Freiwilligenarbeit in Tansania

Afrikas höchster Gipfel, der Kilimanjaro, die weite Serengeti, oder der Viktoriasee – neben diesen klassischen Sehenswürdigkeiten hat Tansania noch vieles mehr zu bieten. Beste Tauchbedingungen, einsame Strände, kaum berührte Trekkingpfade und natürlich Safaris mit unzähligen exotischen Tieren schnüren ein einladendes Abenteuer-Paket für Afrika-Reisende. Tansania ist aber nicht nur bekannt für seine landschaftlichen Hingucker, sondern auch für die einzigartig reiche Kultur, die unter anderem vom Volk der Maasai repräsentiert wird.

Freiwilligenprojekte in Tansania

In unterschiedlichen Projekten kannst du gezielt zur nachhaltigen Entwicklung in Tansania beitragen und das Land mit Afrikas höchstem Gipfel, dem Kilimanjaro, erkunden.

Freiwilligenprojekte in Tansania

Wo die glänzende Fassade bröckelt

Die Wirtschaft in Tansania blüht: Gold, der Edelstein Tanzanit und Diamanten spielen dabei eine glänzende Hauptrolle. Aber auch Tourismus und Landwirtschaft sind wichtige Einnahmequellen. Dies kommt allerdings nur den Großstädten wie Dar-Es-Salaam zu Gute. Die kleinen Farmer in den ländlichen Gebieten leben noch von dem, was sie selbst anbauen, da das Einkommen pro Kopf enorm niedrig ist. Das sind immerhin 80 Prozent der Tansanier. Genauso viele Menschen haben ebenfalls keine Möglichkeit zur medizinischen Versorgung. Außerhalb der Großstädte gibt es nur verstreut Kliniken und die meisten von ihnen haben keine ausgebildeten Ärzte, Equipment fehlt es ebenso. Besonders übertragbare Krankheiten wie Malaria, Tuberkulose und HIV stellen für die Bevölkerung ein enorm großes Problem dar.

Medizinische Betreuung der Tansanier

Unterernährung und fehlender Zugang zu medizinischer Hilfe sind die Ursachen für Krankheiten wie Malaria, Typhus, Hepatitis A und HIV. Von 33 Mio weltweit infizierten Menschen leben 1.2 Mio in Tansania. Freiwillige werden zum einen in Krankenhäusern benötigt, um die fehlenden Arbeitskräfte zu ersetzen. Verschiedene Krankenhäuser, die sich entweder zentral oder in den Vororten Arushas befinden, haben zu viele Patienten, mit denen die Belegschaft überfordert ist. Gerade medizinische Freiwillige mit Vorerfahrung können hier ihr Wissen in die Praxis umsetzen und die Medizin aus einem anderen Blickfeld betrachten.

Unterrichten in Tansania

Gerade für Freiwillige, die gerne Englisch unterrichten möchten, bieten sich hier einige sinnvolle Möglichkeiten. Denn die englische Sprache nimmt auch in Tansania als sogenannte “lingua franca” eine zentrale Rolle für die Zukunft der jüngsten Generation ein. Außerdem wurde in 2002 die Grundschulbildung für alle kostenfrei zugänglich gemacht. Damals stieg die Anzahl an Schülern um 100 Prozent. Den meisten Vorschulen und Schulen fehlt es jetzt an gut ausgebildeten Lehrkräften, oder zum Teil überhaupt an Lehrern. Für die Schüler sind diese oft mehr als nur Vermittler von Wissen. Viele Kinder laufen kilometerweit zur Schule und bekommen hier ihre einzige Mahlzeit am Tag. Lehrer nehmen die Rolle einer Tagespflege ein – kümmern sich um die Gesundheit und das Wohlergehen der Kinder. Dies ist zum Beispiel der Fall in einer kleinen Vorschule in Arusha. 50 Kinder werden hier unterrichtet. Freiwillige Lehrer können allerdings auch in größeren Vor- und Grundschulen unterrichten, in denen bis zu 900 Schüler einen Grundbildung erhalten sollen. Außerdem kann in einer besser geförderten, innovativen Schule für AIDS Waisen und Kinder aus armen Verhältnissen unterrichtet werden.

 

 

Seit die Grundschulbildung für alle kostenfrei ist, fehlt es den Schulen an gut ausgebildeten Lehrern.

Unterstützung für die Kindergärten und Kinderheime

Sowohl in Arusha als auch in der kleinen Stadt Moshi am Kilimanjaro gibt es Waisenhäuser, Kinderheime und Kindergärten, die internationale Freiwillige als Pfleger und Lehrer einsetzen. Die Kinder kommen aus Arusha und Umgebung und aus verschiedenen familiären Hintergründen. Viele dieser Insitutionen nehmen vor allem Kleinkinder auf. Für schulreife Kinder übernehmen die Organisationen die Schulgebühren. In den zum Teil vorhandenen Gemüsegärten und hauseigenen Farmen lehren die Betreuer, wie die Kinder respekt- und verantwortungsvoll mit ihrer Umwelt umgehen müssen und wie man sich gesund ernährt.

Freiwillige in einem Kinderheim in Moshi