Fotoreportage - Ein etwas anderer Alltag auf Bali

Florian (23), einer unserer Praktikanten auf Bali, berichtet, was Praktikanten so neben der Arbeit treiben und zeigt mit lebendigen Bildern, warum es sich lohnt, ein paar Monate auf Bali zu leben.

 

Meine Bali-Geschichte hat relativ spontan begonnen. Ehe mich die Idee richtig gepackt hatte saß ich schon im Flieger, was mich erwarten sollte konnte ich zu diesem Zeitpunkt nur wage einschätzen. Im Grunde beruhte all meine Kenntnisse über die Insel auf Klischeedenken und Internet-Recherchen und so waren die immer gleichen Bilder präsent, Strände, Palmen, Sonne, surfen - der klassische Strandurlaub eben. Mittlerweile bin ich seit 2 Monaten hier und arbeite als Praktikant im Bereich der Wirtschaftsinformatik. Ab und zu muss ich lachen, wenn ich über meine Naivität vor dem Abflug nachdenke. Sicher, Bali bietet genau das, was ich mir im Kopf zurecht legte, nur wird dieses Panoramafoto schnell vom Charakter der Insel in den Schatten gestellt.

Ich teile mir eine riesige Villa mit ca 15 anderen Praktikanten/Volontären in Ungasan, einem Vorort von Kuta. Dort liegen wir weitestgehend geschützt vor dem großen Tourismus und haben gleichzeitig aber alle nennenswerten Strände nur wenige Minuten von unserer Haustür entfernt. Als Transportmittel dient uns der Roller, zu Beginn ein wirklich unsicheres Gefühl auf der Straße. Man lernt jedoch recht schnell den Fahrstil der Balinesischen Bevölkerung weitestgehend zu durchschauen und adaptiert dabei auch recht viel (wohl auch ein wenig zu viel).. 

Einfach Roller ausleihen und ab zum Meer, immer der Küste entlang, vorbei an Klippen, die ein malerisch schönes Bild zeichnen, runter vom Roller und den heissen Sand zwischen durch die Zehen rieseln lassen. Nicht selten kann man dabei die bunten und klangvollen Zeremonien der Balinesen am Strand beobachten. Beim Parasailing kann man, von dem Motorboot gezogen, den wunderschönen Ausblick auf die Küstenregion genießen. Nass wird man dann garantiert bei einem turbulenten Trip auf dem Donut oder - Banana Boot. Eine wilde Jet Ski Fahrt lässt den Adrenalinpegel dann weiter in ungewohnte Höhen schießen. Günstig ausgeliehene Surfboards ermöglichen es, dass unbeschreibliche Gefühl zu erleben, eine Welle zu surfen. 

Ein Wochenende geht vorbei und am nächsten hat man, ehe man sich versieht, eine Taucherbrille auf und den Schnorchel im Mund, um diesmal die Unterwasserwelt zu erkunden. Falls das noch nicht genug ist, zieht es uns in den Norden. Von im Wasserfall duschen bis Vulkan besteigen ist dort wirklich alles möglich, den Abenteuertrieben sind also keine Grenzen gesetzt. Weil essen gehen hier kostengünstig ist kochen wir nicht selbst. Wir essen größtenteils landestypisch. Die umliegenden Warungs (Lokale) wurden von uns alle umgetauft, man kennt uns dort und werden mit offenen Armen empfangen. Man merkt, wie die Insel sich auf das Wesen der Bevölkerung auswirkt. Man grüßt sich, ist immer für ein Gespräch offen und merkt auch, dass Interesse besteht sobald man von sich erzählt. 

 

Ich merke jeden Tag, wie mich das Leben hier mehr verschluckt, alle Abläufe ähneln denen vom normalen Leben in Deutschland stark, man erledigt allerdings alles mit einem Lächeln auf den Lippen. Einzig und allein das Rückreisedatum lässt diesen Traum ab und an etwas trüb werden.

Noch nicht genug bekommen? Lesen sie mehr auf dem kreativen Blog über Bali einer unserer Studenten.