Freiwilligenarbeit und Sicherheit

In Deutschland und in anderen industrialisierten Staaten ist der Bedarf an Voluntären nicht so groß wie in weniger entwickelten Staaten. Dort haben staatliche Hilfsinstitutionen oftmals weder ausreichende Mittel noch genügend Rückhalt seitens der Regierung, um Ihren Pflichten nachzukommen. Eine unklare Rechtslage sowie starke soziale Unterschiede machen es privaten Vereinigungen schwer einen sozialen Beitrag zu leisten.

 

Die Menschen vor Ort sind direkter mit Armut und Gewalt konfrontiert, als wir es in Deutschland kennen und sind davon geprägt. Vor diesem Hintergrund können Sie die Einheimischen besser verstehen.

 

Sie leisten einen sozialen Beitrag. Den meisten Einwohnern ist das bewusst und Sie werden herzlich empfangen und behandelt. Es gibt jedoch, wie überall auch schwarze Schafe, deshalb haben wir Ihnen im Folgenden einige Grundregeln und Verhaltensweisen zusammengestellt, welche Ihnen den Einstieg erleichtern und Sie vor häufigen Gefahrenquellen fernhalten sollen.

 

Um das Einleben zu erleichtern, handeln Sie zu Beginn bedacht

  • Beobachten Sie Andere, wie man sich in bestimmten Situationen verhält (Umgang mit Bettlern, Bezahlen in der Öffentlichkeit…)
  • Leben Sie sich in Ihrer neuen Umgebung erst einmal ein und gehen Sie tagsüber aus
  • Meiden Sie soziale Brennpunkte
  • Seien Sie vorsichtig gegenüber Fremden
  • Tauschen Sie zu Beginn Kontaktdaten mit Ihren Vertrauten aus dem Projekt und unserem Studentsgoabroad-Mitarbeiter aus
  • Speichern Sie Nummern von Freunden & Vertrauten, der deutschen Botschaft, Polizei, Wachdienste etc. in Ihrem Handy ein UND schreiben Sie diese noch einmal extra auf einem Zettel auf
  • Versuchen Sie den Anschluss bei Projektmitarbeitern zu finden, um sich einen Bekannten- und Freundeskreis aufzubauen

 

Im täglichen Leben

  • Zeigen Sie keine Wertgegenstände in der Öffentlichkeit
  • Wenn Sie Ihren Geldbeutel zücken sollten keine Geldscheine aus dem Fach „herausspringen“
  • Stellen Sie Ihre Wertgegenstände nicht zur Schau (Kleidung, Uhr, Handtasche…)
  • Suchen Sie gegebenenfalls den Kontakt zu vertrauenswürdigen Einheimischen, diese können Ihnen sicherlich wertvolle Ratschläge über Verhaltensweisen geben
  • Teilen Sie Fremden nicht Ihren exakten Wohnort mit
  • Scheuen Sie sich nicht davor, in einer heiklen Situation, die Polizei anzurufen

 

Generelle Verhaltenstipps

  • Vermeiden Sie es nachts, vor allem alleine, unterwegs zu sein
  • Im Auto bzw. Taxi (wenn nicht möglich Bus und Bahn) ist es sicherer als zu Fuß oder mit dem Fahrrad, vor allem nachts
  • Halten Sie stets Freunde und Vertraute auf dem Laufenden: Wohin und mit wem Sie wohin gehen und wann Sie wieder zurück sein wollen…
  • Nehmen Sie regelmäßig Kontakt zu Freunden und Vertrauten in Deutschland auf und sagen Sie bescheid, wann Sie sich wieder melden wollen
  • Vorsicht beim Geldabheben: Wenn Sie Geld abheben, gehen Sie nicht alleine bzw. nehmen Sie sich ein Taxi vom Geldautomaten nach Hause.
  • Andere Länder andere Sitten. Gehen Sie nicht davon aus, dass sich die Polizei in fremden Ländern, wie in Deutschland verhält – Korruption ist keine Seltenheit.
  • Die Deutsche Botschaft ist eine zuverlässige Kontaktstelle, sollten Sie nicht mehr weiterwissen.

 

Sicherheit bei Reisen

  • Möchten Sie vor Ort reisen, dann sollten Sie sich vorab über die Sicherheitslage des Reisegebietes informieren (sichere Reisewege etc. …)
  • Reisen Sie in größeren Gruppen, möglicherweise im Rahmen von bewachten Konvois
  • Informieren Sie Vertraute über Ihre Reisepläne
  • Achten Sie darauf mit verkehrstauglichen Fahrzeugen zu reisen
  • Sie sollten das Reiseziel noch im Tageslicht erreichen
  • Holen Sie sich Informationen/Empfehlungen über Reiseanbieter ein (bei Hotels, wenn vorhanden Touristeninformation, Botschaft…)