedenken über Sicherheit und Kriminalität angeht, bin ich bisher persönlich nicht damit in Berührung gekommen. Man muss sich an ein paar Verhaltensregeln halten, aber daran gewöhnt man sich schnell und ein Gefühl der Unsicherheit kommt nicht wirklich auf.
In der zweiten Woche ging es dann direkt auf einen Trip nach Namibia. Echtes Afrika erleben und ein wenig deutsche Geschichte. Auf einer der vielen Parties oder Treffen nach der Arbeit wurde der Entschluss schnell getroffen und es fanden sich vier Leute, die sich vorher kaum kannten, um zusammen auf diesen Trip zu gehen. Es war so richtig geil und ich kann es jedem nur empfehlen.
Auch die Arbeit ist ganz o.k., denn hier habe ich noch andere sehr nette Kollegen kennengelernt.
Die ganze Sache an Kapstadt ist die, man kann von hier aus wirklich alles starten. Ans Kap der guten Hoffnung, Pinguine am Strand freilaufend sehen, Wale vom Strand auf dem Meer sehen, Robben, Natur … und die Stadt am Fusse des Tafelbergs; es ist einfach der Hammer!
Besser kann man es nicht treffen und ich habe noch knapp 2 Monate!
Also, ab ins Flugzeug und ans Kap!






