Erfahrungsberichte aus Peru

Praktikum bei einem Anbieter von Solarsystemen in Cusco

Von Thomas

Die Organisation meines Praktikums in Peru

Mit der Organisation „studentsgoabroad“ hatte ich die Möglichkeit, ein Praktikum in meinem Wunschland Peru zu finden. Hierfür musste ich lediglich meinen Lebenslauf und ein Motivationsschreiben auf Englisch oder Spanisch einreichen. Die Betreuung im Vorfeld des Auslandaufenthaltes war sehr gut und ich konnte jederzeit Fragen und Wünsche zu meinem Aufenthalt und meiner Reise äußern. Für mich war es wichtig, dass alles gut organisiert wird und habe deshalb das gesamte Paket gebucht. Mit der Vermittlung an die Partnerorganisation in Peru hatte ich auch einen direkten Ansprechpartner in Cusco, mit dem ich verschiedene Einzelheiten zur Wohnung, dem Sprachkurs und Wissenswertem über die Stadt und Region austauschen konnte. Mit dem wöchentlichen Treffen der Partnerorganisation vor Ort und zusätzlichen Aktivitäten konnte ich sehr viele Leute aus aller Welt kennenlernen und Freundschaften schließen.

Das Praktikum, das ich in Cusco angetreten hatte, war in einem kleinen Unternehmen. Anfangs war ich etwas überrascht wie klein die Firma ist, weil ich mit einem großen Produktionsstandort gerechnet hatte. Letztlich ist es mehr oder weniger ein Verkaufsshop mit Reparaturwerkstatt für die Instandhaltung. Das Geschäft setzt sich aus dem Verkauf von Solar- und Reinigungssystemen zusammen. Die Geräte sind dabei Originalprodukte aus Deutschland, also echte Markenqualität. In der Firma arbeiten insgesamt acht Leute.

Mein Chef namens José ist Halbperuaner und Halbfranzose und wollte sich in Peru, speziell in Cusco, selbst etwas aufbauen. Er spricht meistens Spanisch, Französisch und Englisch. Die Kollegen sprechen hauptsächlich Spanisch aber auch etwas Englisch.

Während meinen gebuchten 16 Wochen dort habe ich Reinigungssysteme repariert und für die Kunden in Gang gesetzt, Webseiten für den Verkauf der Geräte aller Art und für Solar- sowie Fotovoltaik-Anlagen erstellt. Zusätzlich habe ich noch die Kalkulation von Solaranlagen für Hotels und private Poolanlagen gemacht. Die Arbeit mit den Kollegen war oft sehr gut, ich konnte mein Spanisch enorm verbessern. Die Arbeitszeiten sind etwa von 8:30 Uhr bis 18:30 Uhr mit 1,5 Stunden Mittagspause. Gearbeitet hatte ich Montag bis Freitag, die Kollegen teilweise auch Samstag. In Peru werden zumeist sechs bis sieben Tage die Woche gearbeitet, weil man sonst nicht genügend Geld verdient. Die lange Arbeitszeit machte mir nichts aus, weil die Aufgaben interessant und die Kollegen sehr nett waren. 

Ich habe viel erlebt!

In meinem 6-monatigen Auslandsaufenthalt in Peru habe ich viele Dinge erlebt und sehr interessante Menschen kennengelernt. Auch wenn der erste Schritt nach Südamerika schwierig war und Überwindung gekostet hatte, war ich jetzt im Nachhinein sehr glücklich über diese Entscheidung. Ich konnte nicht nur meine Sprachkenntnisse in Englisch und Spanisch verbessern, sondern auch die Kommunikation mit Leuten aus aller Welt. Dieinteressante Kultur und die Freundlichkeit der Menschen in Peru haben mich besonders beeindruckt. Die Menschen tragen traditionelle Kleider sowohl im Alltag als auch an Festtagen. Die Landschaft und die vielen verschiedenen Klimazonen in Peru, wie z.B. Wüste, Hochgebirge, Strand- und tropische Gebiete sind ebenfalls bemerkenswert. 

Zusammenfassend kann ich eine Reise nach Südamerika, speziell nach Peru, nur empfehlen. Man lernt nicht nur Spanisch, sondern kann auch sein Englisch durch die vielen Leute, die aus aller Welt kommen, anwenden und verbessern. Die meisten Leute sind dort, um ein Praktikum, ein Volontariat oder sogar nur einen Sprachkurs während einer Südamerika- oder Weltreise zu machen. Das Land Peru bietet durch die vielen verschiedenen Klimazonen unterschiedliche Landschaften, die man mit organisierten Bustouren durchqueren kann.