Freiwilligenarbeit und Surfen in Kapstadt – Ronja's Erfahrungsbericht

Es war Herbst. Es war kein Studienplatz mehr frei. Es war Zeit, sich endlich einen Traum zu erfüllen.

6 Wochen für ein Freiwilligenprojekt nach Südafrika! Dass Ronja Südafrika wählte, war natürlich kein Zufall. Es war ihr Kindheitstraum, den sie sich in nur 4 Wochen Planung erfüllte. Zudem war sie sofort von der Idee begeistert, Kinder aus den Townships das Surfen zu lehren – als eine Art Therapie für die Seele. Also hieß es für Ronja dann nur noch: Sachen packen und den kalten Herbst hinter sich zu lassen. Yebo!

Der langersehnte Freitag: Ankunft in Kapstadt

Als ich am langersehnten Freitag in Kapstadt ankam, begrüßte mich auch schon die Sonne. Ich wohnte in einem Hostel in Table View (circa 1 Stunde mit dem Bus nach Kapstadt City). Dadurch, dass die Organisation vor Ort parallel noch ein zweites Projekt betreut, waren wir zu dem Zeitpunkt ziemlich viele Volunteers, sodass ich nicht ins Freiwilligenhaus umgezogen bin. Aber dies war überhaupt nicht schlimm, da andere neue Freiwillige, die mit mir angekommen sind, auch im Hostel blieben. Am folgendem Tag stieg abends eine Halloween Party und somit traf ich alle anderen Volunteers. Am nächsten Tag haben wir eine Walking Tour durch Kapstadt gemacht, die wirklich klasse war und überhaupt nicht langweilig, wie man es oft erwartet. 

Aller Anfang ist schwer, auch in Kapstadt

Ich war am Anfang mit meinem Englisch sehr überfordert, aber das legte sich zügigst mit der Zeit. Sehr hilfreich war da natürlich auch, dass die Organisation international ist und somit zahlreiche Nationen vertreten waren.

Ich muss sagen, dass meine ersten Tage etwas hart waren, da alles so neu war und ich mich erst einmal einleben musste (ab der dritten Woche war ich dann komplett aufgetaut ;-). Aber alle waren super lieb und man wurde nie ausgeschlossen.

Freiwillige Kapstadt

Freiwilligenarbeit im Township

Vor meinem erstes Projekttag, bekam ich noch ein kleines Training bezüglich des Unterrichtens. Am Montag fuhr ich dann zum ersten Mal in den Kindergarten in einem Township. Dort bekam ich zuerst einen kleinen Kulturschock, da das Township das ärmste Viertel in Kapstadt ist und man diese Armut deutlich auf den Straßen sieht.

Surfprojekt Kapstadt
Freiwilligenarbeit im Township

Im Kindergarten wurde ich direkt von mindestens 20 Kindern mit einer dicken Umarmung und einem lauten "teacher, teacher!" begrüßt. Jeden Morgen ging mir bei der Begrüßung das Herz auf. Direkt am zweiten Tag bekam ich eine eigene Klasse mit 15 fünfjährigen Kids. Aber keine Angst, dies ist nicht üblich, aber ich stellte mich der Herausforderung, an der ich nur wachsen konnte.

Es war unglaublich schön zu sehen, wie die Kinder schon innerhalb einer Woche große Fortschritte beim Schwimmen gemacht haben. Zudem ist es ein tolles Gefühl im Atlantik zu sein.

Nachmittags ging es dann entweder zum Surfen oder zum Schwimmen. Ab und zu waren wir auch in einer Sporthalle im Township und haben dort mit den Kindern gespielt oder wir waren am Strand und haben dort mit den Kindern auf Longboards geskatet (ein kleines Projekt, was zwei Praktikantinnen ins Leben gerufen haben). Dies hat auch viel Spaß gebracht, da ich gleichzeitig das Longboarden gelernt habe. Jedoch finde ich, dass ich den Kindern beim Surfen und insbesonders beim Schwimmen mehr helfen konnte. Es war unglaublich schön zu sehen, wie die Kinder schon innerhalb einer Woche große Fortschritte beim Schwimmen gemacht haben. Zudem ist es ein tolles Gefühl im Atlantik zu sein, wo der Blick mal zur Table Mountain Skyline schweift und man den Kindern dabei zusieht, wie viel Spaß sie am Surfen haben.

Die folgenden Wochen gingen dann recht schnell um, da ich nun mit den neuen internationalen Freunden an den Wochenenden tolle Touren und Ausflüge machte. 

Freiwillige in Süfafrika

Ronja's Kapstadt Tipps:

  • Garden Route Tour – der 216 m hoher Bungee Jump war das Highlight!
  • Tour zum Kap der guten Hoffnung
  • Wine Tasting
  • Besteigen des Table Mountain und Lion's Head

Alles in allem ein wundervolles Projekt!

Das einzig Negative war ab und an die Kommunikation, da gerne mal umgeplant wird. Auf die südafrikanische Pünktlichkeit kann man sich nicht immer verlassen, aber das hat mich kaum gestört. Auch wenn es im Kindergarten manchmal echt anstrengend war und der Tag nicht vorbei gehen wollte, sind mir die Kinder ans Herz gewachsen.

Insgesamt ist es ein wirklich wundervolles Projekt, das sehr viel für die Kinder macht und ihnen Chancen auf ein besseres Leben gibt. Ich hatte ständig das Gefühl, dass ich einen kleinen Unterschied machen konnte. Sei es auch nur im Leben eines einzigen Kindes, aber genau dafür bin ich als Volunteer dahin gegangen. Der schöne Nebeneffekt: ich habe Freundschaften auf der ganzen Welt geschlossen und habe eine Erfahrung für das Leben. Danke!  

Mehr Infos zum Projekt gibt's hier:

Freiwilligenarbeit und Surfen unterrichten in Kapstadt

Freiwilligenarbeit Südafrika
Freiwillige Ronja mit den Kindern aus dem Projekt.