Bitte wählen

810

Im Preis enthalten
Freiwilligenarbeit in einer Kindertagesstätte in Accra, Ghana

Leistungen für deine Freiwilligenarbeit

Unser Service für deine Freiwilligenarbeit beinhaltet die aktive Unterstützung bei der gesamten Vorbereitung deiner Freiwilligenarbeit. Das Team unserer Partnerorganisationen in den einzelnen Ländern unterstützt dich, wo immer du es benötigst:

  • Platzierung in einem von dir gewählten Freiwilligenprojekt bzgl. deiner Fachrichtung, Dauer und Zeitpunkt
  • Unterstützung bei den Visaformalitäten
  • Informationen über günstige Flüge, Versicherungen, Impfungen und andere wichtige Reiseinformationen
  • Flughafentransport mit direktem Transfer zu deiner Unterkunft
  • Unterkunft während der gesamten Zeit deines Freiwilligenprojektes (Gastfamilie o. WG-Haus, abhängig von der Lage des Projektes)
  • 3 Mahlzeiten pro Tag
  • Auf Wunsch: Organisation eines Mietwagens oder Motorrollers
  • Orientierung vor Ort durch einen Mitarbeiter der Partnerorganisation vor Ort
  • Tipps und Informationen zu Freizeitaktivitäten
  • Ansprechpartner unserer Partnerorganisation vor Ort während deiner Reise
  • 24h-Notrufnummer vor Ort
  • Regelmäßiges Treffen mit allen Freiwilligen und Praktikanten vor Ort
  • Teilnahmezertifikat

Nicht enthalten:

  • Visum
  • Versicherung
  • Flug

Freiwilligenarbeit in einer Kindertagesstätte in Accra, Ghana

ID #18 703

    Überblick zur Freiwilligenarbeit in den Kindertagesstätten in Ghana

    Das Land bezaubert durch tropischen Regenwald und einer eindrucksvollen Tier- und Pflanzenwelt. 79 verschiedene Sprachen werden von über 100 verschiedenen Bevölkerungsgruppen gesprochen. Christen, Muslime und afrikanische Naturreligionen leben ein ausgeglichenes Miteinander: Ghana gilt als eines der Vorzeigeländer in Afrika. Und dennoch leiden die Einheimischen unter den typischen Probleme wie schlechte Schulbildung, eine hohe HIV-Rate, miserable medizinische Versorgung und geringe Beschäftigungsmöglichkeiten.

    So wird Freiwilligenarbeit auch in Ghana im Bereich Kinderbetreuung benötigt, da sich viele Familien den Unterhalt ihrer Kinder nicht mehr leisten können.

    Beschreibung der Freiwilligenarbeit in den Kindertagesstätten in Ghana

    Unsere Partnerorganisation in Accra hat langjährige Erfahrung im Umgang mit internationalen Helfern und kennen dessen Bedürfnisse, Wünsche sowie Sorgen genau. Prince hat daher unsere Fragen zur Freiwilligenarbeit in der Kindertagesstätte beantwortet: 

    Was für tägliche Aufgaben sind zu erwarten? – Den Kindern das Alphabet und die Zahlen beibringen, einige administrative Tätigkeiten, Spielen / Lieder singen, Basteln und Werken bei Bedarf.

    Gibt es einen Lehrplan, der befolgt werden muss? – Ja, es wird den Voluntären ein Lehrplan ausgehändigt und es wird auch eine Einführung in die Lehrmethoden gegeben.

    Sind Telefon und Internet verfügbar, wenn nicht, wo ist das nächste Telefon / Internetcafé? – Voluntäre leben in der Nähe zum Internetcafé und öffentlichen Telefonen. Wir empfehlen eigene Mobiltelefone mitzubringen.

    Was wäre ein Beispiel für einen typischen Projekttag? – Montag bis Freitag geht es von 8.00 bis 15.30 Uhr zum Teil sehr hektisch zu.

    Ablauf der Freiwilligenarbeit

    Projektbeginn
    Die Projekte laufen über das ganze Jahr. Daher starten die einzelnen Einsätze auch zu individuellen Zeitpunkten, die wir individuell mit der Organisation und dir abstimmen.

    Zeitpunkt der Anreise  
    Es ist immer sehr angenehm, ein paar Tage vor Projektbeginn anzureisen. Bei deiner Gastfamilie kannst du bis zu drei Tagen vor Projektbeginn ohne weitere Kosten einziehen. Du hast dann genug Zeit, dich von der Reise zu erholen und erste Ausflüge zu machen. So kannst du dich akklimatisieren und deine Gastfamilie, Land und Leute kennen lernen.

    Ankunft am Flughafen vor Ort
    Unsere Partnerorganisation organisiert deinen Flughafen Pick-Up vor Ort, so dass du, an deinem Zielflughafen angekommen, abgeholt und sicher in deine gewählte Unterkunft gebracht wirst. Erhole dich von dem langen Flug und nimm dir die Zeit, die du benötigst, um alle Eindrücke auf dich einwirken zu lassen und den Jetlag zu überwinden.

    Solltest du keinen Flug zum gewünschten Datum finden, ist es empfehlenswert einen Tag früher als geplant zu kommen. 

    Orientierung vor Ort
    Damit dir ein Kulturschock erspart bleibt, bekommst du entweder direkt nach Ankunft von deinem lokalen Ansprechpartner oder vor deinem ersten Arbeitstag eine Einweisung in die Kultur. Dabei wirst du über Land und Leute, kulturelle Besonderheiten, über Do's und Don’ts informiert. Außerdem bekommst du so gleich Insider Tipps, die dir den Einstieg in einen neuen Lifestyle ermöglichen. Je nach Wunsch hast du auch die Möglichkeit an einem Sprachkurs teilzunehmen.

    Der Arbeitsalltag beginnt
    Am ersten Tag deines Projektes wirst du für gewöhnlich von einem Mitarbeiter unseres Partners vor Ort begleitet, der dir bei allen ersten Fragen ebenfalls zur Seite stehen wird. An allen weiteren Projekttagen wird dir dein lokaler Ansprechpartner immer telefonisch zur Verfügung stehen.

    Am Wochenende
    Das Wochenende gehört generell dir. Frag deinen Ansprechpartner vor Ort nach Veranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Shopping Tipps oder weiteren Must See's. In einigen Fällen werden auch Ausflüge von unserem Partner für alle Volontäre geplant, an denen du gern teilnehmen kannst. Ansonsten kannst du Ausflüge in die nähere Umgebung individuell planen und deine Freizeit bunt gestalten.

    Abreise
    Vor deinem letzten Arbeitstag solltest du deinen lokalen Ansprechpartner kontaktieren und dich über Möglichkeiten deines Flughafen Drop-Offs informieren. Dies ist nicht immer inklusive der Leistungen des Projektes, aber unser Partner hilft dir gern bei der Organisation.

    Unterkunft Freiwilligenarbeit in Ghana

    Freiwillige werden in Häusern zusammen mit anderen Freiwilligen untergebracht, in der es Elektrizität, Toiletten, Bädern, Telefon, Küche und Esszimmer gibt.

    Bei Verfügbarkeit und Interesse werden Freiwillige in sorgfältig ausgewählten Gastfamilien untergebracht. Dort wird ein eigenes Zimmer zur Verfügung gestellt und sie erhalten drei Mahlzeiten (Frühstück, Mittagessen, Abendessen). Versuche in der Zeit, ein Teil der Familie zu werden und nimm an deren alltäglichen Aktivitäten teil. Du bekommst somit einen direkten Einblick in die Kultur und Gesellschaft und kannst von Tag zu Tag eine neue Fremdsprache erproben und verbessern. Alle Gastfamilien werden sorgfältig und vertrauensvoll ausgewählt.

    Bitte erkundige dich im Vorfeld, welche Unterkunft zur Verfügung steht und gib bei der Anmeldung an, ob du eine Gastfamilie oder ein Gemeinschaftshaus bevorzugst. Die Preise für eine Unterkunft in den Gastfamilien variieren, daher erstellen wir dir gerne ein individuelles Angebot für deinen Aufenthalt.

    Ghana Accra – Prince

    Dein Ansprechpartner in Ghana

    Prince ist der Direktor unserer nicht-staatlichen Partnerorganisation in Accra, der Hauptstadt Ghanas, die sich die Verbesserung der Situation benachteiligter Gemeinden zum Ziel gesetzt hat. Volunteers sind wichtige Partner dieses Projekts. Der Fokus der Hilfe liegt auf der Ausbildung, Gesundheit und der Ermächtigung von Frauen in Ghana. Prince hat Sozialarbeit studiert und arbeitet mit Studentsgoabroad.com zusammen um mehr Volunteers nach Ghana zu holen.

    Mehr Infos zu Prince gibt's hier!

    3 Wochen in Afrika
    Daniela

    Guten Tag, mein Name ist Daniela und ich möchte euch mit meinem Erfah-rungsbericht einen Einblick in meinen dreiwöchigen Ghana-Aufenthalt geben.

    Zunächst: wie kam ich zu dieser Reise?

    Mich hat Afrika als Reiseziel allgemein schon immer interessiert und ich wollte diese gewisse Hürde, die man hat, einen neuen Kontinent zu besuchen, so schnell wie möglich überwinden. Als geeignete Zeit dafür erschienen mir die langen Ferien nach den Abiturprüfungen. Ich wusste, ich würde alleine verreisen und entschied mich deshalb dafür, vorerst nur für drei Wochen zu verreisen. Als ich mich nun näher mit den Ländern in Afrika befasste, grenzte ich die Auswahl ein, indem ich Kriterien wie Landessprache, Religionen und politische Lage überprüfte. Mit Hilfe dieser und anderer Erfahrungsberichte (Internet und Freunde) fiel meine Wahl auf Ghana.

    Für mich stand von vornherein fest, dass ich in einer sozialen Einrichtung arbeiten möchte. Ich durchsuchte die Angebote und entschied mich für die Arbeit mit Kindern in einer Daycare. Mit diesem Entschluss konnte ich mich nun gezielt bewerben. Die Mitarbeiter von „Studentsgoabroad“ standen mir stets bei Fragen zur Seite und gaben mit per Mail oder am Telefon jederzeit Hilfestellung. Der Kontakt zu meinem Ansprechpartner in Ghana wurde hergestellt. Mithilfe von Mails konnte ich nun meine Fragen direkt an den Verantwortlichen vor Ort stellen. Diese Antworten ließen zwar oft ein paar Tage auf sich warten aber halfen mir dennoch weiter.

    Da es ein Missverständnis gab, wann ich denn nun ankommen solle, hatte ich dementsprechend Zeitdruck mit der Buchung des Fluges und der Visumsbeantragung, da nun alles sehr kurzfristig war. Um notwendige Impfungen hatte ich mich zuvor schon rechtzeitig gekümmert. Zum Glück ließ sich alles bis zu meinem Abflug regeln und ich konnte ohne Sorgen meine Reise antreten.  

    Die Reise verlief unproblematisch, abgesehen von der Gefühlsachterbahn, die man durchlebt: einerseits die Freude, nun endlich eine neue Kultur und einen ganz neuen Kontinent zu erleben, aber andererseits auch die Sorgen um mögliche Szenarien wie Krankheit, Unverträglichkeit oder evtl. fehlende soziale Harmonie. Auch das Gefühl, das nun alles auf eigene Faust zu erledigen sei, war etwas beunruhigend.

    Als ich am Flughafen in Accra ankam, erwartete mich mein Ansprechpartner schon und wir übernachteten eine Nacht dort, da ich erst spät am Abend ankam und die Reise nach Ho ca. drei Stunden beträgt. Schon in den ersten Stunden sah ich die extremen Unterschiede zu Deutschland. Es waren zwar nur die Taxifahrt zum Hotel, ein „Kiosk“ und mein „Hotelzimmer“ aber dies führte mich schon in den ghanaischen Lebensstandard ein. Die Taxifahrt lehrte mich, dass man nicht viel Wert auf Verkehrssicherheit legt. Man schnallt sich nicht an; die Autos sind alt, oft sogar mit Rissen in den Scheiben, aber gelten scheinbar erst dann als unbrauchbar, wenn sie nicht mehr fahren oder die Hupe nicht mehr funktioniert. Dies klingt beunruhigender, als es in Wahrheit ist. Diese Unbekümmertheit war mir sehr sympathisch und ich hab keinen einzigen Unfall in meiner Zeit dort mitbekommen. Dieses eingefahrene System muss sich also schon bewehrt haben.

    Mit „Kiosk“ sind kleine Straßenstände gemeint, an denen man sich im Handumdrehen das Nötigste kaufen kann. Ich habe auch diese lieben gelernt. Das Bewusstsein, sich bei ein wenig Appetit an der Straße ums Eck das leckerste (!) Obst für wenig Geld kaufen zu können, war für mich eine wundervolle Erfahrung, die ich in Deutschland leider missen muss. Auf der langen Strecke von Accra nach Ho sah ich nahezu alles Erdenkliche an Straßenstandangeboten. Abgesehen von Nahrung kann man alles erwerben. Von Handyguthaben über sämtliche Elektroartikel bis hin zu Grabschmuck und Särgen.

    Bei meinem „Hotelzimmer“ handelte es sich um einen kleinen Raum, der für ghanaischen Standard mit kleinem Fernseher und Klimaanlage gut eingerichtet war. Bei den Toiletten handelt es sich um herkömmliche Keramiktoiletten wie wir sie kennen (das war z.B. eine persönliche Sorge von mir). Die Dusche diente gleichzeitig als Waschbecken aber ich konnte mich sehr gut damit arrangieren.

    Die Fahrt nach Ho traten mein Verantwortlicher und ich um 9 Uhr am nächsten Morgen an. Wir fuhren mit dem Taxi zum Busbahnhof und wählten einen Kleinbus aus, auf dessen Dach ein Schild stand auf dem „HO“ stand. Wir warteten eine Stunde bis wir losfuhren, da der Bus erst losfährt, wenn alle Plätze in ihm belegt sind. Die Stecke war sehr anstrengend, lang und holprig (Schlaglöcher und Erhöhungen, die zum Abbremsen zwingen sollen). Ich sah - abgesehen von den Straßenständen - auch einiges anderes. Menschen, die durch die Fensterscheiben des Busses versuchen, ihre Waren zu verkaufen, freilaufende Ziegen und Hühner wie es auch in Ho üblich ist, Affen die von der Straße gehupt wurden aber auch Unerfreuliches wie überfahrende Hunde und Ziegen, von denen nur wenige sorgsam an den Straßenrand gebracht wurden.

    In Ho angekommen, lernte ich meine Mitbewohner, unsere Köchin und die Nachbarsfamilie kennen. Offiziell hatte ich zwar keine Gastfamilie, aber unsere Nachbarsfamilie ersetze diese besser, als ich es mir hätte vorstellen können. Gemeinsames Spielen war ganz normal in unserem vertrauensvollen Verhältnis und sie luden uns oft zu sich ein, um fernzusehen. Mit meinen Mitbewohnerinnen kam ich sehr gut aus und obwohl sie aus den USA und Kolumbien stammten, war die Kommunikation kein Problem. Es entstanden enge Freundschaften, die dank Facebook auch nach unserer gemeinsamen Zeit in Ghana weiterhin bestehen werden. Unsere Stadt Ho lernte ich in wenigen Tagen sehr gut kennen und fand mich auch selbstständig zurecht.

    Nun aber zu meiner Arbeit. Meine Daycare war ebenfalls in Ho und nur 10 Minuten Fußweg von meiner Unterbringung entfernt. Die ersten zwei Tage begleitete mich mein Verantwortlicher dort hin, um sicher zu gehen, dass ich den Weg auch gut genug kenne. In meiner Einrichtung waren zur selben Zeit noch zwei weitere Freiwillige aus der Schweiz, mit denen ich mich auch sehr gut anfreundete. Meine Daycare bestand aus Krippe und Kindergarten. Es handelte sich hierbei um Kinder zwischen einem und fünf Jahren. Die Kommunikation mit den Erzieherinnen klappte sehr gut. Mit den Kindern war es leider nicht so einfach, da sie in meiner Gruppe zwischen zwei und drei Jahren alt waren und sich oft nicht trauten, englisch zu sprechen. Doch sie verstanden mich und mit der Zeit wurde unser Verhältnis auch ohne Sprache vertrauensvoller. Mein Tagesablauf war folgender: Um 8 Uhr morgends begann ich damit die Kinder umzuziehen, da sie dort eine Art „Uniform“ trugen (blaue Kleidung). Danach sah ich dabei zu, wie sie gemeinsam beteten und sangen. Danach gab es Frühstück für die Kinder und ein wenig Zeit zum spielen. Ich achtete darauf, dass sich die Kinder nicht stritten oder verletzten. Danach gingen die Kinder in ihre jeweilige „Klasse“ und der „Unterricht“ begann. Dort ist es so, dass selbst die jungen Kinder schon lernen, wie es in Deutschland erst in der Grundschule üblich ist. Die Konzentration der Kinder ist dementsprechend, da sie nur an ihrem Tisch sitzen und zuhören müssen. Das Schreiben wird auf Tafeln erlernt, da die Einrichtung nicht über Papier und Stifte verfügt. In der höheren Klasse gibt es Hefte und Wachsmalkreiden aber auch diese Materialien sind rar. Meine Aufgabe bestand darin, die Lehrkraft mit Tipps zu unterstützen. Sie wurden zwar unter meiner Leitung ausprobiert, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob sie auch dauerhaft miteingebun-den werden. Um 12 Uhr (Lunchtime) verließ ich die Einrichtung wieder, da die Kinder nun zu Mittag aßen und danach Mittagsschlaf machten und sie sagten, dazu würden sie meine Hilfe nicht benötigen. Es waren sehr kurze Arbeitstage, aber dies gab mir die Chance, die Tage besser zu nutzen. Wir machten in der Gruppe viele Ausflüge, die wir selbst organisieren konnten. Zu einem See, zu einem Wasserfall, nach Accra in die Hauptstadt (mit Übernachtung) oder abends in eine Bar. Diese Ausflüge bezahlten wir selbst, aber es war nicht teuer. Allgemein ist dort alles recht günstig. Ich ließ mir z.B. maßgeschneiderte Kleider nähen für umgerechnet 6 Euro. Den Stoff musste ich zwar selbst kaufen und zahlen, aber auch dies ist nicht teuer. Die Auswahl an Stoffen war groß und schwer, da man sich in alle diese farbenfrohen Muster verliebt. Allgemein ist Ghana so ein farbenfrohes Land. Erst nach meinem Aufenthalt dort sehe ich, wie weiß, grau und einfach blass Deutschland ist. Es ist einfach schön anzusehen und schafft eine wohltuende Atmosphäre. Ich habe diese Reise sehr genossen und ich kann auch sagen dass sie mich positiv verändert hat. Sie hat meinen Horizont erweitert und meine Ansichten teilweise völlig verändert.

    Um allgemeine (eventuelle) Sorgen zu beseitigen möchte ich noch ein paar Anmerkungen machen:

    - Das Leitungswasser dort hab ich nicht getrunken aber dennoch zum Zähneputzen verwendet. Jedoch ist sauberes Wasser überall zum Kaufen erhältlich und in der Unterbringung auch zur Genüge vorhanden.

    - Die sanitären Einrichtungen entsprechen (wie bereits erwähnt) europäischem Standard. Strom ist ebenfalls verfügbar und fällt nur ab und zu aus. Ein Adapter wird benötigt.

    - Das Essen habe ich sehr gut vertragen und ich hab auch von den anderen Freiwilligen nichts anderes mitbekommen. Das gilt für das Essen in der Unterbringung und nicht für alles, was man am Straßenrand erwerben kann (Fisch z.B. ist nicht empfehlenswert). Auch allgemein hatte ich keinerlei Beschwerden.

    - Die Temperatur dort war angenehm und immer zwischen geschätzten 25- 35°C ( Es war Regensaison).

     

    - Als Geschenke eignen sich sehr gut Spielzeuge für jüngere Kinder. Ich brachte ein paar Haarspangen mit, die leider nicht so gut verwendbar waren, da dort viele Frauen bis auf wenige Millimeter abrasierte Haare haben. Über Ballons, Spielkarten, Stifte, Blöcke und Springseile jedoch haben sie sich sehr gefreut.

    Abschließend möchte ich sagen, dass ich mich dort sehr sicher gefühlt habe. Natürlich bin ich nicht nachts alleine auf die Straße gegangen oder habe meine Tasche völlig unbeaufsichtigt gelassen, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass mir niemand etwas Böses wollte. Die Menschen dort sind allgemein sehr herzlich. Was am Anfang eventuell etwas Verunsicherung hervorbringt ist, dass man als hellhäutige Person dort oft angesprochen wird. Nicht weil die Menschen denken, dass man reich ist oder sie auf eine Heirat spekulieren, sondern einfach weil weiße Haut als sehr schön empfunden wird. Und es liegt ihnen ebenso am Herzen, dass man ihr Heimatland mit seiner Schönheit sieht und sich an ihr erfreuen kann. 

     

     

    Erfahrungsbericht Ghana
    Daniela

    Guten Tag,

    mein Name ist Daniela und ich möchte euch mit meinem Erfah-rungsbericht einen Einblick in meinen dreiwöchigen Ghana-Aufenthalt geben.

     

    Zunächst: wie kam ich zu dieser Reise?

    Mich hat Afrika als Reiseziel allgemein schon immer interessiert und ich wollte diese gewisse Hürde, die man hat, einen neuen Kontinent zu besuchen, so schnell wie möglich überwinden.

     

     

    Guten Tag, mein Name ist Daniela und ich möchte euch mit meinem Erfah-rungsbericht einen Einblick in meinen dreiwöchigen Ghana-Aufenthalt geben.

    Zunächst: wie kam ich zu dieser Reise?

    Mich hat Afrika als Reiseziel allgemein schon immer interessiert und ich wollte diese gewisse Hürde, die man hat, einen neuen Kontinent zu besuchen, so schnell wie möglich überwinden. Als geeignete Zeit dafür erschienen mir die langen Ferien nach den Abiturprüfungen. Ich wusste, ich würde alleine verreisen und entschied mich deshalb dafür, vorerst nur für drei Wochen zu verreisen. Als ich mich nun näher mit den Ländern in Afrika befasste, grenzte ich die Auswahl ein, indem ich Kriterien wie Landessprache, Religionen und politische Lage überprüfte. Mit Hilfe dieser und anderer Erfahrungsberichte (Internet und Freunde) fiel meine Wahl auf Ghana.

    Für mich stand von vornherein fest, dass ich in einer sozialen Einrichtung arbeiten möchte. Ich durchsuchte die Angebote und entschied mich für die Arbeit mit Kindern in einer Daycare. Mit diesem Entschluss konnte ich mich nun gezielt bewerben. Die Mitarbeiter von „Studentsgoabroad“ standen mir stets bei Fragen zur Seite und gaben mit per Mail oder am Telefon jederzeit Hilfestellung. Der Kontakt zu meinem Ansprechpartner in Ghana wurde hergestellt. Mithilfe von Mails konnte ich nun meine Fragen direkt an den Verantwortlichen vor Ort stellen. Diese Antworten ließen zwar oft ein paar Tage auf sich warten aber halfen mir dennoch weiter.

    Da es ein Missverständnis gab, wann ich denn nun ankommen solle, hatte ich dementsprechend Zeitdruck mit der Buchung des Fluges und der Visumsbeantragung, da nun alles sehr kurzfristig war. Um notwendige Impfungen hatte ich mich zuvor schon rechtzeitig gekümmert. Zum Glück ließ sich alles bis zu meinem Abflug regeln und ich konnte ohne Sorgen meine Reise antreten.  

    Die Reise verlief unproblematisch, abgesehen von der Gefühlsachterbahn, die man durchlebt: einerseits die Freude, nun endlich eine neue Kultur und einen ganz neuen Kontinent zu erleben, aber andererseits auch die Sorgen um mögliche Szenarien wie Krankheit, Unverträglichkeit oder evtl. fehlende soziale Harmonie. Auch das Gefühl, das nun alles auf eigene Faust zu erledigen sei, war etwas beunruhigend.

    Als ich am Flughafen in Accra ankam, erwartete mich mein Ansprechpartner schon und wir übernachteten eine Nacht dort, da ich erst spät am Abend ankam und die Reise nach Ho ca. drei Stunden beträgt. Schon in den ersten Stunden sah ich die extremen Unterschiede zu Deutschland. Es waren zwar nur die Taxifahrt zum Hotel, ein „Kiosk“ und mein „Hotelzimmer“ aber dies führte mich schon in den ghanaischen Lebensstandard ein. Die Taxifahrt lehrte mich, dass man nicht viel Wert auf Verkehrssicherheit legt. Man schnallt sich nicht an; die Autos sind alt, oft sogar mit Rissen in den Scheiben, aber gelten scheinbar erst dann als unbrauchbar, wenn sie nicht mehr fahren oder die Hupe nicht mehr funktioniert. Dies klingt beunruhigender, als es in Wahrheit ist. Diese Unbekümmertheit war mir sehr sympathisch und ich hab keinen einzigen Unfall in meiner Zeit dort mitbekommen. Dieses eingefahrene System muss sich also schon bewehrt haben.

    Mit „Kiosk“ sind kleine Straßenstände gemeint, an denen man sich im Handumdrehen das Nötigste kaufen kann. Ich habe auch diese lieben gelernt. Das Bewusstsein, sich bei ein wenig Appetit an der Straße ums Eck das leckerste (!) Obst für wenig Geld kaufen zu können, war für mich eine wundervolle Erfahrung, die ich in Deutschland leider missen muss. Auf der langen Strecke von Accra nach Ho sah ich nahezu alles Erdenkliche an Straßenstandangeboten. Abgesehen von Nahrung kann man alles erwerben. Von Handyguthaben über sämtliche Elektroartikel bis hin zu Grabschmuck und Särgen.

    Bei meinem „Hotelzimmer“ handelte es sich um einen kleinen Raum, der für ghanaischen Standard mit kleinem Fernseher und Klimaanlage gut eingerichtet war. Bei den Toiletten handelt es sich um herkömmliche Keramiktoiletten wie wir sie kennen (das war z.B. eine persönliche Sorge von mir). Die Dusche diente gleichzeitig als Waschbecken aber ich konnte mich sehr gut damit arrangieren.

    Die Fahrt nach Ho traten mein Verantwortlicher und ich um 9 Uhr am nächsten Morgen an. Wir fuhren mit dem Taxi zum Busbahnhof und wählten einen Kleinbus aus, auf dessen Dach ein Schild stand auf dem „HO“ stand. Wir warteten eine Stunde bis wir losfuhren, da der Bus erst losfährt, wenn alle Plätze in ihm belegt sind. Die Stecke war sehr anstrengend, lang und holprig (Schlaglöcher und Erhöhungen, die zum Abbremsen zwingen sollen). Ich sah - abgesehen von den Straßenständen - auch einiges anderes. Menschen, die durch die Fensterscheiben des Busses versuchen, ihre Waren zu verkaufen, freilaufende Ziegen und Hühner wie es auch in Ho üblich ist, Affen die von der Straße gehupt wurden aber auch Unerfreuliches wie überfahrende Hunde und Ziegen, von denen nur wenige sorgsam an den Straßenrand gebracht wurden.

    In Ho angekommen, lernte ich meine Mitbewohner, unsere Köchin und die Nachbarsfamilie kennen. Offiziell hatte ich zwar keine Gastfamilie, aber unsere Nachbarsfamilie ersetze diese besser, als ich es mir hätte vorstellen können. Gemeinsames Spielen war ganz normal in unserem vertrauensvollen Verhältnis und sie luden uns oft zu sich ein, um ferzusehen. Mit meinen Mitbewohnerinnen kam ich sehr gut aus und obwohl sie aus den USA und Kolumbien stammten, war die Kommunikation kein Problem. Es entstanden enge Freundschaften, die dank Facebook auch nach unserer gemeinsamen Zeit in Ghana weiterhin bestehen werden. Unsere Stadt Ho lernte ich in wenigen Tagen sehr gut kennen und fand mich auch selbstständig zurecht.

    Nun aber zu meiner Arbeit. Meine Daycare war ebenfalls in Ho und nur 10 Minuten Fußweg von meiner Unterbringung entfernt. Die ersten zwei Tage begleitete mich mein Verantwortlicher dort hin, um sicher zu gehen, dass ich den Weg auch gut genug kenne. In meiner Einrichtung waren zur selben Zeit noch zwei weitere Freiwillige aus der Schweiz, mit denen ich mich auch sehr gut anfreundete. Meine Daycare bestand aus Krippe und Kindergarten. Es handelte sich hierbei um Kinder zwischen einem und fünf Jahren. Die Kommunikation mit den Erzieherinnen klappte sehr gut. Mit den Kindern war es leider nicht so einfach, da sie in meiner Gruppe zwischen zwei und drei Jahren alt waren und sich oft nicht trauten, englisch zu sprechen. Doch sie verstanden mich und mit der Zeit wurde unser Verhältnis auch ohne Sprache vertrauensvoller. Mein Tagesablauf war folgender: Um 8 Uhr morgends begann ich damit die Kinder umzuziehen, da sie dort eine Art „Uniform“ trugen (blaue Kleidung). Danach sah ich dabei zu, wie sie gemeinsam beteten und sangen. Danach gab es Frühstück für die Kinder und ein wenig Zeit zum spielen. Ich achtete darauf, dass sich die Kinder nicht stritten oder verletzten. Danach gingen die Kinder in ihre jeweilige „Klasse“ und der „Unterricht“ begann. Dort ist es so, dass selbst die jungen Kinder schon lernen, wie es in Deutschland erst in der Grundschule üblich ist. Die Konzentration der Kinder ist dementsprechend, da sie nur an ihrem Tisch sitzen und zuhören müssen. Das Schreiben wird auf Tafeln erlernt, da die Einrichtung nicht über Papier und Stifte verfügt. In der höheren Klasse gibt es Hefte und Wachsmalkreiden aber auch diese Materialien sind rar. Meine Aufgabe bestand darin, die Lehrkraft mit Tipps zu unterstützen. Sie wurden zwar unter meiner Leitung ausprobiert, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob sie auch dauerhaft miteingebun-den werden. Um 12 Uhr (Lunchtime) verließ ich die Einrichtung wieder, da die Kinder nun zu Mittag aßen und danach Mittagsschlaf machten und sie sagten, dazu würden sie meine Hilfe nicht benötigen. Es waren sehr kurze Arbeitstage, aber dies gab mir die Chance, die Tage besser zu nutzen. Wir machten in der Gruppe viele Ausflüge, die wir selbst organisieren konnten. Zu einem See, zu einem Wasserfall, nach Accra in die Hauptstadt (mit Übernachtung) oder abends in eine Bar. Diese Ausflüge bezahlten wir selbst, aber es war nicht teuer. Allgemein ist dort alles recht günstig. Ich ließ mir z.B. maßgeschneiderte Kleider nähen für umgerechnet 6 Euro. Den Stoff musste ich zwar selbst kaufen und zahlen, aber auch dies ist nicht teuer. Die Auswahl an Stoffen war groß und schwer, da man sich in alle diese farbenfrohen Muster verliebt. Allgemein ist Ghana so ein farbenfrohes Land. Erst nach meinem Aufenthalt dort sehe ich, wie weiß, grau und einfach blass Deutschland ist. Es ist einfach schön anzusehen und schafft eine wohltuende Atmosphäre. Ich habe diese Reise sehr genossen und ich kann auch sagen dass sie mich positiv verändert hat. Sie hat meinen Horizont erweitert und meine Ansichten teilweise völlig verändert. 

    Um allgemeine (eventuelle) Sorgen zu beseitigen möchte ich noch ein paar Anmerkungen machen:

    - Das Leitungswasser dort hab ich nicht getrunken aber dennoch zum Zähneputzen verwendet. Jedoch ist sauberes Wasser überall zum Kaufen erhältlich und in der Unterbringung auch zur Genüge vorhanden.

    - Die sanitären Einrichtungen entsprechen (wie bereits erwähnt) europäischem Standard. Strom ist ebenfalls verfügbar und fällt nur ab und zu aus. Ein Adapter wird benötigt.

    - Das Essen habe ich sehr gut vertragen und ich hab auch von den anderen Freiwilligen nichts anderes mitbekommen. Das gilt für das Essen in der Unterbringung und nicht für alles, was man am Straßenrand erwerben kann (Fisch z.B. ist nicht empfehlenswert). Auch allgemein hatte ich keinerlei Beschwerden.

    - Die Temperatur dort war angenehm und immer zwischen geschätzten 25- 35°C ( Es war Regensaison).

    - Als Geschenke eignen sich sehr gut Spielzeuge für jüngere Kinder. Ich brachte ein paar Haarspangen mit, die leider nicht so gut verwendbar waren, da dort viele Frauen bis auf wenige Millimeter abrasierte Haare haben. Über Ballons, Spielkarten, Stifte, Blöcke und Springseile jedoch haben sie sich sehr gefreut.

    Abschließend möchte ich sagen, dass ich mich dort sehr sicher gefühlt habe. Natürlich bin ich nicht nachts alleine auf die Straße gegangen oder habe meine Tasche völlig unbeaufsichtigt gelassen, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass mir niemand etwas Böses wollte. Die Menschen dort sind allgemein sehr herzlich. Was am Anfang eventuell etwas Verunsicherung hervorbringt ist, dass man als hellhäutige Person dort oft angesprochen wird. Nicht weil die Menschen denken, dass man reich ist oder sie auf eine Heirat spekulieren, sondern einfach weil weiße Haut als sehr schön empfunden wird. Und es liegt ihnen ebenso am Herzen, dass man ihr Heimatland mit seiner Schönheit sieht und sich an ihr erfreuen kann.  

    Flughafenabholung inkl. Flughafentransport
    Dauer min. 4 Wochen
    Arbeitszeit 4-6 Std.
    Mindestalter 18 Jahre
    Qualifikation keine besondere
    Sprachkenntnisse Grundwissen Englisch
    Unterkunft Gastfamilie
    Verpflegung Halbpension
    Bewerbungsfrist keine
    Bezahlung Keine