Sasha in Florida

Für ein Pflichtpraktikum ins Ausland

Mein Name ist Sasha und ich studiere Business Administration mit einer Spezialisierung auf den Bereich Gesundheitsmanagement im 6. Semester. Im 5. Semester musste ein 20-wöchiges Pflichtpraktikum absolviert werden. Deshalb stand meinem Wunsch, in die USA zu fliegen und dort ein halbes Jahr zu verbringen, so gut wie nichts mehr im Wege. Jedoch war es nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt habe. Alleine einen Praktikumsplatz weit weg von zuhause auf einem anderen Kontinent zu finden, ist ohne jegliche Hilfe eine große Herausforderung. Also machte ich mich im Internet nach einer Organisation schlau, die mir bei meiner Suche nach einem idealen Praktikum behilflich sein würde.

Durch einen großen Zufall gelang ich auf die Website von studentsgoabroad.com und sah, dass ein Informationsabend für den darauf folgenden Tag angesetzt war. Somit machte ich mich am nächsten Tag auf den Weg und fand die Unterstützung, welche mir zuvor gefehlt hatte. Nach kurzer Dauer kontaktierte ich die Organisation ein weiteres Mal und sendete somit meine Unterlagen zur Anmeldung nach Absprache heraus. An diesem Tag hat der Prozess der Praktikumssuche begonnen.

Las Vegas

Die Vermittlung

Nach dem Ausfüllen von zahlreichen Dokumenten, bekam ich nach wenigen Wochen eine schnelle Rückmeldung meiner Kontaktperson aus Washington, welcher mir einige Unternehmen zusendete, die für mich laut meinen Angaben attraktiv sein könnten und auf meine Person und Interesse abgestimmt wurde. Zunächst war ich sehr frustriert, da ich noch nichts für mich ansprechendes gefunden habe. Jedoch suchte das Unternehmen, indem ich mein Praktikum absolviert habe, einen IT-Mitarbeiter. Mein Wissen über den Bereich der IT war bei weitem sehr begrenzt und somit nicht den Wünschen meiner Chefin entsprechend. Nach dem vierten Skype Gespräch und großer Geduld, bekam ich jedoch die Bestätigung für meinen Praktikumsplatz, auch wenn ich nicht die gesuchte Person war, aber aufgrund von Sympathie punkten konnte.

Dennoch konnte ich die Visumsbeantragung nicht umgehen, die mit großer Sicherheit nervenaufreibender war als alles Andere. Ich kann nur jedem empfehlen, der den großen Wunsch hat ins Ausland zu gehen, sehr viel Geduld mitzubringen! Es wird sich jedoch auszahlen! Wenn ich nun nach Beendigung meines Aufenthaltes zurückblicke, welche Nerven mich der Prozess gekostet hat, kann ich nur zufrieden bestätigen, dass es jedes graue Haar förmlich wert war.

Meine ersten Tage in Florida

Es ist nicht nur ein anderer Ort für mich gewesen, sondern auch eine komplett neue Familie. Denn ich habe das große Glück gehabt, bei meiner Chefin leben zu dürfen. Ja genau, bei meiner Chefin! Nun würden viele sich davor scheuen, bei ihrer Chefin zu leben, jedoch habe ich das große Los gezogen! Ich bin in eine wundervolle Familie gekommen und habe bei weitem die schönste Zeit meines bisherigen Lebens dort verbringen dürfen!

Die ersten Tage waren sehr neu und fremd für mich, da ich mit sehr vielen mir unbekannten Begriffen im Englischen konfrontiert wurde, die ich so zuvor noch nicht gehört habe. Dennoch gab es in keinem Moment einen Augenblick für mich, an mir selbst zu zweifeln. Ich wusste genau, dass mit wenigen Wochen die vergehen würden, sich dieser große Wandel in ein komplett normalen Alltag ergeben würden. Und somit war es nach kurzer vergangener Zeit bemerkbar, wie gut ich mich in mein neues Leben hinein integriert habe.

Amerikaner und ihre Feiertage

Da ich mein Praktikum am 21. Oktober begonnen habe, hatte ich das große Glück während meines halbjährigen Aufenthaltes das volle Programm an amerikanischen Festtagen erleben zu dürfen. Gleich am zweiten Wochenende habe ich mein erstes richtiges Halloween im American Style gefeiert. Es war ein wundervolles Erlebnis, die Amerikaner zu sehen und welchen großen Wert sie auf einzelne Feiertage legen. Jeder hat sich verkleidet und ist durch die Straßen gezogen, um nach Süßigkeiten zu fragen.

Auch Weihnachten war eine wunderschöne Erfahrung für mich. Ich habe ein Weihnachten wie aus den amerikanischen Filmen gefeiert. Wir sind durch die Straßen geschlendert und haben Weihnachtslieder gesungen. Das Festessen war natürlich auf traditioneller Art und Weise von uns zubereitet worden und an den Naschereien wurde auch nicht gespart.

Halloween USA

American Lifestyle

Eins kann ich definitiv sagen: In Amerika kannst du alles finden! Und was beziehungsweise wen ich mit alles meine, sind nicht irgendwelche Produkte oder spezielle Marken, sondern ich spreche von den Menschen. Hier gibt es jede Art von Mensch und nichts davon wird als seltsam empfunden. Es wird nicht dumm geschaut, wenn einer in seinem Pyjama im Supermarkt steht oder der Andere in Sportkleidung zur Arbeit geht. Hier gibt es alles zu finden! Sie sind ein großes buntes Volk. Ihre Einstellung unterscheidet sich sehr von manch’ Anderer und ihre Art mir gegenüber ist sehr offen gewesen. Ich habe mit jedem Small Talk führen können, wurde überall sehr herzlich gegrüßt und habe viele neue Leute kennen gelernt.

Key West Ausflug

Das Unternehmen

Der hauptsächliche Grund meines Aufenthaltes war damit verbunden, etwas im Unternehmen zu lernen. Deshalb habe ich die Zeit genutzt, so gut wie möglich aufzupassen und zu versuchen alles zu verstehen. Ich habe verschiedene Aufgaben erledigt, wie diverse Arztpraxen zu kontaktieren, um neue Verträge mit ihnen abzuschließen. Des Weiteren habe ich selbstständig Diagramme erstellt, sehr viel mit dem Excel Programm gearbeitet und Präsentationen für anstehende Meetings erstellt.

Die Firma in der ich gearbeitet habe, hat nämlich Netzwerksysteme für Krankenhäuser, Ärzte, Krankenversicherung usw. entworfen. Somit habe ich viele Praxen kontaktieren müssen und gelang nicht immer an ein freundliches Personal, welches Verständnis dafür aufzeigte, dass ich neu in der Firma war. Jedoch habe ich definitiv den Job von Sekretärinnen mehr zu schätzen gelernt und meine Persönlichkeit damit gestärkt, in keiner Gelegenheit sensibel, aufgrund von schlecht gelaunten Leuten am anderen Ende der Leitung zu werden! Auch Aufgaben wie Präsentationen zu erstellen, Verträge zu korrigieren, Unterlagen zu vervollständigen, habe ich im Englischen meistern müssen, was mir einen großen Spaß bereitet hat, da ich sehr offen und motiviert für Neues bin, was ich mir eigenständig aneignen kann.

Piratenhut Florida

Meine Freizeit

Auch wenn ich einen sehr langen Arbeitstag von Montag bis Freitag hatte, habe ich es für mich selbst auf die Reihe bringen können, oft genug in der Woche mit meiner Freundin aus der Nachbarschaft, die nur zwei Häuser nebenan lebte, ins Fitnessstudio zu rennen, wo ich die Kalorien die ich mir von dem deftigem aber leckerem amerikanischem Essen angegessen habe, wieder purzeln zu lassen.

Meine Wochenenden habe ich größtenteils zum Reisen genutzt. Ich bin sehr viel während meiner Zeit in Amerika rum gekommen. Die Städte die ich besucht habe waren Los Angeles, Las Vegas, Washington, Chicago, Atlanta, New Orleans, Key West, Orlando, Miami und zu guter Letzt gelang ich auch noch nach Kanada und machte ein kurzes Sightseeing in Montreal und Sherbrooke. Ich habe an so gut wie allen Orten Freunde gehabt, die ich dort besucht habe. Somit bin ich jedes zweite Wochenende an einen weiteren Ort gereist und habe jedes erste mit meiner Gastfamilie verbringen können.

Mein Fazit

Abschließend hierzu möchte ich jeden ermutigen, eine solche Erfahrung zu machen und kann für mich selbst sagen, dass ich die schönste Zeit meines bisherigen Lebens, dort verbracht habe. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, die ich in mein Herz geschlossen habe und kann es kaum erwarten, sie alle wieder zu sehen! Es war eine sehr schöne Erfahrung, die leider nur sehr kurz angedauert hat. Meine Zeit ist dort verflogen wie im Nichts und es kam mir zum Ende hin so vor, als wäre ich gerade erst angekommen.

Ich kann es jedem nur ans Herz legen, einen Auslandsaufenthalt zu machen und kann die Organisation Studentsgoabroad nur weiterempfehlen! Es war mir eine große Freude, von der Organisation diese Unterstützung zu bekommen und bin froh, solche Erfahrungen gesammelt haben zu können. Nicht zu vergessen: Mit Florida könnt ihr als Praktikumsort nichts falsch machen! Wer gutes Wetter liebt, viel Sonne und einen schönen Strand genießen möchte, muss nach Florida! Jeden Tag zur Arbeit in kurzen Ärmeln bei strahlendem Wetter zu fahren, gibt jedem einen positiven Start in den Tag. Eins kann ich definitiv sagen: Meine Laune war noch nie zuvor besser wie dort! Einen großen Dank hierbei noch einmal an die Organisation Studentsgoabroad, die mir dieser Erfahrung mit ermöglicht hat.

Strand Florida

Sasha verbrachte 6 Monate für ein Praktikum in Florida. "Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt, die ich in mein Herz geschlossen habe und kann es kaum erwarten, sie alle wieder zu sehen! Es war eine sehr schöne Erfahrung, die leider nur sehr kurz angedauert hat."

Sasha in Florida