Länderinformationen Italien

  • Hauptstadt: Rom
  • Fläche: 301336 km²
  • Bevölkerungsdichte: 196 pro km²
  • Religion: 80,2 % Katholiken, 16,2 % Konfessionslose, 3,6 % andere
  • Landessprache: Italienisch
  • Regierungsform: Parlamentarische Republik
  • Klima:Gebirgsklima bis mediterran
  • Arbeitslosigkeit: 6,1 % (2007)
  • Währung: Euro

1. Größe des Landes

Italien liegt in Südeuropa auf der Apennin-Halbinsel, welche an die Form eines Stiefels erinnert. Die Mittelmeerinseln Sizilien und Sardinien gehören ebenfalls zu Italien. Zu den Nachbarländern gehören Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, San Marino und Vatikanstadt.

2. Bevölkerung

Italien hat eine Einwohnerzahl von 59.1 Millionen Menschen. Ca. 67% der Einwohner leben in Städten aufgrund einer von 1950 bis 1960 stattgefundenen Landflucht. Seit den 1980er Jahren hat sich dieser Trend jedoch umgekehrt und viele Italiener leben nun in Vororten und Kleinstädten. Italien hat eine der höchsten Lebenserwartungen der Welt mit 80,4 Jahren (2005).

3. Religion

Die überwiegende Bevölkerung Italiens ist römisch-katholisch. Außerdem gibt es über 1 Mio. Muslime, rund 120.000 Buddhisten, rund 50.000 Protestanten und ca. 40.000 Juden. Traditionell ist die katholische Kirche in Italien sehr einflussreich. Es gibt eine hohe Anzahl an Priestern und Kardinälen.

4. Landessprache

Italienisch ist die offizielle Amtssprache. Offiziell anerkannte Minderheitensprachen sind außerdem friaulisch, ladinisch, deutsch, slowenisch, okzitanisch, französisch, frankoprovenzalisch, albanisch, griechisch, sardisch, katalanisch und kroatisch.

5. Klima

Das Klima ist grundsätzlich mediterran. Es variiert jedoch zwischen den verschiedenen Teilen des Landes - vom Gebirgsklima der Alpen und Apenninen bis hin zum mediterranen Klima in Süditalien. Die durchschnittlichen Jahrestemperaturen schwanken zwischen 11 und 19 °C.

6. Geschichte

  • bereits in der Antike war vor allem Mittel- und Süditalien ein wichtiges europäisches Kulturzentrum und Mittelpunkt des Römischen Reiches
  • seit dem 5. und 6. Jahrhundert war Italien in eine Reihe von Herrschaftsgebieten zersplittert
  • zunehmende Selbstständigkeit nach vielen Jahren von fremder Herrschaft, gewannen vor allem die norditalienischen Städte im 11. Jahrhundert
  • im 14. Und 15. Jahrhundert entstanden hauptsächlich fünf Mächte (süditalienisches Königreich, Kirchenstaat, Florenz, Mailand, Venedig), die wirtschaftlich und kulturell weit entwickelt waren und sich die politische Macht und die Ressourcen teilten
  • nach der Machtübernahme Napoleons und dessen Zusammenbruchs 1815, begann die Zusammenführung zum Königreich Italien
  • im Oktober 1922 ergreift Benito Mussolini die Macht mit dem Ziel der Wiederauferstehung des antiken Römischen Reiches
  • zunächst als Verbündeter Hitlers, wechselt Italien nach dem Sturz der faschistischen Regierung im Herbst 1943 die Fronten
  • es kam zu Massakern an der Zivilbevölkerung und Kriegsverbrechen durch die deutschen Besatzer der Sozialrepublik Italien im Norden
  • am 28. April 1945 haben die Wehrmachtsverbände in Italien vor den Westalliierten kapituliert, die Kämpfe hielten noch bis zum 2. Mai 1945 an
  • in der Nachkriegszeit gab es in Italien häufige Regierungswechsel, allerdings bis 1990 immer unter Hauptbeteiligung der Democrazia Cristiana
  • die jahrzehntelanger Inflation wurde u.a. durch die Entwertung der Lira die Staatsfinanzen in den 1990er Jahren unter Kontrolle gebracht und in Italien wurde der Euro eingeführt

 

7. Politische Situation

  • 1946 Entstehung einer parlamentarischen Republik
  • Staatsoberhaupt ist der Staatspräsident
  • Parlament besteht aus Abgeordnetenkammer und Senat, die alle fünf Jahre gewählt werden
  • der Ministerpräsident ist der Regierungschef,
  • seit 2008 ist dies Silvio Berlusconi
  • 4. April 1949 Eintritt in die NATO
  • 14. Dezember 1955
  • Beitritt zu den Vereinten Nationen
  • Gründungsmitglied der Europäischen Union

 

8. Wirtschaft

Italien ist Industrieland mit einer vormals stark staatlich gelenkten Volkswirtschaft. Im Laufe der 90er Jahre wurden die Staatsunternehmen jedoch nach und nach privatisiert. Die Schattenwirtschaft ist in Italien traditionell hoch und das Wirtschaftswachstum ist mit 1,5% (2007) das Geringste innerhalb der EU.
Italien ist nicht sehr reich an Bodenschätzen außer Erdgasvorkommen, einiger Erdölvorkommen sowie Eisenerzvorkommen. Volkswirtschaftlich bedeutend sind vor allem der Weinbau sowie die Olivenölerzeugung. Die Tourismusindustrie ist für Italien ebenfalls von großer Bedeutung mit 37.100.000 Mio. Touristen in 2004.
Die Wirtschaft im Norden Italiens ist stärker industriell entwickelt als der landwirtschaftlich geprägte Süden. Das sogenannte „industrielle Dreieck“ bilden Mailand, Turin und Genua. Im gesamten Nordosten herrscht weitestgehend Vollbeschäftigung. Der Süden hingegen ist einer der strukturschwächsten Regionen Westeuropas.

9. Kunst und Kultur

Italien ist weltbekannt für seine Kunst, Kultur und historischen Bauwerke wie das Kolosseum, der schiefe Turm von Pisa. Außerdem wird Italien mit Wein, Design, Oper und Malerei in Verbindung gebracht. Leonardo da Vinci, Michelangelo und Giuseppe Verdi sind nur wenige der vielen bekannten Persönlichkeiten Italiens