Volunteer in einem Waisenhaus auf Bali

Fotoreportage von Katharina Bauer, Feb. 2010
Simon, ein 19-jähriger Abiturient verbrachte 2 Monate in einem Waisenhaus auf Bali und berichtet:
Als bei dem Bombenattentat 2002 eine junge Australierin ihr Leben verlor, beschlossen die Eltern mit Hilfe von Spenden ein Waisenhaus auf Bali zu gründen, um in Gedenken an ihre Tochter anderen Kindern eine Zukunft zu ermöglichen.
Seit der Eröffnung in 2005 bietet es für 44 Kinder im Alter von 2-18 Jahren ein neues Zuhause. Die Kinder, einige aus Sumba, einer sehr kleinen armen Insel Balis, andere aus armen teilen Balis, sind Waisen und haben hier im Haus eine große Veränderung durchlebt.

Sie haben immer zu essen, sie spielen hier und lernen; sie haben jetzt ein fast ganz normales Leben. Allerdings sind sie auch angewiesen auf Spenden und freiwillige Mitarbeiter. Und hier setzt studentsgoabroad an. Unsere Vermittlung von Volunteers hilft dem Waisenhaus und den Kindern.
Simon (...hier zum Erfahungsbericht von Simon), ein 19-jähriger Abiturient verbrachte 2 Monate dort, beschäftigte sich mit den Kindern, half ihnen bei den Hausaufgaben und erklärte ihnen verschiedene Funktionen des Computers.
„Die Kinder sind alle super interessiert und immer mit offenen Ohren und Augen dabei, sie bemühen sich Englisch zu lernen und auch zu sprechen, ich versuchte auch meine indonesisch Vokabeln mit einzubringen und so entstanden immer wieder neue witzige Situationen“.
Die Kinder gehen auf eine öffentliche Schule, spätestens um 14.30Uhr sind dann alle wieder im Waisenhaus, es gibt Mittagessen und danach ist Reading Time. Hier werden Hausaufgaben gemacht, die Großen lernen mit den Kleinen und alle haben die Möglichkeit, an die Volunteers Fragen zu stellen oder sich helfen zu lassen.
Franziska (24J., aus der Schweiz) ist Krankenschwester, wollte „ein paar Monate raus“, „bei einem sinnvollen Projekt helfen“ und natürlich „Bali besser kennen lernen“. Sie arbeitet momentan im Waisenhaus, bereitet Unterricht vor und versucht ihr Wissen mit einzubringen.

„Neulich habe ich einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht, auf Englisch natürlich, aber eine der Heimmitarbeiterinnen hat für alle übersetzt. Die Kinder waren sehr interessiert und haben viele Fragen gestellt.“ Die Verständigung ist sicher manchmal schwierig, aber auch das ist eine Herausforderung.
Im Waisenhaus allgemein wird sehr viel Wert auf Englisch gelegt: „Es ist die Zukunft der Kinder und je früher sie es lernen, desto besser“, so die aktuelle Verantwortliche Bonnie, auch eine Australierin, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Heim 12 Monate lang zu unterstützen und Spenden zu organisieren.

Bonnie war schon vor ihrer Zeit im Waisenhaus sehr engagiert, Kindern auf Bali zu helfen. Auch ihr Bruder Luke Stedman, eigentlich Surf-Profi, unterstützte seine Schwester und kam mehrmals nach Bali, um mit den Kids zu surfen.
„Allein das Lachen und die Freude der Kinder waren für mich toll mit anzusehen“ Um eine größere Summe Geld für das Waisenhaus zu organisieren, initiierten Bonnie und ihr Bruder Luke eine Party in Sydney. Hier gab es gesponserte Getränke und Essen.
„Luke, hat dadurch, dass er ein relativ bekannter Surfer ist, gute und viele Kontakte zur Surfindustrie. So haben wir 200 bedeutende Leute eingeladen. Der Eintritt war nicht gerade günstig. Es fand außerdem eine Auktion statt, so dass wir ziemlich viel Geld sammeln und Anschaffungen im Heim machen konnten.“
„Junge Motivierte Menschen können wir hier immer gebrauchen. Und ist es nicht eine tolle Chance, seinen Urlaub um eine Erfahrung zu erweitern und sich bei einem guten und sinnvollen Projekt mit einzubringen?“ kommentiert Bonnie.
Simon konnte sich in den 2 Monaten mit seinen Ideen immer gut einbringen. Auch Franziska überlegt sich jede Woche einen neuen Plan, um den Kindern ein wenig Spaß und Abwechslung zu bieten.

Simon sagt, es sei eine tolle Erfahrung für ihn gewesen, er hatte viel Spaß mit den Kindern, konnte viel besser in die balinesische Kultur eintauchen und nebenbei noch die Schönheit Balis genießen. „Klar bin ich auch wegen des Surfens hergekommen aber das ließ sich mit der Arbeit immer super verbinden.“
Habt ihr mehr Fragen zu dem Waisenhaus oder der Freiwilligenarbeit? Dann schreibt uns einfach!
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