Kenia

 

Kenia Landesinformation
  • Hauptstadt: Nairobi
  • Fläche: ca. 582.646 km² 
  • Bevölkerung: 37,95 Mio Einwohner (2006)
  • Bevölkerungsdichte: 65,1 Einwohner pro km²
  • Religion: Christen: 70%, Naturreligionen 10%, Muslime 20%
  • Landessprache: Kiswahili und Englisch (Amtssprachen)
  • Währung: Kenia-Schilling (KES)
  • Regierungsform: Präsidialdemokratie
  • Nationaltag: 12. Dezember (Unabhängigkeit)
  • Klima: tropisch, sub-tropisch
  • Arbeitslosigkeit: 40% (2001)

 

Größe des Landes:

Kenia hat eine Fläche von 582.646 km². Die Küste des Indischen Ozeans hat eine Länge von 480 km. Die Höhenmeter variieren stark von 0 m an der Küste bis hin zu 5.199m im Mount-Kenya-Massiv. Das Land grenzt an Tansania, Uganda, Sudan, Äthiopien und Somalia. Die Hauptstadt Nairobi hat ca. 2.750.562 Einwohner, Mombasa ist die zweitgrößte Stadt Kenias mit 799.636 Einwohnern (2005).


Bevölkerung:

Kenia hat eine Einwohnerzahl von 37,95 Millionen Menschen. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt momentan ca. 2,8%. Die hohe Kindersterblichkeit liegt bei etwa 5,7%. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei ungefähr 57 Jahren. Die meisten Kenianer gehören zu den Bantuvölkern. Dazu zählen die Kikuyu, die die größte Bevölkerungsgruppe mit etwa 22% ausmachen. Außerdem gibt es nilotische und hamito-nilotische Völker (Kalenjin, Luo, Massai, Samburu, Iteso). Im Nordosten Kenias leben vor allem Somalis. Zusätzlich bevölkern Europäer hauptsächlich englischer Herkunft das Land aufgrund der kolonialen Geschichte.

 

Religion:

Etwa Zweidrittel der Bevölkerung sind Christen, 26% gehören der anglikanischen, 26 % der katholischen und 2,5% der orthodoxen Kirche an sowie zahlreiche Anhänger afrikanischer Kirchen. Desweiteren gibt es Anhänger von Naturreligionen, die ca. 10 % der Bevölkerung ausmachen. Zum Islam bekennen sich etwa 20% Kenianer.

 

Landessprachen:

Amtssprache ist in Kenia Kiswahili sowie Englisch, allerdings gibt es 61 Sprachvarianten und Dialekte. Neben den beiden offiziellen Amtssprachen kommen vor allem folgende häufig vor:

  • Kikuyu (21% der Gesamtbevölkerung)
  • Luhya (14%)
  • Luo (13%)

Auch indische Sprachen werden von den sogenannten „Asians“ gesprochen. Es gibt eine aktuelle Jugendsprache, die Sheng genannt wird. 


Klima:

Das Klima in Kenia lässt sich in zwei Klimazonen einteilen. Im Hochland (höher als 1.800 m) ist zwischen April bis Juni und von Oktober bis November Regenzeit. Im Juli und August ist es in dieser Region sehr kalt mit einer Mindesttemperatur von 10°C. Im Januar und Februar kann es dafür bis zu 26°C werden. An der Küste ist das Klima tropisch mit Temperaturen zwischen 22 und 32°C. Am trockensten ist es dort im Januar und Februar.

 

Geschichte:

- Auf dem heutigen Staatsgebiet Kenias haben schon vor mehr als vier Millionen Jahren Vormenschen sowie der Homo habilis und Homo erectus gelebt.

- 2000 v. Chr. Wanderung von Völkern aus Nordafrika nach Kenia.

- Im 1. Jahrtausend n. Chr. kamen Nilotisch- und Bantusprachige Völker sowie arabische und römische Händler in das Küstengebiet des heutigen Staatsgebiet Kenias. Dort entstanden viele Handelsstädte, eine afrikanisch-arabische Mischkultur, in denen viele Bewohner den Islam annahmen.

- 16. Jahrhundert Ankunft der Portugiesen.

- 1698 Eroberung des arabischen Oman.

- 1885 Beginn des deutschen Protektorates über die Küstengebiete des Sultans von Zanzibar.

- 1888 bis 1895 Verwaltung von Britisch-Ostafrika durch die Imperial British East Africa Company.

- 1895 Beginn des britischen Protektorates über das heutige Kenia.

- 1898 Übergabe der deutschen küstennahen Gebiete an Großbritannien.

- 1920 Kenia wird offiziell zur Kronkolonie.

- 10 Oktober 1952 bis Dezember 1960 Ausnahmezustand aufgrund des Aufstands der Mau Mau.

- 1957 Die ersten direkten Wahlen, an denen auch Afrikaner teilnehmen konnten.

- 12. Dezember 1963 Unabhängigkeit Kenias.

- 1964 Jomo Kenyatte von der Kenya African National Union (KANU) wird erster Präsident der Republik Kenia.

- 22. August 1978 Tod Kenyattas: neuer Präsident wird der damalige Vizepräsident Daniel arap Moi.

- Dezember 2002 Vizepräsident Mwali Kibaki von der New African Rainbow Coalition (NARC) übernimmt das Präsidentenamt

 

Politische Situation:

- Kenia ist seit 1963 eine Präsidialdemokratie.

- 2005 und 2006 wurden insgesamt 10 Minister aufgrund von Korruptionsvorwürfen entweder entlassen oder traten zurück.

- Der Bauminister Raila Odinga und der Außenminister Kalonzo Musyoka gehörten zu diesen entlassenen Ministern wegen fehlender Loyalität zur Regierung.

- 21. November 2005 wurde eine neue Verfassung bei einer Volksabstimmung von der Bevölkerung abgelehnt.

- Am 27. Dezember 2007 traten Präsident Mwai Kibaki,Ex-Bauminister Raila Odinga und Ex-Außenminister Kalonzo Musyoka bei der Präsidentenwahl an.

- Kibaki wurde mit einer knappen Mehrheit in seinem Amt bestätigt. Allerdings wurden ihm massive Wahlfälschungen vorgeworfen.

 

Wirtschaft:

In Kenia leben mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der Landwirtschaft, jedoch sind nur ca. 20% der Fläche des Landes für hauptsächlich Kaffee, Tee, Sisal und Pyrethrum nutzbar. Die Kenianer bauen vor allem auch Mais, Weizen, Gerste, Zuckerrohr, Bohnen, Bananen, Reis, Ananas und Baumwolle für den Eigenbedarf an.  

Bodenschätze gibt es nur wenige. Am häufigsten wird Natriumcarbonat und Salz gewonnen und zum Teil auch Gips, Blei, Gold, Silber, Kupfer, Asbest, Kalkstein und Graphit.

Der Kaffee- und Tee-Export stellt die wichtigste wirtschaftliche Grundlage des Landes dar. Darüber hinaus leben die Kenianer von Maschinen- und Fahrzeugbauindustrie sowie der Textil- und Bekleidung und der Ernährung- und Genussmittelindustrie. Der Tourismus ist ebenfalls von großer Bedeutung.

Kaffee verlor in den letzten Jahren an Bedeutung. Dafür ist die Blumen-Industrie stark gewachsen. Seit 2003 ist Kenia der größte Blumenexporteur der Welt.

 

Probleme:

  • Armut
  • Korruption
  • Mangelnde Zukunftsperspektiven
  • Herausforderungen im Bildungssystem
  • HIV/AIDS

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