Ein Praktikum in Sevilla...
Sevilla ist Leidenschaft pur. Die Stadt der Carmen und des Flamenco, des Don Juan und des Stierkampfes vereint all den Charme und Charakter Andalusiens.
Ihre wunderschöne Lage am Fluss Guadalquivir und das Ambiente der romantischen Altstadt mit ihren von Orangenbäumen gesäumten verschlungenen Gassen, ihren Palästen und duftenden Gärten macht die Stadt zu einer der bezauberndsten Europas. Historische Bauwerke wie die Kathedrale - die zweitgröβte Kirche Europas - und ihr maurischer Turm La Giralda, der Königspalast Alcázar und all die prächtigen Adelshäuser Sevillas sprechen Bände über die prunkvolle Vergangenheit der Stadt.
Ohne Zweifel ist Sevilla eine der attraktivsten Städte Spaniens. In der Hauptstadt des Flamenco lernt ihr das Herzen Spaniens kennen! Durch ein Praktikum in Sevilla habt ihr die Möglichkeit, in den typisch spanischen Alltag ein zu tauchen und die bis heute lebendigen Traditionen und Bräuche mit den Einheimischen zu teilen!
Geschichte
Römer
Es bricht die Epoche des römischen Sevillas an und die Stadt durchlebt eine wirtschaftliche Blütezeit. Es wird ein mit Mauern umgebenes Bollwerk mit verschiedenen Eingangstoren, von denen gegenwärtig nur noch der Arco de la Macarena und der Postigo del Aceite erhalten sind, errichtet. Später wird die Stadt von Cäsar und Pompejus umkämpft, die die Schlacht von Munda (zwischen Osuna und Estepa) entfachen, die Cäsar im Jahre 43 v. Chr. gewinnt. Ab diesem Zeitpunkt wird Hispalis zur Hauptstadt der Betica (benannt nach dem Betis, heute Guadalquivir) und zu einer Kolonie Roms mit den Rechten einer römischen Stadt. Hispalis, das politische, wirtschaftliche und verwaltungsmäßige Zentrum des Südens der iberischen Halbinsel erlebt das Aufblühen von dem nur 2 km entfernten Itálica, wo die beiden römischen Herrscher Adriano und Trajano geboren werden. Im 4. Jahrhundert wird das Christentum legalisiert und im 5. und 6. Jahrhundert fallen die Sweben und die Westgoten in Hispalis ein, unter deren Herrschaft die Stadt erneut eine Blütezeit erlebt.
Araber
Mit dem Einfall der Araber im Jahre 711 kommt es zu radikalen Veränderungen auf der ganzen iberischen Halbinsel, von denen ganz besonders der Süden betroffen ist, denn hier verweilt die arabische Herrschaft am längsten. Isbilia (arabischer Name für Sevilla) mit seiner arabisch-andalusischen Kultur ist eine blühende Stadt unter islamischer Herrschaft. Hier leben Juden, Christen und verschiedene arabische Völker zusammen. Auch die Mozaraber lassen sich hier schließlich nieder. Isbilia ist eine bedeutende Stadt und lehnt sich mehrmals gegen das nahe gelegene Córdoba, Hauptstadt von Al-Andalus, auf. Die Herrschaft von Al-Mutamid (11. Jahrhundert) ist ausschlaggebend in dieser Epoche der Geschichte von Sevilla, die zur bedeutendsten Enklave des Westens wird. Zu diesem Zeitpunkt findet der Einfall der Almoraviden statt, die das Heer der Berber so weit reduzieren, dass sogar Al-Mutamid vertrieben wird.Im 12. Jahrhundert gelangt Isbilia unter die Herrschaft der Almohaden und die Stadt gewinnt die verlorene Pracht zurück.
Christen, Katholiken und Juden
Im Jahre 1248 vertreibt Fernando der III. El Santo (der Heilige) die Moslems und erobert Isbilia zurück. Die Stadt wird in Sevilla umbenannt. Zu diesem Zeitpunkt wandern Kastilier, Juden und Hebräer ein und bilden das bedeutende Judenviertel. Der Alcázar wird zur Residenz der christlichen Könige und Sevilla erlebt, besonders unter den Herrschaften von Alfonso dem X. ‚El Sabio' (der Weise), Sohn von Fernando dem III., und Pedro dem I. ‚El Cruel' (der Grausame) eine erneute Blütezeit. Die arabische Kultur hat mit jahrhunderterlanger Herrschaft in Sevilla ihre Spuren an öffentlichen und religiösen Gebäuden hinterlassen. So kann man die Überreste dieses Einflusses noch heute in den Reales Alcázares, in der Casa de Pilatos und in Kirchen wie der Santa Marina, der Kirche San Marcos und an dem Turm der Kirche Santa Catalina bewundern.














