Praktikum in einer Surf- und Tauchschule in Portugal

Meine Tauchschule in Peniche

Mein Praktikum mache ich an einer der bekanntesten Tauchschulen in der Umgebung von Peniche. Doch nicht nur das Tauchen macht die Schule zu einer Attraktion für Touristen, sondern auch das Wellenreiten an den unterschiedlichsten Spots. Allein der Hafen mit den vielen Schiffen und Booten oder die Inseln Berlengas, welche bei den täglichen Tauchgängen besucht werden, machen die Stadt so einzigartig - aber auch die vielen Strände, die durch verschiedene Bedingungen so gut wie immer eine Möglichkeit bieten, aufs Board zu steigen.

Die Tauchschule befindet sich direkt bei dem bekanntesten Strand der Gegend Supertubos. Für den ein oder anderen, der diesen Strand nicht kennt: Jährlich findet dort im Oktober der Rip Curl Contest statt, wozu die weltbesten Surfer aus allen Ländern einreisen. Doch auch außerhalb des Rip Curl Contests kommt das Surfer-Feeling nicht zu kurz. Bei einem Spaziergang am Strand oder in dem Nebenort Baleal ist man umgeben von Surfshops, Surfboards, Bodyboards und vielem mehr.

Unterricht Surfschule

Meine Aufgaben

Nun mehr zur Arbeit und Atmosphäre. Der Tag beginnt damit, den Tauchern dabei zu helfen, ihr Equipment zum Hafen zu bringen. Sobald alle Taucher unterwegs sind, beginnt man mit dem Transfer, bedeutet: die Gäste von den einzelnen Unterkünften abholen. Gerade dabei kommt man gut mit neuen Leuten in Kontakt und lernt einfach tolle neue Gesichter kennen.  Anschließend hilft man den Gästen, die richtigen Wetsuits zu finden und teilt ihnen die Boards zu (leider sind die Temperaturen des Atlantiks nicht so warm, dass man in Boardshorts oder Bikini fahren kann). Meistens geht man zwei Mal am Tag (morgens und abends) mit den Gästen zum Strand, um zu surfen, und wird grundsätzlich immer von einem der Surf Instructors unterstützt. So ziemlich die coolsten Leute, die ich bisher kennen gelernt habe, unterstützen einen dabei voll und ganz in jeglicher Hinsicht.

Innerhalb von ein paar Wochen habe ich meine Skills im Surfen so verbessert, wie ich es mir vorher kaum denken konnte. Allein durch die Tipps und Tricks, die während der Surfstunden den Gästen erklärt werden, verbessert sich das Verhältnis zu Board und Meer rasch. Die Surfstunden finden natürlich nicht nur am Strand statt, sondern man bekommt auch dadurch viele Möglichkeiten, sich selbst zu verbessern, indem man einfach mit den Board rauspaddeln darf. Aber vor allem hilft man den Surflehrern am besten, indem man mit den Gästen ins Wasser geht, ihnen von Anfang an die Angst nimmt und durch leichte Pushs in die Wellen das Aufstehen erleichtert. Die Surfstunden werden von den Lehrern super lustig gestaltet und man hat viel Zeit, mit ihnen zu lachen. Nach der letzten Surfstunde am Nachmittag fährt man dann wieder zurück mit Gästen und hilft anschließend den Tauchern beim Waschen und Aufhängen der Finnen, Tauchanzügen, etc..

Dies beschreibt ungefähr den alltäglichen Ablauf. Natürlich ist dabei auch mit Abwechslung zu rechnen! Ich hatte zum Beispiel die Chance, einen Einblick bei einem Surf Shaper zu bekommen, um zu sehen wie genau die Boards hergestellt werden. Ich konnte riesige Wellen sehen, die von den Locals gesurft wurden, und man hat auch die Möglichkeit, immer mehr über die Surfszene kennen zu lernen.

Surfschule

Sehr angenehme Arbeitsatmosphäre und Kollegen!

Das Verhältnis zwischen den Arbeitskollegen ist einfach wie eine große Familie und es gibt immer viel zu lachen. Trotz der unterschiedlichen Kultur und Sprache (so gut wie jeder kann Englisch sprechen) habe ich die Leute als Freunde gewonnen. Des Weiteren ist meist auch noch ein anderer Praktikant aus Deutschland da, mit dem man sich auch in seiner eigenen Sprache unterhalten kann. Nach der Arbeit hat man dann immer die Möglichkeit, in Baleal auf ein oder zwei Bierchen rumzuschauen, und auch beim wöchentlichen Grillen hat man die Chance, die Leute besser kennen zu lernen. Oftmals fährt man auch mal gemeinsam was Essen oder geht zusammen mit den Leuten eine Sunset-Surfsession starten.

Fazit zu meinem Praktikum in Portugal

Insgesamt hat man durch dieses Praktikum die Chance, sich in vielerlei Hinsicht weiterzuentwickeln. Die eigenen Surfskills verbessern sich, die Englischkenntnisse ebenso. Außerdem hat man hat die Chance, seinen Open Water Tauchschein zu machen und die Berlengas-Inseln zu besuchen und man lernt einfach super nette Menschen kennen. Ich bin nun 8 Wochen hier und werde weitere 8 Wochen bleiben. Noch immer fühle ich mich wohl und bin sehr gespannt, wie sehr ich mich noch im Surfen verbessern werde und was ich noch alles lernen werde! Peniche hat mein Verhältnis zum Meer verändert und das werden nicht die letzten Wochen sein, die ich hier zum Surfen verbringe.


„Peniche bom dia!“ - Wem das exotisch vorkommt, der hat wohl noch nie einen Portugiesen in Peniche begrüßt. Für 4 Monate arbeitet Marvin diesen Sommer als Surf Assistant an der Küste Portugals und hat uns seine Erfahrungen nach der erste Hälfte in einigen Zeilen geschildert . Was sein Praktikum so besonders macht (die Leute, das Meer und die Sunset Surfsessions), könnt ihr hier im Detail nachlesen.

Surf- und Tauchpraktikum in Portugal