Geschichte und Kultur Japans

Wie kamen eigentlich die Japaner auf die Insel?

Die Antwort auf diese Frage gibt auch Einblicke in die Entwicklung dieser einzigartigen Kultur. Japan ist nämlich nicht Klein-China, so wie sich das viele Leute vorstellen: Denn bereits 100.000 – 30.000 Jahre vor Christus fand die erste Besiedlung der Insel statt – damals teilweise noch über Landverbindungen zu Sibirien und später dann auch über den Seeweg. Es hat sich also innerhalb der letzten ca. 65.000 Jahre eine ganz eigene Kultur geformt.

Die Mythen Japans – was ist dran?

In Sachen Schrift und Kunst gab es allerdings Einflüsse aus China – jedoch noch vor 1639. Für die nächsten zweihundert Jahre regierten nämlich die Shogune, die Japan vom Rest der Welt isolieren wollten. Wegen dieser politischen und der geographischen Isolation als Insel, wird das Land oft als geheimnisvoll und rätselhaft empfunden. Dies trägt besonders zu seinem Charm für uns Europäer bei. Hier wollen wir dich aber erstmal über ein paar Mythen aufklären:

Der Shogun serviert den Tee!?

Ja, Japan ist bekannt für seine ganz besonderen Teezeremonien. Diese können mit dem Zen-Buddhismus in Verbindung gebracht werden, dauern oft stundenlang und werden in speziellen, schlicht gestalteten Teehäusern abgehalten. Auf dem Weg zum Teehaus werden die Besucher normalerweise über einen speziellen Gartenpfad geleitet. Gartenkunst, Keramik, Theater, Papierfalten, buddhistische Ritualgesänge und Tintezeichnungen sind nämlich hoch angesehene Kunstformen in Japan und haben ganz spezielle und interessante Ausprägungen – beim Praktikum in Japan wirst du diesen Rätseln auf alle Fälle noch weiter auf den Grund gehen!

Eins können wir dir aber schon jetzt sagen: Der Shogun hat noch nie den Tee serviert. Besonders in Anime Filmen oder Mangas sind wir diesem Begriff alle schon einmal begegnet. Der Begriff ist allerdings sehr geschichtsträchtig und ist ein Militärtitel der Samurai. Die Shogune lösten die reine Kaiserherrschaft auf und hatten beträchtlichen militärischen Einfluss in Japan, über mehrere Jahrhunderte hinweg.

Europäer können sich niemals an die Japanische Kultur anpassen?

Nein! Japan hat auch europäische Einflüsse in seiner Geschichte erlebt, besonders in den letzten 200 Jahren und deswegen gibt es auch einige Ähnlichkeiten. Es stimmt, dass die Japaner besonders freundlich und hilfsbereit sind… aber nur solange du freundlich und ruhig bleibst, nicht drängelst und dich bei einer Schlange wie alle anderen auch hinten anstellst. 

Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich auch viel im Bezug auf Geschriebenes verändert. Die meisten U-Bahn Pläne, Zugpläne, Straßenschilder und Speisekarten sind auch auf Englisch übersetzt. Das macht es auf alle Fälle leichter, sich als Besucher in Japan zurechtzufinden!

Das rätselhafteste aller Kleidungsstücke - der Kimono: Wer trägt ihn? Wann trägt man ihn? Wie trägt man ihn und wozu?

Es gibt viele Fragen rund um den Kimono, dieses typische Kleidungsstück wird vor allen Dingen in Japan getragen und gibt uns Europäern viele Rätsel auf! Braucht man denn dieses Kleidungsstück, wenn man in Japan arbeiten geht? Nein, denn er stellt schon lange keine Alltagsmode mehr da. Er wird vor allen Dingen noch an Feiertagen und zu festlichen Anlässen getragen. Du brauchst dir also vor Praktikumsantritt keinen zulegen. Das könnte nämlich sogar einige Schwierigkeiten mit sich bringen! Vor allen Dingen beim Anziehen. Ein Kimono wird traditioneller Weise in 20 Schritten richtig angelegt und nur durch einen breiten Gürtel (Obi) zusammengehalten. Macht man es falsch, kann es ganz schnell passieren dass man bei einer falschen Bewegung nackig dasteht… und das will ja schließlich keiner am ersten Praktikumstag erleben!

Und man kann noch mehr falsch machen: Es gibt nämlich verschiedene Arten von Kimonos. Sie unterscheiden sich durch die verschiedenen Farben, Muster und der Weite der Ärmel. So kann anhand des Kimonos eine Aussage darüber getroffen werden ob die Trägerin verheiratet ist oder single, zu welchem Anlass sie geht und in welcher Rolle sie dort auftreten wird.

Als Souvenir und mit richtiger Anzieh-Beratung eignet sich natürlich ein Kimono sehr wohl, aber aufgepasst – ein Kimono wird traditioneller Weise nur von Frauen getragen. Für Männer gibt es Haori-Jacken und Hakama-Beinkleider.

Wirtschaft und Politik

Die letzten Vorfahren des jetzigen Kaisers hatten noch einen gottähnlichen Status. Auch wenn der Kaiser heute noch das Staatsoberhaupt in Japan ist, wird seine Stellung nun mehr als die eines Staatssymbols verstanden. Japan wird als parlamentarische Demokratie vom Regierungschef geführt.

Zum Beginn der 1960er Jahre gab es einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung in Japan, einen echten Nachkriegsboom, der bis zu den 1990er Jahren anhielt. Dieser Aufschwung war so rasant, dass er international als “Wirtschaftswunder” bezeichnet wurde. Auch heute ist Japan wirtschaftlich noch ein Vorzeigeland und in vielen Industrien führend. Dies hat das Land, auch vor allen Dingen, seiner Arbeitsethik zu verdanken. Hier kann man von den Japanern echt was lernen!

Das solltest du dir merken: Kaizen

Vor allem bei deinem Praktikum! Kaizen ist einer der wichtigsten Begriffe in der japanischen Arbeitswelt und beschreibt das Streben nach kontinuierlicher Verbesserung. Diese Philosophie trägt ganz eindeutig zum Erfolg der Japaner in der Geschäftswelt bei! Sie fordert nämlich, dass man sich nicht auf bisherigen Erfolgen ausruht, sondern Produkte, Dienstleistungen und Arbeitsprozesse ständig optimiert und immer besser macht!

Freizeit: Activities & Events

Freizeit – gibt es sowas überhaupt in Japan?

Die Arbeitswelt in Japan stellt man sich als Europäer generell sehr busy und gestresst vor. In Wirklichkeit müssen allerdings die Praktikanten auch nicht länger arbeiten, als in anderen europäischen Großstädten. Und: das Wochenende ist zudem frei!

Relaxen in Japans Großstädten?

Große Städte, dicke Abgaswolken, Hochhäuser, Lärm und Menschenmassen – das ist Japan! Stimmt genau – abgesehen davon, dass:

  • nur fünf Prozent der ganzen Insel überhaupt besiedelt sind
  • mehr als die Hälfte Japans aus Bergen und Wäldern besteht
  • es bei 30 000 Kilometer Küstenlinie hunderte, nein, tausende wunderschöne Strände gibt, die zum relaxen, surfen und baden einladen

Neben dem Pratkikum werden für alle unsere Praktikanten kostengünstige Ausflüge angebote. Lerne die anderen Praktikanten beim Standup Paddling oder Japanischkurs kennen. So kannst du vor oder nach deinem Praktikum zwei Wochen vormittags am Japanisch Sprachkurs teoilnehmen und am Nachmittag beim Stand-Up-Paddling am Meer den Sonnenuntergang aktiv genießen. Das sorgt für die perfekte Work-Life Balance und dafür, dass du die schönen Seiten Japans so richtig genießen kannst!

Wasser, Wasser, Wasser

Die Japaner lieben Wassersportarten! Doch nicht nur am Meer - auch die Flüsse sind super beliebt als Rafting Tour Ziele! Spannung, Nervenkitzel und Abenteuer in der freien Natur machen jeden unsererTagesausflüge zu einem super lustigen und spannenden Erlebnis für alle Teilnehmer: sign up and become part of the group!

Neben den sportlichen Aktivitäten sollst du natürlich auch die die Kultur Japans besser kennenlernen. Ein kulturelles Highlight ist das Shinto Fest, das jedes Jahr im Juli stattfindet. Misch dich unter die Einheimischen und hilf mit, den Schrein durch die Stadt zu tragen und bewundere danach ein unglaubliches Feuerwerk! Das ist die Gelegenheit einmal in deinem Leben bei dieser ganz besonderen japanischen Tradition dabei zu sein.

Nachdem das Shinto Fest aber nicht alle Tage ist, bieten wir zusätzlich noch jährliche, monatliche und sogar wöchentliche Events & Activities an, durch die du Japan, die Locals und viele andere Praktikanten besser kennenlernen kannst! Erlebe die verschiedenen Facetten des Landes während deines Auslandsaufenthaltes und triff dich mit uns um Hanami, das japanische Weihnachten und Winter Activities so wie Snowboarding zu genießen.

Do´s and Dont´s

Do´s:

  • Verbeuge dich, wenn sich jemand vor dir verbeugt und warte, bis dein Gegenüber auch wieder hochkommt.
  • Esse mit dem Stäbchen! Wenn es schiefgeht und du Angst vorm Verhungern hast, dann frage nach Hilfe von Einheimischen oder einfach nach Besteck.
  • Fülle die Getränke deiner Mitmenschen nach.
  • Warte bis der Taxifahrer die Tür für dich öffnet und schließt.
  • Ziehe deine Schuhe am Eingang eines Hauses aus. Dies gilt oft auch für Schulen, Schreine oder Tempel. Orientiere dich dabei an den Schuhen, die du am Eingang findest.
  • Nutze Toilettenschuhe, die du am Eingang der Toilette findest.
  • Nimm eine Visitenkarte mit beiden Händen an, schauen einen guten Moment auf die Visitenkarte und stecke sie sorgfältig in deine Hemdtasche oder in die Geldbörse.
  • Öffne ein Geschenk, wenn du dazu aufgefordert wirst.

Dont´s:

  • In der Öffentlichkeit nicht die Nase putzen.
  • Nicht am Tisch laut aufstoßen, wie es vielleicht in anderen asiatischen Ländern erwünscht ist.
  • Nutze Stäbchen nur zum Essen und lasse sie nicht im Reis stecken.
  • Trinke dein Glas nicht aus, wenn du keinen weiteren Drink möchtest.
  • Stecke Visitenkarten nicht in deine Hosentasche.
  • Als Dame sitze nicht im Schneidersitz auf dem Boden.
  • Gib kein Trinkgeld im Restaurant oder Taxi.